parva-verlag
(B)LOGBUCH

Blog 129: Zur Lage der Aktion (03.12.2017)
129 - Von "Y" wie ...


... youtube.de! Der parva-Künstler kann sich noch relativ gut
daran erinnern, wie er erstmals von dieser "Plattform" erfuhr.
Wofür soll denn das gut sein? Fast schon wie Homer Simpson:
"Internet? Gibt's den Blödsinn immer noch?" ;-)
Viele Jahre später gibt es immerhin 20 Videos auf dem eigenen
youtube-Kanal - das ist nicht viel in unserer schnelllebigen Welt.
Doch jedes Video hat seine Geschichte und zeigt eine kleine
Musik- und Kunststation. Vier (z.T. bisher wenig besuchte) seien
hier zu Beginn der Vorweihnachtszeit thematisch sortiert aufge-
führt - auf dass sie ein wenig Freude bereiten:

* zum Advent:
https://www.youtube.com/watch?v=9njEQuMbHwA


* in Vorbereitung auf Weihnachten:
https://www.youtube.com/watch?v=3oKww_MevrU


* die Weihnachtsbotschaft:
https://www.youtube.com/watch?v=CvzcTpBTrXç


* Weihnachts- und NeujahrsSegen:
https://www.youtube.com/watch?v=6Ew0bqnko84

An dieser Stelle auch allen (Weg- und Video-) Begleitern
ein herzliches DANKE! Und für heute allen "da draußen"
Adventliche Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (19.11.2017)
128 - Von "X" wie ...


Wer an diesem Wochenende vielleicht im Mainzer Rathaus
aufkreuzt (x), wird feststellen, dass "Mainzer Büchermesse" ist.
Die "x-te" ;-) Diesmal leider ohne parva-verlag, d.h.: So ganz
doch nicht: Der liebe Roland Reischl vom lieben rrv hat ein
"parva-hrhaft" schöne parva-Werke mit im Angebot. Also,
keine "x-beliebigen", sondern: "Seelenfutter" (der Nachfolger
nimmt Formen an) und "Der kleine Flötenspieler - Eine Advents-
KalenderGeschchte", eine (bei aller Bescheidenheit) wunder-
bare Begleitung durch die Adventszeit, auf dem Weg Richtung
Weihnachten ... und dann heißt es bald wieder "Merry Xmas"!
GemiXte Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (05.11.2017)
127 - Von "W" wie ...


"Sie sagen: Die alte Dame wirkt wunderlich", sagt Oma Trülls
in einem Hörspiel aus Kindertagen. Und damals schon ver-
wurderte den parva-Künstler die negative Konnotation von
WUNDER.
"Wunder gibt es immer wieder", sang Katja Ebstein bereits
eine Dekade zuvor - und sprach von großen und kleinen
Ereignissen, die durchweg positiv zu sehen sind.
Auch für mich sind Wunder was Wunderbares. Aber natürlich
etwas, über das man sich wundert, das man auch bewundern
kann und muss (oder sollte).
Bewundern kann ich auch Menschen und ihre Taten - häufig
etwas verdeckt durch Alltagsdunst, versteckt im "Großstadtge-
triebe" ... Da sind dann diese Personen "wie ein Wunder".
Und auf manch einen wirken sie vielleicht wunderlich ...
Wundersame Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (22.10.2017)
126 - Von "V" wie ...


"vielseitig" ... Der Buchstabe selbst ist das beste Beispiel:
Losgelöst vom alphabetischen Kontext könnte das Zeichen
"v" auch als Pfeilspitze nach unten verstanden werden, als
etwas, das erdet. Ein anderer sieht nach oben gebreitete
Striche oder geöffnete Arme - zum Himmel gewandt.
Die nächste Person zieht oben noch eine Verbindungslinie
und erhält ein Dreieck ... ach, und dann geht's erst los mit
den Möglichkeiten: Aller guten Dinge sind drei, die Christen
glauben an die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn & Heiliger Geist)
und auch in der Rhetorik ist ein "Trikolon" bedeutsam.
Aufs Leben angewandt sei aber gesagt: So positiv der Be-
griff "vielseitig" auch besetzt sein mag, er sollte nicht über-
trieben werden; es heißt ja nicht "unendlich". Alles sollte
Grenzen haben, denn: Wer nach allen Seiten offen ist,
ist nicht ganz dicht! - eine vielseitige Aussage ;-)
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (08.10.2017)
125 - Von wie "U" ...


"Un" - mit dieser Vorsilbe (auf schlau: Präfix) verbinden die
meisten Unschönes ... das ist unfair, zumindest behauptet
das der parva-Künstler in seinem "Un-Song", der auch in
der aktuellen "Absichtserklärung" kurz zu hören ist (s. Ende
von Blog 124) und aus dem es HIER einen Textauszug gibt:
"UN - wie unentwegt untugendhaft
UN - wie ununterbrochen unsäglich
UN - wie unsozial, unfriedlich, unattraktiv
UN - wie Untat, untot und ungut
UN - wie ungleich, unschön, unauffällig,
UN - wie unpassend, ungenau, ungemütlich
Was ist mit "unverzagt"?
Was steht's mit "unschlagbar"?
Wer fürchtet "Unterschied"?
Was ist schlecht an "Unterricht"?
Das ist unfassbar ungerecht / unglaublich unverschämt
unheimlich unfair / unangebracht ... unzumutbar"
Unverblümte Grüße
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (24.09.2017)
124 - Von wie "T" ...


"Treffen" - "Wir müssen uns mal wieder treffen!" Allgemein
etwas Angenehmes! (Nicht immer ;-)) ... "Das trifft mich!"
Hier kann es schon etwas unangenehmer sein ... Und bei
"einen Treffer landen" denken die meisten an etwas Gutes!
Das trifft sich gut ;-)
"Treffen" meint meist ein "Aufeinandertreffen", ein "Begegnen" -
von Menschen, Dingen, Ereignissen, manchmal auch allem.
Und wie bei "gegen" (z.B. in "Begeg(n)en") es positiv (mein
Gegenüber) wie negativ (mein Gegner) ausgelegt werden
kann - so finde ich es höchst interessant, die Wechselseitig-
keit von "treffen" zu betrachten. Treffender geht's heute nicht.
Das "T" im Blogbuch ist der ideale "Treffpunkt" für solche Ge-
danken ... Bis bald mal wieder - man trifft sich! ... z.B. hier:
HausDemos zu Musik-Inspirationen von unterwegs
(Mathias Gall, Mainz 2017)

Euer Mt :-)


Zur Lage der Aktion (10.09.2017)
123 - Von "S" wie ...


"Spleen" - Man mag auch "Marotte" oder "seltsame Angewohn-
heit sagen. Viele benennen es auch deftiger: "Der hat 'nen
Schatten" oder "Schuss" (um weiter bei "S" zu bleiben").
Ich persönlich mag ja "Hau" - Das ist kurz und vielseitig.
Denn die Frage ist ja: Ist ein Spleen (oder eben Hau) gleich
was Negatives? Wo wären wir ohne Leute mit "Hau" - Wie wäre
diese Welt mit "No Hau"? (*zwinker, kicher)
Beim Schreiben eines Romans oder Stücks (für Hörspiel oder
Theater) hilft es, den erschaffenen Charakteren den ein oder
anderen "Spleen" anzudichten. Es hilft auch später fast allen
Rezipienten beim Unterscheiden und auch beim Identifizieren.
Denn (Hand aufs Herz): Wer hat nicht selbst gewisse Marotten?
Ein aufgeschnappte Lebensweisheit besagt: Bis zu unserem 30.
Lebensjahr bestimmen wir unsere Gewohnheiten, danach bestimmen
diese uns ;-) Und dazu gehören auch "Marotten" oder ähnliches.
Bis zum nächsten Mal zum Buchstaben "T". Das mit dem Alphabet
ist übrigens auch so ein "Spleen" des parva-Künstlers! :-)
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (27.08.2017)
122 - Von "R" wie ...


"Risiko" - "No risk, no fun!" (Kein Risiko, kein Spaß!)
Sicherheitsliebenden Menschen (wie beispielsweise dem
dem parva-Künstler) ist dieser Begriff allein schon nicht
ganz geheuer. Um nicht zu sagen UN-GEHEUER! Wird er doch
in Gedanken gleich gesetzt mit "Gefahr" oder "Wagnis".
Bei kleiner Recherche fällt schnell auf, dass diverse
Fachdisziplinen den Ausdruck "Risiko" unterschiedlich
definieren. Unser aller Freundin Wiki Pedia schreibt dann
aber: "Allen Definition gemeinsam ist die Beschreibung des
Risikos als Ereignis mit möglicher negativer (Gefahr) bzw.
positiver (Chance) Auswirkung." Gefahr und Chance also.
Das mit der Chance klingt doch toll! Und wenn nur "Fun"
rauskommt ... na gut. Solang's nichts Schlimmeres ist.
Vielleicht sollte man's wagen, das Risiko - denn riskant
heißt eben auch: Chancen gebend :-)
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (13.08.2017)
121 - Von "Q" wie ...


... Qual? Nee, das ist mir heut zu negativ.
... Quark? Der entsteht - ob ich will oder nicht.
... Quelle? Das ist recht interessant. Ich meine jetzt
nicht den Versandhandel, sondern allgemein einen Ort,
an dem "Grundwasser auf natürliche Weise an der Gelände-
oberfläche austritt" (woher schon - Quellenangabe-Ende)
Quelle steht - wie z.B. in der Klammer erkennbar - für so
etwas wie Ursprung oder Herkunft. Es gibt manch geistliche
Lieder mit diesem Wort: "All meine Quellen entspringen in
dir" oder "Quell ewiger Freude" ... Allein diese Titel
wirken auf einige absolut angestaubt oder oldschool.
Schade eigentlich, denn ich finde dieses Bild der Quelle
für jemanden (im geistlichen Zusammenhang halt Gott) echt
stark. Was für ein Kompliment. Wenn jemand zu mir sagen
würde, du bist ein "Quell der Freude". Boa! Gibt's was
Größeres? Ein noch älter wirkendes Wort dafür ist "Born".
Ja, wie bei "ge-born" - also: "Ursprung" ... Ich denke,
von diesen Worten können wir viel lernen. Solche Bilder
dürfen wir gern (wieder) in den Sprachgebrauch bringen,
einpflegen sozusagen. Oder um das Motto der Humanisten
der frühen Neuzeit zu zitieren: "Ad fontes!" Und was heißt
dieser Schlachtruf? Na, klar: "Zu den Quellen!" ;-)
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (16.07. und 30.07.2017)
119 & 120 - Von "O" wie "Optimist" und "P" wie Päckchen


"Optimist" - zugegeben: Wenn es einem so richtig schlecht
geht, kann man mit ihnen nicht viel anfangen. Dann nimmt man
nur eine Hälfte wahr und empfindet es als Mist (ohne "Opti-")!
Doch gerade dann ist der "Halbvoll-Blick" hilfreich, oder?
Meiner Meinung nach hat jeder Mensch in seinem Leben Päckchen
zu tragen - manche sind schwerer, manche leichter. Doch alle
sind zu ERtragen, sofern man seinen Blick dafür schärft, sich
arrangiert und schließlich sich darauf einstellt. Ja, es ist
eine Frage der Einstellung - so wird man zum Arrangeur seines
(oder ihres) Lebens ... und hat irgendwann den Durch-Blick.
Ob man diesen nun als "optimmistisch" bezeichnet oder nicht.
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (02.07.2017)
118 - Von "N" wie ...


"Nichts" ... Ein wenig erinnert es an Odysseus' List beim
Zyklopen. Der griechische Held hatte sich als "Niemand"
vorgestellt. Und als er sich und seine Leute aus der Höhle
des einäugigen Riesen befreien musste, kam es zu dem wenig
hilfreichen Hilferuf des Zyklopen an seine Insel-Mitbewohner:
"Niemand hat mich verletzt!"
Ja, so ähnlich ist es - die kleine Familie ist auch auf einer
Insel. Glücklicherweise nicht auf einer gefährlichen Odyssee,
sondern um Urlaub zu machen. Und in der freien Zeit haben sich
beide Elternteile eins vorgenommen: "nichts" zu machen.
Doch "nichts" heißt nicht automatisch "nichts" ... oder anders
gesagt: Jede/r versteht da etwas anderes. ER will in seinem
"nichts" den Tag auf sich zukommen lassen, vielleicht mal an
den Strand, vielleicht im Hotelzimmer oder -Pool herumlümmeln.
SIE hat eine Menge Bücher dabei, die sie lesen möchte, immer
wenn etwas Zeit ist zwischen den anderen Anliegen: Artikel
schreiben, Tabletordner sortieren, neues Handy einrichten.
Achja, das Kind muss ja auch noch beschäftigt werden. Das ist
dann ganz erstaunt, als die Eltern in einen Disput geraten.
Und dann die Antwort auf die Frage, worum es denn gehe:
um "nichts" Eine erholsame und disputfreie Sommerzeit ...
Euer Mt

Zur Lage der Aktion (18.06.2017)
117 - Von "M" wie ...


"Machen" - zugegeben: Man kann viel verkehrt machen! Aber
man lernt oft was draus, um es danach besser zu machen.
Und: Einfach hirnlos machen - also, was machen, ohne den
Kopf vorher (oder dabei) anzuschalten, ist auch ungünstig.
Gemeint ist hier aber was anderes: Es geht ums "Machen"
im Gegensatz zu solchen Sätzen wie "Man müsste mal ..."
oder "Es wäre besser, wenn ..." oder die Steigerung:
"Irgendwann müsste man mal ...".
Der parva-Künstler gesteht, dass dieses Thema vor gar
nicht allzu langer Zeit schon einmal in dieser Rubrik
anklang. Aber: Man kann, äh - Verzeihung: ER kann das
gar nicht oft genug betonen. Und daher hat er das jetzt
einfach mal ... gemacht! ;-)
Euer Mt

Zur Lage der Aktion (04.06.2017)
116 - Von "L" wie ...


"Lage!" - Aus "Zur Lage der Nation" hat der parva-Künstler
vor gut viereinhalb Jahren "Zur Lage der Aktion" gemacht -
nicht ohne ein gewisses Augenzwinkern.
Was bedeutet das mit der "Lage"? Mir fällt dabei immer die
lateinische Vokabel "condicio" ein, da sich mit ihr die zwei
einst schwer gebüffelten Bedeutungen "Bedingung, Lage" im
Kopf eingebrannt haben. Also "Bedingung" als Synonym für
"Lage" (deutsches Nomen von "liegen"). Eine weitere Bedeutung
wäre auch "Stellung" (dt. von "stellen") oder "Zu-/Stand"
(dt. von "stehen") ... Das muss sich erst mal "setzen" ;-)
Der Begriff passt ganz gut zum heutigen Pfingstsonntag ...
Jesu Nachfolger fühlten sich in einer aussichtslosen Lage.
Doch dann ändert sich ihr Zustand beträchtlich - das Bild
von den Flammenzungen sowie dem Brausen und Tosen fasziniert
mich bis heute. Und inspiriert bzw. begeistert von diesem
Erlebnis stellen sich diese Leute, die sich eben noch ver-
ängstigt verbarrikadiert hatten, auf die Hinterbeine ...
stehen quasi ihren Mann und verbreiten den Glauben.
Für mich heißt das: Meine Lage ist die, die ich mir mache!
Happy Birthday Kirche - sonnigen Feiertag allen :-)
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (21.05.2017)
115 - Von "K" wie ...


"K.O."! Das kommt bekanntlich vom Kampfsport (am meisten
vom Boxen) und ist eine Abkürzung für "Knock out". "Aus-
geknockt" bezeichnen wir jemanden, der "K.O." geht ...
Erstaunlich finde ich dabei, dass selbst in diesen "rauen"
Bereichen einem, der zu Boden geht, eine Erholungsphase
(wenn auch nur kurz, z.B. 10 Sekunden) zugestanden wird.
Man hat also nicht gleich verloren, wenn unten ist. DAS
muss man sich mal bewusst machen ...
In unseren Alltagskämpfen - wenn ich das mal so ausdrücken
darf - geht's immer mal "auf die Bretter" (oder "Matte"),
"in die Knie", man "strauchelt" oder "taumelt" ... oder
man fliegt gar "auf die Schnauze" o.ä.
Und dann? Ja, dann "ist man angezählt". Jaaa, das heißt
doch aber nicht, dass man schon "K.O." ist. Kurz erholen
(gern etwas länger als 10 Sekunden) und wieder aufstehen.
Darum geht's doch. Den Kampf wieder aufnehmen. Auf den
Gegner erneut zugehen. Das muss nicht der muskelbepackte
Kerl aus einem "Rocky"-Film sein. Dabei kann es sich auch
um eine Prüfung, ein Gespräch, die Steuererklärung drehen.
Durchschnaufen, aufstehen, weitermachen. Oder wie es auf
einer Ulk-Karte letzt stand: "Aufstehen, Krone richten,
weitermachen" ;-) Oder noch anders gesagt: Dreh den Spieß
einfach rum - dann wird aus dem drohenden "K.O." ganz schnell
ein Leben bejahendes "O.K." (OK oder Okay)!
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (07.05.2017)
114 - Von "J" wie ...


Jetzt! Gerade entstehen neue parva-Dinge: Texte (jeder Art)
und auch Lieder (zu diversen Themen). Langsam, sehr langsam.
Aber stetig. Nichts hetzt und - wie Harry Belafonte wohl mal
gesagt haben soll: Man muss das ja erst mal alles erleben,
bevor es zu Songs wird. Viele Gedanken, Geschehnisse und
auch Lebensphilosophien werden dabei durchdacht.
Spannend sind gerade Aussprüche, die dem parva-Künstler
immer wieder auffallen: "Man müsste mal ..." (Ja, wer denn
bitteschön?) oder "Es wäre besser, wenn ..." (Es lebe der
Konjunktiv!) ... oder natürlich auch: "Vielleicht sollte
man demnächst mal ..." (Äh, wann genau?).
Klar: Problem feststellen ist gut. Pläne und gute Absichten
natürlich auch. Aber dann muss das ganz auch losgehen ...
nicht "man", sondern wir; nicht "demnächst", sondern JETZT.
Die oben erwähnten Texte und Songs entstehen derzeit ohne
Druck - der ist für Kunst (zumindest im parva-Heim) nicht
gut. Vielleicht liegt das aber auch am Vertrauen darauf,
dass es bis Sommer den Moment geben wird, an dem klar ist:
Jetzt ist es soweit! Jetzt wird's aufgenommen! Jetzt kann
das kommende Werk angekündigt werden.
... jetzt mache ich aber mal Schluss Vorfreude-Grüße
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (23.04.2017)
113 - Von "I" wie ...


Intuition! "Weibliche Intuition", sagt eine Kollegin gern,
zwinkernd, wenn ich sie staunend frage, wie sie dies oder
jenes gemacht hat oder woher sie das oder anderes wusste.
Nun, wie viel das Adjektiv "weiblich" an dieser Stelle aus-
macht, vermag ich nicht zu beurteilen (das gebietet mir die
männliche Intuition ;-)).
Doch Intuition - den Ausdruck finde ich spannend! Der olle
Lateiner in mir klugsch***t sofort: "Kommt von intueri - das
heißt 'betrachten, ansehen, genau hinschauen'." Und genau
das verwundert mich - dachte ich doch immer, es sei eine
Art Synonym für "Eingebung" oder "Ahnung".
Aber vielleicht liegt das gar nicht so weit auseinander ...
Ich ende einfach an dieser Stelle mal - rein intuitiv!
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (09.04.2017)
112 - Von "H" wie ...


Hoffnung! Zugegeben - ganz "wertfrei" kann der parva-
Künstler sich nicht mit diesem Begriff beschäftigen;
immerhin trug sein allererster eigener Song (damals
hieß das noch "Lied") genau diesen Titel. Keine Bange:
Der Text wird im Folgenden nicht zitiert, da sowohl der
Text (Verzeihung, die Lyrics) als auch der Song selbst
in einer imaginären (nicht mal digitalen) Schublade
ruhen - mögen sie dies auf ewig tun ;-)
Zurück zum Thema ... drei Dinge fallen mir direkt ein:
etwas Seltsames, etwas Zitiertes und etwas Tragendes.
Das Seltsame - der lateinische Spruch: "spes semper
fallit", zu deutsch: "Hoffnung täuscht/trügt immer."
Das ist mir persönlich zu pessimistisch gedacht ...
Das Zitierte - im dritten Teil vom "Herrn der Ringe"
sagt der Zauberer Gandalf beim Entzünden der Leucht-
feuer, die einen Hilferuf in der dunklesten Stunde
der Fantasywelt Mittelerde darstellen: "Ein Funken
Hoffnung!" Eine gewaltige Mini-Szene ...
Das Tragende: Jemandem in einem traurigen Moment oder
einem Augenblick der Zweifel und Ängste zu sagen:
"Ich sehe dich in naher Zukunft froh und zufrieden!"
Weil man es fest glaubt ... wünscht und eben hofft.
Glauben, Wünschen, Hoffen - Ausdrücke, die auch für
Menschen, denen die Osterbotschaft (der Tod hat nicht
das letzte Wort) nicht so geläufig ist, wichtig sind,
da sie uns Menschen ausmachen. In eben diesem Rahmen
wünsche ich allen vorab gesegnete Ostertage ... mit
einem frühlingshaften Songgruß - aus der Schublade ;-)
>> Songgruß
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (26.03.2017)
111 - Von "G" wie ...


Gnade! Ich gebe zu, der Begriff wirkt etwas altbacken.
Vielleicht deshalb, weil ihn die meisten mit "Kirche"
verbinden - und diese wirkt auf viele evtl. ebenso.
Mich schreckt das (also beides) nicht - im Gegenteil ;-)
Unter Gnade versteht man - einer freien Enzyklopädie
zufolge - "eine wohlwollende, freiwilige Zuwendung".
Von wem, ist nicht bestimmt ... Der "Zuwender" wird
nicht erwähnt. Das lässt Raum - und gibt Gelegenheit.
"O du fröhliche", singt man an Weihnachten. Und weiter:
"o du selige gnadenbringende ... Zeit." Es geht um
Gnade für die Menschen. Der Zuwender ist Gott(es Sohn).
In der Passionsgeschichte, d.h. der Erzählung um Jesu
Leiden an Gründonnerstag und vor allem Karfreitag, soll
ein Gefangener begnadigt werden. Offenbar spekuliert
Pontius Pilatus darauf, dass Jesus Gnade erfährt ...
Wer ist/wäre hier der Zuwender?, fragt man sich.
Weiter gedacht: Wo finde ich - in der Fastenzeit und
über Ostern hinaus - konkret im Alltag Gnade - oder
kann als "Zuwender" Gnade erweisen? Das, also diese
Frage, nehme ich als kleine "Hausaufgabe" oder "Selbst-
erfahrung" für die nächsten Wochen mit und lade alle
dazu ein - gnadenlos ;-)
Vorösterliche Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (12.03.2017)
110 - Von "F" wie ...


Fasten! Nach feierlichen Fastnachtszeit ist vor der feier-
lichen Osterzeit. Und dazwischen hat der liebe Gott bzw.
ein gottbefohlener Mensch die Fastenzeit gesetzt - 40 Tage
(wie einst Jesus in der Wüste) soll man ... Jaaa, was
eigentlich? Was heißt denn "Fasten"? Geht's es wirklich
drum, die 10 Kilo gesammelte "Kamelle" von diversen Narren-
Umzügen zu verschmähen. Ja-nein-vielleicht? Nun, das KANN
man machen, muss es aber nicht. Do it, if you want - wenn
solch ein "neudeutscher" Slogan gestattet ist.
Dabei fällt mir ein: neudeutsch? Es gibt das englische Verb
"to fasten", hier bedeutet "fasten" so viel wie "anbringen"
oder "festhalten" oder "befestigen". Wär hätte das gedacht?
DIESE Bedeutungen von "Fasten" finde ich gar nicht schlecht.
Die Fastenzeit ist eine Zeit des "Innehaltens", eine Vorbe-
reitungszeit - nach der einen Feier (Fastnacht) für das
nächste Fest (Ostern). Da ist ein kurzes inneres "Fixieren"
nicht verkehrt - ob nun mit Bonbons oder ohne. Do it yourself!
Vorösterliche Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (26.02.2017)
109 - Von "E" wie ...


ELF! Die Ziffer "11" ist die Zahl der Fastnachtszeit,
quasi die Motto-Zahl der Narretei!
Der ganze Brauch am Rhein hat (zumindest in der heutigen)
Form) seine Wurzeln in der historischen - nennen wir's -
deutsch-französischen "Begegnung". Es heißt, hinter E.L.F.
stünden "Egalité" (Einheit), "Liberté" (Freiheit) und
"Fraternité" (Brüderlichkeit, was heute mit "Gemeinschaft"
oder "Wir stehen zusammen" übersetzt werden könnte.
Passender kann ich es mir für die Fastnachtszeit, wenn alle
(auch wenn vielleicht nicht immer mehr ganz Herr (oder Frau)
ihrer Sinne) gemeinsam auf der Straße oder im Saal einträchtig
feiern, tanzen und singen, und auch über die 5. Jahreszeit
hinaus nicht vorstellen. Und es ist auch auffällig, dass 2017
selbst im dollsten Kokolores-Vortrag am Ende fast immer ein
Hinweis darauf erfolgt - was meist mit Standing Ovations
quittiert wird. Es wirkt wie ein gemeinsames Bewusstmachen,
eine Rückbesinnung auf E.L.F.
Närrische Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (12.02.2017)
108 - Von "D" wie ...


"Demut"! Mut ist eine tolle und wichtige Sache ...
In manchen Situationen wünschte ich, mehr davon zu
haben. Besonders wenn ich auf Leute treffe, die ZU
viel davon haben, eben Leute mit Über-Mut.
Genau dann denke ich oft: "Mehr Demut tät gut"
(... vom althochdeutschen "diomuoti"‚ was so viel
wie "dienstwillig" heißt). Natürlich ist auch hier
ein "zu viel" nicht gut - das gilt ja für alles.
Aber wenn jemand sauer ist, weil er/sie am Kap der
guten Hoffnung grad nicht auf die Cloud zugreifen
kann, um seine Fotos hochzuladen. Wenn nach einer
kurzen Rast im Wald danach überall Müll rumliegt,
weil beim Auspacken der Milchschnitte die Packung
nicht mitgenommen werden kann(?). Wenn... wenn...
Dann denke ich "Mehr Demut tät gut"!
Untertänigste Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (29.01.2017)
107 - Von "C" wie ...


"Clownerie" - Googelt man diesen Begriff, erhält man
Synonyme wie "Jux, Scherz, Streich, Ulk, Unfug" ...
All diese Ausdrücke bringen nicht im Mindesten auf den
Punkt, was an vielen Orten der Welt von gewissen - gar
neu gekürten - Staatsoberhäuptern veranstaltet wird.
Im Gegenteil - sie machen Angst ... Besagte Staatsmänner
werden vielen in Gedanken zu wahren "Horror-Clowns"!
Schaut man weiter unter den Google-Ergebnissen, findet
man auch Wortfelder wie "clownesker Auftritt" oder auch
"clowneske Handlung". Das passt schon eher - und das wird
nun auch an vielen Orten (in Deutschland besonders entlang
des Rheins) praktiziert: Das Zauberwort lautet "Fastnacht"
oder auch "Karneval", "Fasching". Hier wird das, was Angst
macht, aufgegriffen und meist ad absurdum geführt - was
es häufig schon so ist Und hierin liegt wohl auch der
tiefe Sinn der (politischen) Fastnacht: Die Narren schaffen
sich ein Ventil, ein Lach-Ventil ... Und Lachen befreit!
Lachen tut gut - macht gesund. Einen so gestärkten Menschen
wirft so rasch nichts aus der Bahn! In diesem Sinne: Lacht
und lasst es euch gut gehen! Narrhallamarsch und Auszug ...
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (15.01.2017)
106 - Von "B" wie ...


"Begeisterung" - Menschen, welche von einer Leidenschaft
getragen werden, die einer Passion mit Hingabe nachgehen,
deren Herz für etwas (oder jemanden) schlägt, diese können
zweifelsohne nicht nur als begnadet, sondern eben auch als
begeistert bezeichnet werden. Und Begeisterung kann anstecken.
Mit großer Freude konnte der parva-Künstler beispielsweise
gestern einer "Die Junge Messe"-Feier beiwohnen, die ...ja,
begeistern konnte. Möge der geneigte Leser von seiner/ihrer
eigenen Passion getragen, von seinem/ihrem "Geist" erfüllt
werden und sein ... Ein begeisterter, ein erfüllter Mensch
macht - man verzeihe den pathetischen Ausdruck - hell und
schafft Licht - für sich und andere. Auch jetzt zum ("B" wie)
Beginn des Jahres 2017, an dem wir noch immer stehen.
Erhellende und erhellte Grüße
Dein Mt


Zur Lage der Aktion (01.01.2017)
105 - Von "A" wie ...


"Anfang" - scheint mir recht passend für den Jahresstart.
* Am Anfang war das Wort, so heißt es zu Beginn eines der
vier Evangelien. "Evangelium" bedeutet "frohe Botschaft".
Und eine solche können wir alle - ob gläubig oder nicht -
in einer verrückten Zeit wie dieser gut gebrauchen, oder?
* Aller Anfang ist schwer, so sagt ein Sprichwort ...
Nun, das ist schwer zu beurteilen. Tatsache ist aber, dass
(noch so'n Sprichwort!) auch die längste Reise mit dem
ersten Schritt beginnt. Und dieser ist für viele wirklich
schwierig - oder gar der schwerste.
--> Um es mit einem Schmunzel-Spruch abzurunden, der mit
Bildchen auf Magnetscheibchen so manchen Kühlschrank ziert:
"I would be unstoppable, if I could only get started" :-)
Heute ist der 01.01. - Wenn du, geneigter Leser, diese
Zeilen liest, ist der (Jahres-)Anfang quasi schon gemacht
... und du bist unaufhaltsam. Alles Gute für 2017!
Dein Mt


Zur Lage der Aktion (18.12.2016)
104 - Von erhebenden Momenten in erhebenden Zeiten


Von einer erhebenden Zeit spricht Annette Bassler in den
"Anstößen" eines hiesigen Radiosenders ... und meint damit
die Vorweihnachtszeit. Erhebend, da doch jeder - wie alle
Akteure in der Weihnachtsgeschichte - in dieser Zeit etwas
über sich hinauswächst, allein schon das "Zeit-Management"
betreffend ;-)
In eben dieser Zeit, einer Zeit nicht nur des Lichts und des
Friedens, sondern auch des Jahres- bzw. Zeitenwechsels denkt
"man" (hier speziell der parva-Künstler) an viele erhebende
Momente des sich neigenden Jahres zurück: die fünfte Jahres-
zeit (als Einzelkünstler, mit Band oder ganz "toll" beim
närrischen Ohrwurm), die Großereignisse wie Katholikentag
in Leipzig oder Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey, die Musical-
projekte für Kleine ("Auf den Spuren von Mommenheim") oder
auch für Große ("Eisgang") und die "Gast-Auftritte" bei
Lesungen über "Besondere Mainzer" oder mit Kirchengruppen
wie "KREUZ&quer" oder "kontrapunkt" ... dazu vieles wie
Proben, Lesungen oder Unterricht (was man so als Tagesge-
schäft bezeichnet) - und stets mit eigener "parva"-Musik.
Das waren, sind und verschafft auch im Rückblick erhebende
Momente in einer erhebenden Zeit. Danke allen Wegbegleitern!
Frohen vierten Advent ...
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (04.12.2016)
103 - Von Wust und Frieden, Sorgen und Segen


Garfield, der berühmte Comic-Kater, begeht in einem Comic-Strip
mit seinem "Herrchen" Jon einen höchst interessanten Feiertag:
Jon: "O nein! Ich hab den Toast verbrannt!"
Garfield: "Du Narr! Wie konntest du?"
Jon: "Und die Lampe im Kühlschrank ist durchgebrannt!"
Garfield: "Wir sind dem Untergang geweiht!"
Jon: Und ich finde die Fernbedienung nicht!"
Garfield: "Das ist das Ende, der Welt, wie wir sie kennen!"
Jon: "Auf dem Tisch ist eine Kaffeetasse ohne Untersetzer!"
Garfield: "Beende den Wahnsinn!"
Jon: "Und wir haben keine Zahnseide mehr!"
Garfield: "Aaaah!"
... Jon: "Der nationale Dramatag war doch ganz lustig, oder?"
Garfield: "Naja, ging so! Ach, schau mal: Dein Auto brennt!"

Bei manchen Leuten hat man das Gefühl, im Advent feiern diese
jeden Tag solch einen Dramatag ... voller Wust und Sorgen.
Ihnen und auch allen anderen wünsche ich stattdessen ...
(a) Frieden und (b) Segen. Für ersteres hier der versprochene
Musikeraturbeitrag: Friede(n)-Will-Kommen" (Musikeraturbeitrag),
als Segenlied sei hier die bearbeitete Version des Januarbeitrags
allen zugänglich - und so schließt sich der Musikeratur-Kreis ;-)

SegensLied Mathias Gall & Friends

Frohen zweiten Advent
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (20.11.2016)
102 - Von noch wilderen Zeiten der Ruhe


Es ist da! Das große Wochenende der kleinen feinen Mainzer
Büchermesse – im Rathaus am Rhein. Natürlich auch mit dem
parva-verlag :-) Dieser stellt heute – fünf Wochen vor Weihnachten –
schon einen Text (in Auszügen!) online, der (a) von einem guten
Kollegen passend zum Motto des kommenden Schul-Weihnachts-
gottesdienstes "Frieden, Will-Kommen" verfasst hat und dessen
(b) Vermusikalisierung im nächsten Blog den Musikeraturbeitrag
für Dezember darstellen wird:
"Frieden will kommen / Frieden, Willkommen!
Kommt herbei, / Bleibt nicht entzwei!
Seid ihr so weit? / Seid ihr bereit,
Zwietracht aufzugeben / Frieden anzunehmen,
Angenehmen Frieden anzunehmen?"
Seid Ihr bereit? Schönen Start in die Adventszeit...
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (06.11.2016)
101 - Von wilden Zeiten der Ruhe


Es ist da! Das große Wochenende der noch größeren Aufführungen
von www.eisgang-musical.info ... Der so genannte "Bonus Track"
des Stückes ist (bei aller HistorienTragödie) ein hoffnungsvoller:
"Der Winter gaukelt es uns vor / Dass nie mehr eine Rose blüht
Die Hoffnung aber nie erfor / Weil unter'm Eis stets Leben glüht."
Und dann folgt der Refrain: "Die Kält weicht, das Eis, es bricht
Ich sehe in deinem Gesicht / Wie der Fluss wieder fließt - neues
Leben beginnt / Weil mit jeder Träne auch der Abschied verrinnt.
Und weiter geht es in der Folgewoche mehrfach:
Am 11.11. beginnt die fünfte Jahreszeit - zudem ziehen um diesen
Martinstag Kinder in vielen Regionen mit Laternen durch die Straßen,
für mich stets Vorboten der (Vor-) Weihnachtszeit. Und am 12.11.
sind es nur noch sechs Wochen bis Heilig Abend. Passend dazu gibt
es als November-Beitrag zur Musikeratur-Reihe des parva-verlag:
LINK: "Wenn ich an Weihnacht denk ..." Gute Zeit!
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (23.10.2016)
**100** - Von Drachen, Monstern ... und dem richtigen Ton


Gern sagt man: "Der Ton macht die Musik" ... Und wer hat das noch
nicht am eigenen Leib spüren können oder gar müssen, dass die
Umsetzung nicht immer so funktioniert - es menschelt halt stets ;-)
Bei einer der letzten Aufnahmen für ein außer-verlagliches Hörspiel-
Projekt kam für mich dann ein neuer Gedanke dazu: Ein Freund musste
(was bei Hörspielen ja so spannend ist) mit der Stimme eines Drachen-
kriegers - es handelt sich um ein Fantasyprojekt - dazwischenrufen:
"... und meine Drachenmonster!" Ja, wie macht er das am besten?
"UND meine Drachenmonster!" oder "und MEINE Drachenmonster" oder doch
"und meine DRACHENmonster!" ... Er musste kurzerhand alles sprechen.
Mehrere Versionen aufzunehmen ist beim Hörspiel nicht sooo ungewöhnlich,
dennoch hat es mich zum Denken gebracht - und vielleicht den
ein oder die andere auch ... Theoretisch lässt sich jeder Satz mit
der entsprechenden Betonung so aussprechen, dass er das Gegenteil
aussdrückt. Nicht vorstellbar? Nun, ich lade dazu ein, es einmal mit
einem Satz wie "Du siehst heute aber gut aus" zu probieren. Für die
möglichen Reaktionen des Gegenübers übernehme ich jedoch keine Haftung.
Der Partner könnte da schnell zum Drachen werden ;-) Das Experiment
könnte aber auch monstermäßigen Spaß machen. "Monster" kommt übrigens
vom lateinischen "monstrum" und heißt nicht nur "Ungeheuer", sondern
auch "Wunder". Klingt komisch, ist aber so ... Ihr sagt ja gar nix?!
Naja, schweigen heißt Zustimmung! In diesem Sinne
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (09.10.2016)
99 - Von... Tür auf, Tür zu


Wenn eine Tür zugeht, öffnet sich eine andere - so heißt es.
Der französische Schriftsteller André Gide meinte hierzu einmal,
die Tragik sei jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blicke
und die geöffnete nicht beachte.
Mmmh, mal überlegen: Ist das so? Tja, vermutlich ist das wieder
so 'ne Perspektivgeschichte - wie bei dem halbvollen Glas und
dem anderen. Aber: Wieso bin ich (in Form einer Lebensweisheit)
mit der Tür ins Haus gefallen? ... Ach, ja: u.a. wegen des Tür-
öffner-Tages am 03.10.- initiiert durch "Die Sendung mit der Maus".
Die Türen des parva-verlags bzw. des parva-Künstlers öffnen sich
auch noch ein paar mal in diesem Jahr: Am 21.10. gib es einen
Musikalischen Themenabend - Spezial zu www.eisgang-musical.info
und am 19./20.11. öffnet das Mainzer Rathaus seine Pforten zur
Mainzer Büchermesse (am Samstag ist da auch "Musiklesung"-Time,
um 13 Uhr)... Und danach heißt es dann wieder "Macht hoch die Tür"
zum Advent, auf dem Weg nach Bethlehem... auf dem befinden sich
dann auch wieder die heiligen drei Könige - zu deren Sternsinger-
aktion das Oktoberlied der parva-Musikeratur-Reihe entstanden ist:
"Segen sein" (nach dem gleichnamigen Motto 2017)... auf dass am
6.1.17 alle singende Königskinder quasi offene Türen einrennen.
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (25.09.2016)
98 - Von Mediation und Meditation


Ein Freund muss vermitteln (Mediation), während ich für
eine Freundin komponiere (Meditation). Die Ergebnisse
haben jeweils etwas Beruhigendes. Bei meinem Freund sind
die Wogen im Betrieb nach einem klärenden Gespräch wieder
geglättet, für die Patienten der heilpraktizierenden
Freundin soll meine Musik helfen, die innere Ruhe zu
finden. In der Ruhe liegt die Kraft, so sagt man.
Derzeit ruht die parva-Musik, die Energien des parva-
Künstlers werden anderweitig gebraucht: für Hörspielpro-
jekte und... für www.eisgang-musical.info (für Letzteres
seien die Daten 05.& 06. November jedem ans Herz gelegt!).
Und danach geht's am 19./20.11. zur Mainzer Büchermesse -
mit einer parva-Musikalischen Rückblick-Ausblick-Lesung,
einer Art "Medi(t)ation" des parva-verlags ;-)
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (11.09.2016)
97 - Von persönlichen Begegnungen und Selbstgeschenken


"Sei so gut und sammel auf dem Weg zum Fantreffen am Frankfurter Hbf
den Gaststar aus Kanada auf." - Erste Reaktion: Welche Ehre! Doch dann
die Gedanken: Frankfurt? Schlimme Fahrerei! ... Gaststar? Wie finden wir
uns? ... Aus Kanada? Ich muss Englisch sprechen - und das über zwei Stunden
in meinem Auto... Uiuiui! Angst vor der eigenen Courage macht sich breit.
Durch die Kurzfristigkeit von Anfrage und (direkter) Zusage bleibt keine
Zeit zur Umentscheidung. Zum Glück!
Denn kaum getroffen geht es los: über Gott und die Welt, über große und
kleine Dinge, ... Wir quatschen und quatschen. Das Fantreffen wird ein
voller Erfolg - und diese "Star-Begegnung" ein persönliches Geschenk.
So wie sich auch ein anderer Mut als Selbstgeschenk erwiesen hat. Der Mut
zur meditativen Musik, einem neuen Bereich - eine Horizonterweiterung!
Ein Auszug dessen stellt den September-Beitrag der "Musikeratur"-Reihe
dar. Ja, auch ohne gesungenen oder gesprochenen Text. Der Titel lautet
passend zum Thema Selbstgeschenk "Nimm Dich in den Arm"..
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (28.08.2016)
96 - Von weiten Zeiten


"Dem Glücklichen schlägt keine Stunde." (Geld ins Phrasenschwein)
"Mach es wie die Sonnenuhr: Zähl die heiteren Stunden nur."
(Weitere Füllung fürs Phrasenschwein)
Bevor das arme Schweinchen platzt: Offenbar ist Zeit nicht gleich
Zeit - zumindest im Empfinden. Das hat wohl jede/r schon erlebt.
Ein Zahnarztbesuch fühlt sich manchmal "bohrend" lang an... die
lang ersehnte Party verrauscht dagegen wie im Fluge.
Doch auch im Alltag kann Zeitmessung und -empfinden sehr unter-
schiedlich verlaufen: Die Eine hetzt voller Tatendurst durch ihren
Tag und fühlt sich wohl, dem Anderen wird beim halben Tagespensum
schon schummrig vor Augen. Seine Welt/Zeit dreht sich langsamer...
Solange alle dabei zufrieden und glücklich sind, ist alles gut.

Die Ferienzeit geht zu Ende und (da jedes Ende auch ein Anfag ist)
der Alltag beginnt. Ich wünsche allen eine schöne Alltagszeit, d.h.
ich wünsche jedem/r seine/ihre erfüllende (Alltags-) Zeit...
Wenn sich da noch die ein oder andere parva-Aktion einbauen lässt,
wie z.B. das Musical "Eisgang", oder das ein oder andere parva-Werk,
wie z.B. "Seelenfutter" zur Entspannung, dann ist auch der parva-
Künstler zufrieden (*zwinker, zwinker) (*kicher, kicher)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (14.08.2016)
95 - Von Laut und Leise


Laute Menschen können nerven... Lautsein kann aber
natürlich auch wichtig sein - bei Ungerechtigkeiten o.ä.
Und warum? Weil Lautes schnell wahrgenommen wird.
Ich persönlich bevorzuge das Leise - wohlwissend, dass
das oder der Leise "entdeckt" werden muss... für den
Entdecker oder Wahrnehmer steckt Mehr-Arbeit drin.
Doch es lohnt sich - meistens.
Bei diesen Andeutungen soll es auch diesbezüglich bleiben,
verbunden mit der Einladung, einfach mal im Alltag auf das
Laute und vor allem auf das Leise (und auf die schöne
Gegensätzlichkeit beider) zu achten.
Zum Ende der Sommerpause (nicht nur beim parva-verlag)
gibt es dann natürlich auch einen leisen Beitrag der 2016-
Musikeratur-Reihe: Es handelt sich um den Auszug aus dem
"Lied des Rheinmüllers", der im Musical "Eisgang", welches am
Ende des 19. Jahrhunderts spielt, weiß, dass er zu einer
leise aussterbenden Gattung gehört. Sein Lied über sein
"Sein" stellt das Lieblingslied des Komponisten dar ;-)

Laut-leise Grüße - Euer Mt


Zur Lage der Aktion (31.07.2016)
94 - Von Worten, Federn, Handtüchern und Menschen


Worte können mehr als Waffen, die Feder ist mächtiger
als das Schwert... In den acht Tagen Urlaub (ja, ich weiß
diesen Luxus zu schätzen) habe ich ein Machtinstrument
ganz anderer Art kennen gelernt: das Handtuch!
Nur damit legitimiert sich der Frühaufsteher für das In-
Besitz-Nehmen einer Liege am Pool. Und hier ist es so,
wie wir es häufig bei Formel1-Fans mit schwächeren
Englischkenntnissen hören: Das ist die wahre Pool-Position!
Und von dort aus wiederum kann man etwas Herrliches
betreiben: Menschenstudie! Doch hier rate ich zur Vorsicht.
Sobald man zu persönlich schriebe, könnte man mindestens
Unmut auslösen und damit wieder beweisen: Worte können
mehr als Waffen, die Feder ist mächtiger als das Schwert.
Eine angenehme Sommerzeit - ob am Pool, Pol, in Polen
oder sonstwo - wünsche ich allen. Mit Positiven Grüßen ;-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (27.07.2016)
93 - Tränen-Meer


Eine Woche ist es her, da wandelten sich die Tränen
der Verzweiflung eines berühmten portugiesischen
Nationalspielers innerhalb von gut eineinhalb Stunden
in Freudentränen.
Wenige Tage ist es her, da verwandelte sich die
Ausgelassenheit eines Nationalfeiertages innerhalb
von Augenblicken in ein Meer von Tränen der Wut,
der Verzweiflung und der Hilflosigkeit.
"Die Welt ist im Wandel", heißt es zu Beginn von
"Herr der Ringe" - "Die Welt steht Kopf", meinte
mein Kollege letzt. Beides wahre Worte!
... Die Sommerzeit ist angebrochen! Zeit für Ruhe
und Frieden. Oder nicht? Zeit der Muße und für
die Muse, oder? In einem sehr berührenden Lied
aus den 90ern heißt es: "Sag mal weinst Du oder
ist das der Regen, der von deiner Nasenspitze tropft?"
Tröstend die Schlusszeilen des Refrains:
"Komm her, ich küss den Tropfen weg.
Probier ihn, ob er salzig schmeckt."
Salzig - wie das Salz in der Suppe, wie das Salz im
Meer des Urlaubsortes...
Wohin auch immer euch da draußen eure Sommer-
Reise(n) auch führt/n, ich wünsche euch eine Zeit
der Freudentränen-Meere und voll Segen-Regen.
Und passend dazu den Juli-Beitrag der "Musikeratur"-
Reihe: ein Auszug des Spontandemos zu "Sommerregen".

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (03.07.2016)
92 - Immer Weiter


"Wenn ich aus den Fehlern dieser Welt /
Erklärn müsst, worum's im Leben geht /
Dann: ... dass es immer weitergeht."
Ein/e echte/r parva-Kenner/in erkennt diese schlichten
Verse sofort: "Immer weiter" aus "Seelenfutter" - richtig!
* Zu kaum einer Zeit passt der Song besser als zu dieser:
Hannover hat Ferien, Mainz wartet noch zwei Wochen,
Karlsruhe fängt an, wenn's für die Ersten wieder losgeht.
* Zu kaum einer verstorbenen Promi-Person (und davon
gibt's leider grad wieder sehr viele) ist das Lied besser
passend als zu Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud
Spencer, dem Tausendsassa: Denn neben den beliebten
Haudrauf-Filmen war er Olympischer Schwimmer, Komponist
und Erfinder... Besonders sich selbst konnte er stets
neu erfinden - gleichzeitig blieb er sich dabei immer treu.
Wer das in seinen eigenen Worten erleben möchte, dem
lege ich seine Autobiographie ans Herz - mit der er sich
selbst ein kleines Denkmal geschaffen hat (und das Geschenk,
zu Lebzeiten die Dankbarkeit und Zuneigung vieler Menschen
zu erfahren, erhielt) und mit der er uns einen Schmunzel-
fingerzeig gibt: ... dass es immer weitergeht.

Euer Mt

PS: Und nächstes mal geht es auch mit der "Musikeratur" weiter ;-)


Zur Lage der Aktion (19.06.2016)
91 - Von VOLLtreffern und ErVOLLgen


Katholiken-Tag und RheinlandPfalz-Tag sind geschafft.
Der All-Tag ist zu meistern...
Zeit für ein "parva"rme Worte zur Halbjahresbilanz:
Passend zur EM waren die parva-Auftritte allesamt
VOLLtreffer... Und sollte jemand fragen, woran man
deren ErVOLLge misst - so kann der parva-Künstler
nur sagen: an der (inneren) ErFÜLLung :-)
Und jetzt? Ist die Puste ausgegangen?
Das nicht gerade... aber: Kunst braucht Zeit.
Und die wird es geben. Und die wird genutzt.
Für die zweite Jahreshälfte:
... z.B. für www.eisgang-musical.info
... oder für Hörspielprojekte
... oder für Weihnachtsaktionen und einiges, was
bereits in das Jahr 2017 hineinreicht.
Auf eine erFÜLLende Zeit - euch und uns allen.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (05.06.2016)
90 - Vorher - Nachher - Mittendrin


Auftritte! Hektisches Treiben vorher,
erleichterte Begeisterung nachher...
und mittendrin: Rausch!
Zugegeben, nicht immer...
aber die drei Auftritte auf dem Katholikentag in Leipzig
gingen doch alle in diese Richtung.
Vieles davon ist nachzulesen auf der Seite von
junger-chor-nackenheim.de ... oder bald(igst) auch hier :-)
Warum jetzt noch nicht?
Nun weil der parva-Künstler zwar vom Katholikentag aus
gesehen im Nachher, bzgl. des Rheinland-Pfalz-Tages im
Vorher steckt: 05.06.16, 16.20 Uhr, erp-Bühne, Alzey!
Und mittendrin - also für jetzt gibt's den aktuellen
Juni-Beitrag der diesjährigen Musikeratur-Reihe... ein kleiner
beeindruckender Text einer großen beeindruckenden Künstlerin.
Und demnächst mehr ... oder noch mehr ... und noch mehr.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (22.05.2016)
89 - Von Welt-Konzepten, -Ideen und -wünschen


Mal wieder Jubiläum (diesmal das der Schule),
mal wieder Akademische Feier (diesmal zu Beginn des WEs),
mal wieder eine Festrede (diesmal zur Schulnamensgeberin)...
und plötzlich - Bäm! - nistet sich ein Ausdruck im Gehirn fest.
Schule müsse sich immer fragen, so der Festredner sinngemäß,
welches "Konzept von der Welt" sie vermitteln will - welche
Idee, welches Verständnis.
Höchst interessante Frage: Ist die Welt grundsätzlich gut oder nicht?
Was ist in diesem Zusammenhang eigentlich das Gegenteil von "gut"?
Viele behaupten ja, wir leben in einer "kranken Welt", und verweisen
auf die vielen schrecklichen Nachrichten tagtäglich... Mmmh! (*grübel)
Doch dann stolpere ich über ein Plakat mit dem Slogan: "Werde
Welt-FAIRänderer". Und sofort fällt mir der Song von Michael
Jackson ein - "Heal the World", "Heile die Welt". Was musste er
dafür so oft Spott und Häme ertragen! Dabei stecken in seinem Titel
für mich zwei unabsprechlich wichtige Dinge zum Thema drin:
1. Auf der Suche nach einem "Welt-Konzept" muss man auch seinen
Wunsch (oder auch mehrere) für diese unsere Welt formulieren.
2. Ich bzw. jeder kann seinen/ihren Beitrag bei der Wunsch-Erfüllung
beitragen ... halt als Welt-FAIRänderer.
Die Formen dazu sind vielfältig ... und können noch so klein sein:
in Kindererziehung, Gruppenstunde, Freundeskreis, Konzerten,
Engagement in Vereinen und Gruppen, ... oder beim Katholikentag;-)
Um dem erhobenen Moral-Zeigefinger noch ein lächelndes
Gesicht zu verpassen, stelle ich zwei Schmunzelzitate ans Ende, die
thematisch meines Erachtens total passen. Sie stammen aus dem
Munde von Lt. Frank Drebin, der Hauptfigur in den "Die nackte Kanone"-
Teilen. Er formuliert zwei seiner Film schließenden Weltwünsche so:
"Ich möchte eine Welt, in der Würmer und Insekten endlich wieder
schmecken. Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken
kann, ohne Ausschlag zu kriegen." Mit diesem schönen Schlussappell
beginnt übrigens auch das Lied "Friedenspanzer" von "Die Ärzte".
...bis in zwei Wochen zum nächsten Einblick in die parva-Welt!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (08.05.2016)
88 - Von GeMAInschaft


Der Mai ist gekommen – und mit ihm eine emsige sonnen-
durchtränkte Betriebssamkeit beim parva-verlag:
… einmal für den Katholikentag in Leipzig. Kaum zu glauben,
aber wahr: Heute in drei Wochen sind die drei parva-Auftritte
schon gelaufen. Am Samstag, dem 28.05.16 geht es nämlich
dreifach rund: 13 Uhr - „Seelenfutter“, 16 Uhr - „Junge Messe“
und 19 Uhr - „Seelenfutter“ (featuring „Junge Messe“) ...
Das wird sportlich, das wird toll! Genaueres: siehe Flyer!
… und dann für den Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey. Dafür geht
es heute in vier Wochen rund: Sonntag, 5.6.16, 16 Uhr
... siehe auch: Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey
… bleibt nur die Frage: Wozu solche Veranstaltungen?
für ein harmonisches Miteinander oder - dieses Wortspiel sei
gestattet - für die GeMAInschaft.
Hierzu passt der Mai-Beitrag der diesjährigen "Musikeratur"-
Reihe: ein Textauszug von "IschDischLieb"-Autor Ingo Deris,
vermusikalisiert vom parva-Künstler. Und dieser sendet damit
harmonisch-gemeinschaftliche wonnig-sonnige Grüße

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (24.04.2016)
87 - Von Diamanten und Perlen


"Purple Rain, Puhurple Rain" erschallt es seit Donnerstag
wieder über den Äther. Der Ausnahmekünstler Prince ist mit
57 Jahren gestorben. Einem Michael-Jackson-Fanatiker und
Prince-Bewunderer wie dem parva-Künstler sei es erlaubt,
den einflussreichen Künstler heute selbst zu Wort kommen
zu lassen - in der Übersetzung (s)eines Lieblingsliedes:
Diamonds and Pearls / Diamanten und Perlen (der Liebe)
Heute ist der Tag, an dem du mich sagen hörst,
dass ich nie weglaufen werde.
Ich bin hier für dich, Liebe ist für zwei gedacht,
jetzt sag mir, was du tun wirst.
Wenn ich dir Diamanten und Perlen geben würde,
wärst du ein glückliches Kind
wenn ich könnte, würde ich dir die Welt geben,
aber alles, was ich dir anbieten kann, ist meine Liebe.
Wer von uns hat recht, wenn wir immer kämpfen,
warum können wir nicht einfach die Liebe entscheiden lassen.
Bin ich der schwächere Mann weil ich verstehe,
dass die Liebe das Kommando führen muss.
Wenn ich dir Diamanten und Perlen geben würde ...
Es wird eine Zeit kommen, da die Liebe durch dich hindurchfegt
und alles wonach du suchst, wirst du finden.
Das wird die Zeit sein, in der alles so hell strahlt,
dass du farbenblind wirst.
Wenn ich dir Diamanten und Perlen geben würde ...
Diese Farbenblindheit wünsche ich uns allen - oder mit MJ's
Worten zu enden: "It's all for Love - L.O.V.E." :-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (10.04.2016)
86 - Für Dich, für Euch


Eigene Stücke vor einem dankbaren Auditorium - ganz gleich,
ob es aus 100 oder nur 10 Leuten besteht - interpretieren
zu dürfen ... da geht wenig drüber. Zumindest nach Ansicht
des parva-Künstlers.
Doch einmal im Jahr gibt es da eine Ausnahme - und die war
im Jahre 2016 am 01.04. (kein Aprilscherz!). Es handelt(e)
sich um die achte Auflage des Musikalischen Themenabends -
diesmal zum Künstler Elton John. Nach perfekten biographisch
verkoppelten Ansagen wurde gemeinsam mit J.Rother das Werk
des mittlerweile 69-jährigen britischen Künstlers musikalisch
beleuchtet (zwei Männer, d.h. zwei Gitarren und zwei Stimmen).
Es ist wie thematisches Lagerfeuersingen ohne Lagerfeuer,
zumal diesmal mit rund 70 lautstark mitsingenden Besuchern
ein neuer Auditoriumsrekord aufgestellt wurde. Nix eigenes,
und doch: Man ist gespannt, man singt, man hat Freude - und
geht begeistert heim. Für'n Spaß, für... Ja, für was eigentlich?
Zu dieser Frage passt der Aprilbeitrag der diesjährigen Reihe
"Musikeratur - Musik und Literatur": Für Dich, für Euch.
Diesmal stammt der Text von der Mainzer Künstlerin Renate
Kaisinger ... diesmal ist das Lausch-Beispiel nicht der so
genannte FirstTake, die Spontanaufnahme eines gerade vorge-
legten Textes. Zu hören ist der Auszug einer Live-Aufnahme von
1998(!) - Es beeindruckt mich immer wieder, wie dieser noch
junge Mensch (19 Jahre) in etwas ungeübter Form diese lebens-
weisen Kaisingerfragen stellt ... Und die Antwort wird klar.
Ganz gleich, ob eigenes oder fremdes Repertoire - egal vor
welcher "Masse" ... Es ist für dich, für euch, für mich ...
für uns :-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (27.03.2016)
85 - Von Schwerem und Beschwingendem


"Suchen und Fragen - Über das Schwere und den Schwung"
ist zu lesen auf dem Plakat zur Andacht an Gründonnerstag.
Schwer wiegt so einiges - die allgegenwärtige Angst vor
Terror. Oder auch die Ereignisse, derer wir in den Kar-
tagen gedacht haben ...
Mit Schwung dagegen erfüllt einen z.B. der Sonnenschein,
der sich als erster Frühlingsbote hie&da durchgemogelt
hat. Oder auch das große Ereignis, das heute gefeiert wird:
Ostern - für Christen das Fest der Auferstehung. Doch auch
Kirchenfernen kann es eine Stütze (oder auch nur ein
Gedanken anstoß sein: Jedes Ende ist ein Anfang ... auch
der Tod. Passend dazu ist der neue Musikeraturbeitrag
die (erste, noch demohafte) Umsetzung eines Textes von
Claudia Höly - für den verstorbenen Vater einer Freundin.
Und so sende ich schwunghafte Oster-Grüße

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (14.03.2016)
84 - Von reihenweise Außerordentlichem


Außer der Ordnung ... außer der Reihe gibt's heute(!)
einen Tag später keinen "echten" Blog - und auch (noch)
keine Märzausgabe der "Musikeraturausgabe"*!
Dafür ist bis übernächste Woche unter diesem Link hier:
LINK
die Möglichkeit gegeben, in die aktuelle Liverunde
von "Seelenfutter (vor erlesenem Musikpublikum auf dem
Jakobsberg) hineinzuhören. Es singt und spielt der parva-
Künster mit Christof Enders (Klavier, Ukulele, Cajon),
die Kurzgeschichten werden vorgetragen von Axel Senn.
Viel Spaß und gute Zeit!

Euer Mt

* keine Angst: Bei Blog 85 geht's damit weiter!


Zur Lage der Aktion (28.02.2016)
83 - Von Schwerem, Großem und Beseelendem


Schwere Kost bieten Leben und Werk einer nicht weit bekannten
Schriftstellerin aus Alzey: Elisabeth Langgässer (1899-1950).
Ohne intensive Kenntnis von Bibel und Mythologie, ohne ein
gewisses Maß an historischer Bildung (speziell 20.Jahrhundert)
kommt man hier nicht weit.
Doch wenn man sich's wagt, eröffnet es Horizonte. Um Gelegenheit
zur Erweiterung dessen zu bieten, schuf der parva-Künstler vor
etwa neun Jahren "Das Langgässer-Projekt - eine musikalisch-
literarische Annäherung". Mehrere Aufführungen im Kleinen - u.a.
im Rahmen von "Rheinhessen liest" oder einmal (im Auszug) fürs
"Deutschland-Radio" - folgten. Doch nun am 18.02.2016 wurde das
Projekt erwachsen. Mit sehr guten Sprechern, einem bombastischen
Chor sowie einem gewaltigen Orchester (dessen Arrangement Mt-
Freund Christof Enders erstellt hatte) wurde das 45-minütige Werk
im Jubeljahr der Schule ("25 Jahre Elisabeth-Langgässer-Gymnasium
in 175 Jahre Schultradition") sowie zur 200J.-Feier Rheinhessens
zu etwas ganz Großem. Darin waren sich alle einig: Akteure wie
Auditorium. So wurde etwas Schwer-Zugängliches zu etwas, das zum
Nachdenken anregt ... das vielleicht sogar ein Stück beseelt.
Danke allen, die das möglich gemacht haben - und allen, die jetzt
neugierig werden ;-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (14.02.2016)
82 - Ras(t)en und Ros(t)en


"FASTenZEIT = RAST-Zeit" - so steht es am Raum der Stille
(m)einer Schule - jede zweite große Pause ist dort Gelegen-
heit, sich für einen Moment dem Alltagstrubel zu entziehen.
Doch statt zu rasten, sind viele nur am (Vorbei-)Rasen ...
vielleicht aus Angst zu rosten? Ich weiß es nicht.
Bei der "t"-Schwäche meines Rechners komme ich dabei von
"Rosten" sehr schnell zu "Rosen" - einem Sinnbild der Liebe,
für welche der gute Valentin von Terni steht - der Namens-
geber des heutigen Valentinstages.
In diese Zeit der Besinnung, zu diesem Tag der Innigkeit
passt das Februar-Stück der 2016-"Musikeratur"*-Reihe ...
die Demoversion einer Vertonung Irischer Segenswünsche:
Mögen die Regentropfen sanft auf unser Haupt fallen
Möge der Wind unsern Geist beleben
Möge der Sonnenschein unser Herz erleuchten
Mögen die Lasten des Tages leicht auf uns wiegen
Und möge unser Gott uns hüllen in den Mantel seiner Liebe
... mit den besten Wünschen!

Euer Mt

* "Musikeratur" ist zur Erinnerung die Mischung aus
MUSIK und LITERATUR - von der es monatlich einen neuen
kleinen "Leckerbissen" geben wird ;-)


Zur Lage der Aktion (31.01.2016)
81 - Von Tollem und ganz Tollem


In Mainz ist sie schon richtig ausgebrochen: die närrische Zeit.
Wem dieser Satz bekannt vorkommt, der ist TOLL! Beweist er/sie
doch, dass ihr/ihm der letzte Blog vertraut ist ;-)
Der Fastnachtssonntag soll (wie jetzt bekannt wurde) vom parva-
Künstler und seiner Band GALLant bei einer TV-LiveShow des SWR
bestritten werden. Das ist auch TOLL! Wie der Songbeitrag selbst.
Genauer gesagt - der Liedtitel: "TOLL!".
Dem Texter & Komponisten war und ist im Refrain ("Wir sind toll,
wundervoll") die Doppeldeutigkeit des Wortes TOLL wichtig. Da ist
zum einen der Fastnachtsaspekt: das Adjektiv der "TOLLen Tage"
müsste bekannt sein. Doch auch das Selbstlob "Hey, wir sind klasse!"
ist meines Erachtens wichtig und - äh, ja - halt TOLL!
Frei nach dem Motto eines berühmten Baumeisters: "Können wir das
schaffen?" Und alle antworten: "Jo, wir schaffen das!" ... und ich
füge an: "Warum?" ... und alle antworten: "Denn wir sind TOLL!"
Also, Sonntag, 07.02.2016, 16-18 Uhr,
Närrischer Ohrwurm im SWR-Fernsehen.

Gucken, freuen ... und nie den Blick für das TOLLe verlieren :-)
Bis zum nächsten (B)LOGBUCH-Eintrag - am Valentinstag. Übrigens:
Liebe ist auch etwas TOLLes! Etwas ganz TOLLes

Euer Mt

PS: Und nächstes Mal geht's weiter mit der "Musikeratur" ;-)


Zur Lage der Aktion (17.01.2016)
80 - Von Lustigem, Traurigem und dem dazwischen


In Mainz ist sie schon richtig ausgebrochen: die närrische Zeit.
Helau hier, Narrenkappen dort ... da gibt es viel zu lachen.
Das ist schön ... und das ist auch gut so.
Um uns herum gibt es aber auch so vieles, was einem Angst macht,
was traurig stimmt - oder einen einfach aufhorchen lässt.
Politisch, gesellschaftlich, doch auch im Privaten und Kleinen.
Zwei Gedanken sollen hier zu Wort kommen, die wohl irgendwo
dazwischen liegen - da sie mit "Hoffnung" zu tun haben.

Da ist zum einen die E-Mail eines Freundes über (s)eine Begegnung:
"Viele neue Gesichter heute, u.a. ein frisch verheiratetes Ehepaar,
etwa in unserem Alter. Sie sagt: Seit sechs Monaten. Er sagt: Nein,
seit acht! Sie: Oh, stimmt. Ich: Normalerweise weiß die Frau das
besser, der Mann weiß nur, dass er verheiratet ist. Er: Und wir tragen
den Ring, damit wir das nicht auch noch vergessen. Alle lachen.
Ja, und dann haben sie erzählt, wie er über Griechenland, Mazedonien,
Balkanroute vor ein paar Monaten nach Deutschland gekommen ist, sie
aber ein paar Wochen später mit dem Boot übers Mittelmeer und Italien,
dass sie nur froh sind, dass sie jetzt wieder zusammen sind.
In der Zeitung kann man ja vieles lesen, aber das so aus erster Hand zu
hören: Uff.
Und zum anderen ist da der von einem Kollegen ausgewählte Text für
jemanden, dem etwas Schreckliches geschehen ist, was sein Leben völlig
verändert hat: DAS ist die Eröffnung der "Musikeratur"*-Reihe, also
der JANUAR-Text, dem hoffentlich noch viele in 2016 folgen werden:
Eines Tages / Wird der Abgrund hinter dir liegen
Die Hoffnung soll uns erzählen
Von der Einkehr der Freude in den Haus
Von wärmeren Tagen / Die den Mut wachsen lassen
Lass uns träumen davon
Wie es sein wird / Wenn die Fessel der Angst sich löst
Und du aufbrichst in ein Land / Das Leben verspricht
Eines Tages / Wird das Gestern dich nicht mehr gefangen halten
Und Frieden wird einkehrn in dein Herz ...
(aus "SchneckenHausZeit")
Die erste "Musikeratur"-Demoversion zu hören gibt es HIER.

Euer Mt

* "Musikeratur" - Musik und Literatur ... spontan vermusikalisierte
Lyrik-Texte vom parva-Künstler ;-) Auf ein "harmonisches" Jahr 2016!


Zur Lage der Aktion (03.01.2016)
79 - Von Telefonbüchern und Schneckenhäusern


Frohes neues Jahr! Alles Gute für 2016!
Worte - ob prosaisch oder lyrisch, ob künstlerisch oder sperrig -
haben Musik in sich. Manche Menschen hören sie, manche nicht.
Und manche mögen es, diese für andere hörbar zu machen.
Elton John (Musiker des diesjährigen Musikalischen Themenabends
Anfang April in Nackenheim) sagt man nach, er könne das Telefon-
buch vermusikalisieren. Und bei einer Show wurde ihm auch schon
mal eine Gebrauchsanweisung in die Hand gedrückt, die er unter
großen Gelächter (er lachte am meisten!) live am Flügel vorsang.
Dem Haus- und Hofkomponisten des parva-Verlags hätte dies auch
großen Freude bereitet ... statt des Telefonbuchs hat er sich aber
bisher eher an Bibeltexte, Kinderbücher oder Gedichte gewagt.
In diesem Jahr soll in jedem Monat ein Text in den Mittelpunkt gerückt
werden, dessen Spontanumsetzung (in Demo-Form) dann auch hörbar
sein wird. Im nächsten Blog geht es los - mit einem Text aus dem tollen
Bändchen "Schneckenhaus-Zeit" ...
Bis dahin heißt es: Mailt dem parva-verlag Texte, die Ihr gern mal in
Singform hören würdet. Ob selbst geschrieben oder selbst entdeckt,
egal. Ganz gleich, ob aus einem Gedichtband ... oder einem Kochbuch.
Auf dass die 2016er-Monate textlich und musikalisch gefüllt werden.
Mal sehen was passiert - bei diesem Experiment oder überhaupt 2016!
Um Fußballkaiser Franz zu zitieren: "Schaumerma!" Alles Gute!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (20.12.2015)
78 - Von dieser Nacht


Heilig Morgen - der Abend noch weit entfernt
Weiße Weihnacht - viel besungen, kaum in Sicht
Voll beladen wie ein Rentier sink ich auf eine Bank
Um zu sehn, was noch zu besorgen ist.
Süßer klingen die Kassen nie als zu dieser Zeit
Still und starr ruht vielleicht der See, doch nicht mein Puls
Plötzlich schreck ich hoch, blick in die Augen einer Frau
Unbemerkt, zeitlos, lächelnd, stumm.
Sie schaut mich tröstend an, hält mich fest in ihrem Bann
Öffnet ihren Mund und fängt zu singen an:
Diese Nacht - schenkt deiner Zeiten Anfang
Diese Nacht - ganz gleich, woran du glaubst
Diese Nacht - beschert uns allen Wunder
Drum: Lege nur all dein Vertraun in - diese Nacht.
Heilig Mittag - der Abend fast greifbar nah
Still und unerkannt beende ich die Hast
Auf dem Heimweg aus dem Zentrum sehe ich erneut die Bank
Meines Morgenstraums. Was soll's? Noch einmal Rast.
Eine junge Frau sitzt dort, ein Teelicht brennend auf dem Schoß
"Kann ich helfen?", frage ich - sie lädt mich ein
Zum Gedankentausch, erzählt mir: Ihr Oma saß einst hier
Stets an diesem Tag in die heilge Nacht hinein.
Es komme ihr so vor, als wär sie heut an diesem Ort
Und sänge jeden hier ihr Lied noch einmal vor:
Diese Nacht - schenkt deiner Zeiten Anfang ...
Diese Nacht - lässt jeden neu beginnen
Diese Nacht - ganz gleich, woran man glaubt
Diese Nacht - schenkt uns allen Einkehr
Legen wir nur unsre Hoffnung in - diese Nacht.
Heilig Abend - den Tag tief ins Herz gebrannt
Oh du fröhliche stille Nacht.
Mit diesem Liedtext von 2014 wünsche ich
FROHE WEIHNACHT 2015 und einen guten Rutsch ins Jahr 2016!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (06.12.2015)
77 - Wenn ich an Weihnacht denk


Frohen Nikolaus! Frohen 2. Advent!
Strammen Schrittes geht es auf Weihnachten zu.
So auch bei dem hiesigen Radiosender SWR1, der seit
einigen Jahren in dieser Zeit einen Weihnachtssong-
contest ausrichtet.
Vor zwei Jahren ergab dies eine Live-Version:
Beitrag1
2014 die unfertige Aufnahme eine schönen Geschichte:
Beitrag2
Der diesjährige Beitrag ist zwar schon zwei-, dreimal
vorgestellt worden, ist aber noch nicht im Vorentscheid.
Dennoch folgt hier der Text zu Beitrag3 von 2015:

Wenn ich an Weihnacht denk
Durchdringt mich augenblicklich ein gutes Gefühl
Wenn ich an Weihnacht denk
Dann merk ich auch: Zu tun gibt's bis dahin doch noch sehr viel
Und ich blick zurück, wie's früher war
Freudig glühend im Advent
Und war Heilige Bescherung da - dann
War endlich Weihnacht
Ja, das war Weihnacht
Wenn ich an Weihnacht denk
Erklingn Gedichte-Lieder tief in mir
Wenn ich an Weihnacht denk
Dann seh ich ab September Schnäppchen dort und hier
Man trifft Freunde auf dem Weihnachtsmarkt
Sieht die Stadt fein rausgeputzt
Und bei Glühwein-, Zimt- und Tannendurft wird klar
Jetzt ist Weihnacht
Das ist wohl Weihnacht
Zeit der Einkehr, Zeit des Lichts, Zeit der Einsamkeit
Zeit für andre, Zeit für sich, Zeit für Streitigkeit
Zeit fürs Christkind, Zeit für Kitsch
Zeit für Stille, Zeit fürs Fischbesteck
Zeit für Kirche, Zeit für Heim(e)lichkeit
Zeit für Liebe, für Heiligkeit
Wenn ich an Weihnacht denk
Dann wünsch ich mir natürlich ganz brav Frieden für die Welt
Wenn ich an Weihnacht denk
Dann glaube ich, dass fester Glaube jeden Mensch erhellt
Von der ersten bis zur letzten Tür
Zwischen Schneefall und Kamin
Irgendwo von einst bis heut - dort
Ist wahre Weihnacht
Das alles ist Weihnacht

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (22.11.2015)
76 - Begegnungen entgegen


Mainzer Büchermesse - klein, aber fein!
Mainzer Büchermesse - noch heute in (Überraschung!) Mainz.
Mainzer Büchermesse - Zeit für Begegnungen...
auch mit dem parva-verlag (ebenfalls klein, aber fein!).
Doch auch wer nicht grad in der Mainzer Gegend ist, kann
dem kleinen Verlag mit den großen Ambitionen begegnen...
z.B. hier: Kinderfastnachtsposse "Mainzer Stadtmusikaten"
im Video zum Beginn der fünften Jahreszeit (Kinderposse!)
z.B. hier: AdventsKalenderGeschichte "Der kleine Flötenspieler"
zum Beginn der Vorbereitungszeit auf Weihnachten, dem Fest
der Liebe & des Lichts ...und beides hat die Welt grad nötig!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (08.11.2015)
75 - Von Vorwort und Vortat


Es ist ein moderner Mythos, dass die Zeit vor dem
Heiligen Abend stressig ist, weil man sooooooooooo
viel noch tun muss... Aber eins ist unbestreitbar:
Vorbereitung (egal, für was) ist natürlich wichtig.
Bei einem Werk wie der in diesem Monat erscheinenden
AdventsKalenderGeschichte "Der kleine Flötenspieler"
(Buch + zwei Hörbuch-CDs) verhält es sich genauso.
Viel Vorbereitung steckt drin: angefangen bei der
Idee, über das Schreiben, Malen (lassen), Layouten
(lassen) bis hin zum Aufnehmen und Mischen (lassen).
Und dann braucht die "Tat" auch noch das "Wort" -
das Vorwort. Und hier ist es:

"Früher hatten wir allenfalls einen Adventskalender
mit Bildchen drin." - "Ja, Papa", sagte ich damals
und nahm meinen Schoko-Kalender entgegen.
"Früher hatten wir allenfalls einen Adventskalender
mit Schokolade drin." - "Ja, Papa", meint mein Bub
heute und nimmt seinen Playmobil-Kalender entgegen.
Zugegeben: Ich freue mich auch sehr über meinen Lego-
Kalender oder höre gespannt jeden Tag im Dezember
einen der 24 Tracks meines adventl. Krimi-Hörspiels.
Der (Ge-)Brauch des Adventskalenders hat sich offenbar
gewandelt in Form&Inhalt... ist vielfältiger geworden.
"Der kleine Flötenspieler" kommt in der Form eines
BUCHs mit einer dezembertäglich fortlaufenden Ge-
schichte sowie jeweils passenden Bildern PLUS zwei
Hörbuch-CDs daher.
Inhaltlich nähert sich die "AdventsKalenderGeschichte
zum Lesen, Schauen und Hören" der Grundidee von "Advent":
der Vorbereitung auf Weihnachten, einen ganz besonderen
Geburtstag.
...und ein solcher bedarf natürlich Vorbereitung ;-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (25.10.2015)
74 - Vom Circle-of-Life und Circle-of-Jahreskreis


Heute in fünf Wochen ist 1. Advent - unfassbar!
Und was bedeutet das? Dass vier Wochen drauf
Weihnachten vorbei ist. Oder anders ausgedrückt:
In 9 1/2 Wochen (Ulala!)... ist das Jahr 2015 rum!
Zeit, diesem (B)Logbucheintrag wieder etwas mehr
Aktualität und Vorausschau zu verleihen: Wie ist
denn nun "die Lage der Aktion"? ... der Aktionen?
Wohlan! Im November endet ein ruhiges Verlagsjahr
mit der Mainzer Büchermesse (inkl. Musik-Lesung),
auf der (Achtung, Achtung!) das neueste parva-Werk
vorgestellt wird: "Der kleine Flötenspieler - Eine
AdventsKalenderGeschichte... zum Lesen, Schauen
und Hören". Letzteres dank einer Doppel-Hörbuch-CD,
eingesprochen von Axel Senn - mit parva-Musik :-)
Und dann geht's rund: In der Weihnachtszeit ent-
sendet die parva-Musikschmiede zunächst einmal
den dritten Weihnachtssongcontest-Beitrag in Folge
und wird auch wieder ein Krippenspiel produzieren.
Die Fastnachtszeit wird's Künstlerisch auch in sich
haben - u.a. mit der nächsten Kinderfastnachtsposse.
Neben kleineren "Seelenfutter"-Lesungen geht es dann
Ende Mai "doppelt" zum Katholikentag nach Leipzig:
mit "Die Junge Messe" und "Seelenfutter"!
Auch die Buch-Messen werden nicht zu kurz kommen.
Doch in erster Linie wird 2016 ein Jubeljahr:
Im fünften parva-Jahr gibt es erst eine Chor- und
Orchesteraufführung von "Das Langgässer-Projekt"
zum 150-jährigen Jubiläum der gleichnamigen Schule
in Alzey (18.02.2015). Anfang Juli gibt es zur
1250-Jahr-Feier des kleinen Ortes Mommenheim eine
Wiederaufführung des Kindersingspiels "Auf den
Spuren von Mommenheim". Und im November lässt ein
Musical-Mammut-Projekt (anlässlich des 200-Jahre-
Rheinhessen-Jubiläums) das Jahr mit einem dollen,
künstlerischen Feuerwerk enden... Und dann? Dann
ist Advent und Weihnachten - und somit schließt
sich der Kreis. Der Circle of Jahreskreis.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (11.10.2015)
73 - Vom Neuen und vom Morgen


Heute folgt der letzte Song aus "Prinz & Engel":

--- der TEXT:
In Meereslichter eingetaucht
Durchwandern Zeit und Raum
Der Wind dreht sich, ein Möwenschrei
War das alles ein Traum?
Der Blick schweift einen Augenblick
Zum Dünenhorizont
Abendwellen rauschen auf
Du reichst mir die Hand
Ein neuer Morgen - in dir geborgen
In diesem Augenblick - für jetzt und allezeit
Ein Hauch bläst wärmend ins Gesicht
Beklommen ganz allein
Die Wolkendecke bricht - Licht siegt
Wird es immer so sein?
Gezeiten werden neu sortiert
Der Abend bricht herein
Die Schattenspur im Sand verweht
Doch du, du wirst es sein
Ein neuer Morgen - in dir geborgen
In diesem Augenblick - für jetzt und allezeit
In alle Ewigkeit

--- der HINTERGRUND:
Um den Text (wie das ganze Werk) wirken zu lassen
und um keinem (erst recht mir nicht) diese Verse
zu zerreden, sage ich NICHTS dazu: Nichts!
... außer einem dreifachen Wunsch dazu: Lest ihn,
singt ihn und spürt es - das Neue und das Morgen!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (27.09.2015)
72 - Vom eignen Rhythmus


Ich hoffe, jeder hat sie schon mal gesehen - oder
hat es sich zumindest vorgenommen: die Kömödie
"Cool Runnings" aus den 90er Jahren...
Worum geht's? Um die urige Geschichte der ersten
jamaikanischen Bobmannschaft bei den olympischen
Spielen. Ganz auf das Vorbild der großen Schweizer
fixiert ("Eens, zwee, drüü!") erleben sie zuerst
eine peinliche Pleite. Doch als sie sich auf das
konzentrieren, was sie sind ("Alles, was ich kann,
ist Jamaikanisch") kommt es zum großen AHA bei
den Zuschauern und auch bei ihnen: "Fühl den
Rhythmus, fühl die Musik, dieser Bob führt uns
zum Sieg."
Warum erzähl ich das? Weil es mich schwer über-
zeugt, dass das Beste, was man geben kann, man
selbst ist - und dies nur klappt, wenn man den
eigenen Rhythmus findet...
Vom Sein und Tun - der TEXT:
Nicht der du sein sollt, bist du,
Sondern der du sein willst, wirst du,
Wenn du tief in dich hörst
Auf deine eigne Melodie.
Nicht immer heiter klingt sie
Das muss auch nicht sein.
Nicht was du tun sollst, musst du
Sondern was du dir wünschst, tust du
Wenn du dem Rhythmus folgst
Zu deinem eignen Lebenspuls.
Manchmal recht traurig wirkt es
Das darf auch mal sein
Vom Sein und Tun - der HINTERGRUND:
Die Satzkonstruktionen sind versch(r)oben.
Doch irgendwie passt das - denn so kann sich
jeder den Satz basteln, wie er ihn braucht...,
wie er zu ihm (oder ihr) passt. Und ganz wichtig
der Zusatz: "Nicht immer heiter... Das muss auch
nicht sein." Ich bin kein Freund davon, jeden mit
seiner etwaigen schlechten Laune runterzuziehen.
Aber - in der Familie, unter Freunden - darf man
so sein, wie man ist. Und manchmal ist das eben
auch nicht strahlend happy. Darf auch mal sein.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (13.09.2015)
71 - Von Vorfreude und Nervensache


Der letzte, alles entscheidende Elfmeter. Mehrere
tausend Fans im Stadion gröhlen... zig Millionen
an den Bildschirmen. Nur noch dieser eine Schuss
muss reingehen. Dann ist es erreicht. Monate der
Vorbereitung haben sich ausgezahlt. Strapaziöse
Wochen des Turniers mit Höhen-Tiefen finden ein
fulminantes Ende. Nur noch dieser eine Schuss...
Anlauf - Schuss - Außenpfosten! KEIN TOR!
Vielleicht schon als Zuschauer und Mitfiebernder
erlebt - vielleicht sogar als Akteur: das Ziel zum
Greifen nah. Titel meines Prinz&Engel-Lieblingssongs:
Vom Nahen und Greifen - der TEXT:
Allmählich fügt es sich zusammen
Wie eine Kerze im Dunkeln bringt
Es Licht ins schwarze Loch voller Fragen
Als wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht
Vor lauter Tönen hört man kein Lied
Zum Greifen nah... Zum Greifen nah... Zum Greifen nah... ist das Ziel
Nur ein paar Puzzleteilchen fehlen
So wie der Ariadnefaden führt
Es durch die Gänge des Labyrinthes
Als wenn man das Meer vor lauter Wasser nicht sieht
Vor lauter Klängen hörmt man kein Lied
Zum Greifen nah... Zum Greifen nah... Zum Greifen nah... ist das Lied

Vom Nahen und Greifen - der HINTERGRUND:
Die Situation "kurz vor dem Ziel" kennt jeder.
Die ist so "normal" wie das Akkordmuster - bewusst!
Die Refrainzeile war auch sofort da. Der Rest kam.
Und wenn ich bedenke, wie inbrünstig bei "Musikal.
Lesungen" dieses Lied mitgesungen wird, kommt mir
immer wieder der Gedanke: So einen "Elfmeter" hat
man offenbar öfter im Leben als mir bewusst ist.
Und der muss nicht zwangsläufig auf "dem" Platz
sein... Beste Grüße, Schuss und Tor!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (30.08.2015)
70 - Vom Zuhören und Hineinhören


In Michael Endes großem Roman "Momo" hat die gleich-
namige Hauptfigur eine besondere Gabe: Das Mädchen
Momo kann zuhören. Auf eine besondere, fast heilende
Art und Weise. So etwas spricht einen Hörspielfan
wie mich an ... EINE Art des Zuhörens wird im Roman
jedoch nur gestreift - die des In-sich-Hineinhörens.
Sich selbst zuhören, auf sich hören, hineinhören ...
Das ist quasi die Königsdisziplin des Hörens - und
zugleich Thema des heutigen "Prinz und Engel"-Songs:
Vom Lauschen und Hören - der TEXT:

Lausche in dich / Hör in dich hinein
Handle danach / Folge dir doch
Ganz ohne Ziel
Mit viel Vertraun
Wegweise dir
Atme tief ein / Spür deinen Impuls
Sieh deine Chance / Geh dir nur nach
Der Weg als Ziel
Mit Herz-Verstand
Ratschlage dir

Vom Lauschen und Hören - der HINTERGRUND:
Da war zunächst nur das einfach(st)e Picking (also
Zupfmuster auf der Gitarre): erst ganz leise ...
Darauf folgen die ersten Worte des kurzen, doch
meines Erachtens absolut ausreichenden Textes:
"Lausche in dich". Während der Strophe wird das
Lied immer lauter, intensiver, präsenter ... und
explodiert förmlich in einen Instrumentalteil,
der nach einiger Zeit wieder verstummt - übrig
bleibt das Anfangspicking, kaum hörbar, mit dem
Beginn der zweiten Strophe: "Atme tief ein" ...
und das Spiel beginnt von vorn. Lyrische Endpunkte
beider Teile sind zwei mir persönlich wichtige
Zeilen: "Wegweise dir!" und "Ratschlage dir!"
Momo hätte es einem durchs Zuhören nicht besser
sagen können.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (16.08.2015)
69 - Von Carpe Diem und sowas


"Wenn nicht jetzt, wann dann" - guter Spruch, guter Ohrwurm
(Höhner). Rund 2000 Jahre früher umschrieb der Römer Horaz
dieselbe Idee mit dem berühmten "Carpe diem", was wörtlich
"Pflücke den Tag!" heißt. DAS Bild gefällt mir. Der ist reif,
der Tag. Den kralle ich mir. Und wie das bei der Ernte so
ist: Da kann auch mal ein fauler dabei sein ...
Lied-Nr.6 (nach dem Instrumentalstück "Lebensmelodie") von
"Prinz und Engel" ist ein etwas sperriges, sonderbares Stück,
dessen Text allerdings gut in diese Thematik passt.

Vom Jetzt oder Nie - der TEXT:
Niemals auf die lange Bank - heute statt morgen
Nicht im Kreise drehn - geradewegs zu
Stell dich! Stell dich! Stell dich!
Stell dich! Schleich dich nicht fort!
Auf die Plätze, fertig, los - Rückschläge stärken
Aufwindfreier Fall - im Jetzt der Nie
Stell dich! Stell dich! Stell dich!
Stell dich! Schleich dich nicht fort!
Heut beginnt der Lebensrest - nicht irgendwann erst
Keine Zauderei - so kurz vor dem Ziel
Stell dich! Stell dich! Stell dich!
Stell dich! Schleich dich nicht fort!

Vom Jetzt oder Nie - der HINTERGRUND:
Starke (und vermutlich etwas inkonkrete) Sprüche - doch auch
weit passende Bilder. Inhaltlich wie musikalisch wohl als
"experimentelles Stück" einzustufen ... Ich mag's bis heute.
Und wie kam es dazu? Zum einen ist es an der Stelle, an der
der große Prinz einen Kampf auszufechten hat (wie jeder täglich
- auch wenn heute der Gegner vielleicht kein leibliches Monster,
sondern nur eine auszufüllende "Steuererklärung" ist).
Zum anderen musste für "Prinz und Engel" mal etwas Neues aus-
probiert werden: Jetzt oder Nie! Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (02.08.2015)
68 - Von freier Zeit, Freizeit und Grenzenlosigkeit


Jetzt ist es soweit. Jetzt haben wirklich alle Bundesländer Ferien!
Jetzt heißt es für Schüler (und hier auch wirklich mal für die meisten
Lehrer) freie Zeit genießen. Ob es dasselbe ist wie "Freizeit"? Mmmh?!
Ich weiß nicht recht: Den Begriff "Freizeit" verbinde ich irgendwie
mehr mit Zeitfenstern im Alltag, die man seinen Projekten widmen kann.
In der Ferien- und Urlaubszeit scheint in manchen Menschen ein Gefühl
der Grenzenlosigkeit aufzukommen - im Sinne von "Federleichtigkeit".
Und genau hierauf zielt Lied-Nr.4 aus "Prinz&Engel":

Vom Befreien und Leichtsein - der TEXT:
Was auch immer dich noch jetzt bedrückt - hab es satt
Welcher Sorgenkranz dein Haupt auch schmückt - wirf ihn ab
Breite die Flügel deiner Gedanken aus und du wirst sehen
Grenzenlos - federleicht
Zeit und Raum - nichts mehr reicht
Schattensprung - Furcht entweicht
Von Zweifeln und Fragen befreit wird das Herz federleicht
Mag auch Kummer dir das Herz erschweren - lach ihn aus
Welche Fragen auch den Sinn entleern - schmeiß sie raus
Breite die Schwingen all deiner Träume aus, du wirst sehen
Grenzenlos - federleicht ...
Was im Wege steht, die lähmt und bricht - brich hindurch
Welcher Gram dir in der Seele sticht - wird zerfurcht
Schließe die Augen, breite die Arme aus, lass es geschehen
Grenzenlos - federleicht ...

Vom Befreien und Leichtsein - der HINTERGRUND:
Zugegeben: Damals entstand das Lied nicht in den Ferien und stellte
auch kein Plädoyer für "Freizeit im Alltag" dar ... Doch der Gedanke,
sich stets um die eigenen Oasen der Leichtigkeit zu kümmern (ganz
gleich, ob als freie Zeit oder Freizeit), die Grundidee des Liedes
scheint mir doch wichtig. So wünsche ich auch oder gerade für Schüler
der Bundesländer, in denen die Ferien bald schon wieder vorbei sind,
Federleichtigkeit im wiederkehrenden. Und allen wünsche ich eine
grenzenlose Zeit - ganz gleich, in welcher Sommerphase man sich auch
grad befindet.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (19.07.2015)
67 - Von Hamstern, Rädern und geheimen Wünschen


"Was du heute kannst besorgen ..." - blablabla? Was haben
Generationen von Kindern, Schülern oder Zöglingen diesen
Spruch schon verflucht. Da saß man mal gemütlich vor seiner
Lieblingsserie oder wollte grad raus gehen, um zu spielen, da
hatten Frau Mama oder Herr Papa noch eine Idee: Müll raus-
bringen, Hausaufgaben machen/kontrollieren oder oder oder.
Später sieht das ein bisschen anders aus: Man steckt im Berufs-
und Familienleben. Hat Verpflichtungen oder Pöstchen, für die
man verantwortlich ist. Und dann - wollte man sich eigentlich
schon lange mal wieder eine Serie angucken oder raus, um
Freunde zu treffen. Doch man steckt wie in einem Hamsterrad
und finden den Ausgang zur Erholung nicht.

Vom Erliegen und Versinken - der TEXT:
Wie ein Orkan bricht es herein glutheiß
Wird rasch zu einem Gang auf dünnem Eis
Birgt ein Geheimnis, um das jeder weiß
Doch überraschend zerreißt es
Einen jeden, der im Sumpf der Zeit versinkt
Einen jeden, dem der Boden unterm Fuß zerrinnt -
Er geht zu weit
Wieder ist ein Plan vertan
Wieder ist ein Traum zerplatzt
Wieder wurd' der Strom der Zeit zu einer reißenden Gefahr
Wie ein vom Donnergroll durchtränkter Tag
Verschuldet, dass kein Frieden einkehrn mag
Erschüttert wie ein Beben bis ins Mark
Fast ohne Warnung befällt es
Einen jeden, der im Sumpf der Hast versinkt
Einen jeden, dem der Boden unterm Fuß zerrinnt -
Ein Schritt zu viel
Wieder ist ein Plan vertan ...

Vom Erliegen und Versinken- der HINTERGRUND:
Mit einer kleinen Melodie begann es 2007. Diese wurde Jahre
später zum "Hast-Motiv" im dritten Song von "Prinz&Engel",
wenn der große Prinz auf seiner Suche in einen symbolischen
Strudel gerät und sich nicht mehr auf das Wesentliche konzen-
trieren kann. Der Text kam dann ... und trifft es für mich immer
noch. Es ginge vielleicht unkomplizierter, aber es geht auch so.
Die Autorin des Buches "Besondere Mainzer" sprach in einer
Lesung davon, dass sie mit ihrem Buch Mut machen wolle, sich
mit dem, was man kann (jeder sei ja besonders und könne etwas
Besonderes) und will auseinanderzusetzen. Und geheimen
Wünschen nachzugehen. Und eben nicht ewig damit zu warten,
weil erst dies oder das oder jenes noch zu machen sei.
Recht hat sie. "Was du heute kannst besorgen ..."

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (05.07.2015)
66 - Von Liebe und Mut


"It's all for love" (Alles für die Liebe) oder
"Say it with love - L.O.V.E.!" (Sag es mit Liebe,
L.I.E.B.E.!) - nur zwei Zitate des mittlerweile
seit sechs Jahren verstorbenen Künstlers Michael
Jackson. Keine neuen Gedanken - doch zeitlose.
Und genau dieses zeitlosen Themas hat sich der
Junge Chor St.Gereon an diesem heißen Wochenende
angenommen (heute um 18 Uhr nochmal in St.Bernhard,
Mainz-Bretzenheim): Liebe, die einem manchmal
viel abverlangt. Manchmal sogar zu viel. Liebe,
für die man auch mal viel in Kauf nimmt, für die
man auch mal Mut braucht. Denn sie ist auch immer
ein Wagnis. Hierzu Song-Nr.2 aus "Prinz&Engel":

Vom NeuesWagen&ImmerWeitergehn - der TEXT:
Komm und mach dich auf
Klopf den Staub aus deinen Kleidern
Führ des Lebens Lauf
Zum Horizont und noch viel weiter
Auch die längste Reise
Beginnt mit dem ersten Schritt
Stück für Stück immer weiter
Augen auf, blicke nie zurück
Deine ganze Liebe, deinen Hass
Nimm es mit! Und mach dich auf -
Komm und mach dich auf
Klopf den Staub aus deinen Kleidern
Führ des Lebens Lauf
Zum Horizont und noch viel weiter
Auf zu neuen Ufern
Wohlan, über den Zenit
Äther, Land, Feuer, Wasser
Grenzenlosigkeit fest im Blick
Skepsis oder Sorge, Freud und Angst
Nimm es mit! Und mach dich auf -
Komm und mach dich auf ...
Noch viel weiter - immer weiter!

Vom NeuesWagen&Immerweitergehn - der HINTERGRUND:
In einer Pressemitteilung aus dem Premierenjahr
2010 heißt es: In Prinz&Engel geht es um nichts
Geringeres als um das Suchen und Finden im Leben,"
(s. letzten Blogbucheintrag) "um Fantasie und ihre
Kräfte, um den Sinn im eigenen Tun sowie um Freund-
schaft und Liebe." Da ist sie wieder: L.I.E.B.E.
Und ihren Beginn nimmt sie mit dem Aufbruch des
Prinzen, im Lied vom NeuesWagen&ImmerWeitergehn.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (21.06.2015)
65 - Von irgendwie irgendwas


Es gibt Songtexte, die fesseln einen, weil sie
eine Geschichte erzählen. Manche dadurch, dass
jede Zeile eine allgemeine Gültigkeit zu haben
scheint. Wieder andere begeistern, da sie einen
"poetisch" ansprechen ... und hier kommt nun im
Rahmen der neuen parva-Reihe ein Liedtext, den
jeder selbst einordnen darf (aber nicht muss):

Vom Suchen und Finden - der TEXT:
Unwegbare Reisen entgleisen
(Was man) Vom Leben erwartet, entartet
Was auch immer kommt, kommt so, wie es soll
Und hat seinen Sinn
Doch wie find ich nur zu Dir, zu mir?
Dort irgendwo
Dann irgendwann einmal
Und irgendwie
Finde ich Dich
Dann find ich auch mich
Zertretene Pfade sind vage
(Man kommt) Auf fast halben Wegen entgegen
Stets der Nase nach, wo der Wind hinweht
Mit Bedacht und Ziel
Doch wie find ich nur zu Dir, zu mir?
Dort irgendwo
Dann irgendwann einmal
Und irgendwie
Finde ich Dich
Dann find ich auch mich

Vom Suchen und Finden - der HINTERGRUND:
Weniger ist manchmal mehr - so dachte auch der
parva-Künstler 2009 beim Schreiben, 2010 beim
Aufführen und 2011 beim Veröffentlichen dieser
eigentlich wenigen, doch irgendwie auch sehr
"tiefen" Zeilen, die das Eröffnungsstück des
sehr persönlichen parva-verlag-Erstlingswerks
"Prinz&Engel" darstellen. Für das Werk ist es
es das Motto- und Programmlied. Für den Künstler
sind's immer wieder gern gesehene Verse. Und für
den Leser/Hörer? Wohl irgendwo, irgendwann und
irgendwie halt irgendwas dazwischen.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (07.06.2015)
64 - Von Begegnungen und Entgegnungen


So, jetzt ist sie schon wieder eine Woche her ...
die zweite Buchmesse Rheinland-Pfalz in Mainz!
Ein Wochenende lang war Zeit und Gelegenheit zum
Fachsimpeln, Werben, Reden, Erleben - und Menscheln.
Allein über diese Tage mit ihren Begegnungen und den
"Entgegnungen" könnte man Texte verfassen, die für
einen zweiten "Seelenfutter"-Band reichen würden.
(Foto- und Bildeindrücke folgen nach und nach!)
Eine besondere Begegnung war die mit einer Mainzer
Künstlerin, der ich die Inspiration zu einigen Frühwerken
zu verdanken habe ... Um die junge Tradition der parva-
Werke mit Text und Hintergrund auch nach Abhandlung
der aktuellen Lieder fortzuführen, folgt nun ein Text von
Renate Kaisinger aus Mainz, dessen Vermusikalisierung
mittlerweile gut 16 Jahre alt ist, aber immer noch in der
"Agenda"-Kiste des Verlags ruht:

Für Dich, für Euch - der TEXT:
Wie viele Stunden in deinem Leben
Hast du geweint und hast du gelacht
Wie viele Tage waren voll Freude
Wie viele Nächte kummerdurchwacht /
Wie viele Träume kamen zum Leben
Wie viele Wünsche wurden vertagt
Wie viel Gedanken weckt hell der Morgen
Worte der Wahrheit wurden gewagt/
Dein ist der Morgen, er ist voll Leben
Er ist die Hoffnung lichtheller Tag
Dein sind die Nächte, dein ist das Geben
Dein ist die Liebe, die viel vermag/
Glaub an die Worte, glaub an die Liebe
Sie trägt das Leben weit übers Land
Glaub an die Zukunft, glaub an die Träume
Nimm deine Wünsche fest an die Hand

Für Dich, für Euch - der HINTERGRUND:
1998 durfte ich bei einer Kaisinger-Vernissage dieses
Lied als eins von vier Gedichtvertonungen vortragen.
Neben mancher Lebensweisheit habe ich damals auch
gelernt: Manchmal ist weniger mehr. Während nämlich
bei den anderen Songs Schlagzeuger, Bassist, Keyboarder
oder Backgroundsänger überlegen mussten, wie sie den
Song aufmotzen, bestach dieses Lied von Anfang an durch
Schlichtheit (einstimmig, begleitet von einer Zupfgitarre)
und Einfachheit (ein Vortragsstück, das schnell ins Ohr
geht ... und wohl auch bleibt).
Mich selbst beeindruckt am meisten, dass dieser Text zu
einer Begegnung mit einem selbst einlädt. Und welche
Entgegnung man da erhält, ist für jeden eine persönliche
Überraschung ;-)

Euer Mt

Zur Lage der Aktion (24.05.2015)
63 - Von fehlenden Worten


Es gibt Momente, da ist jedes Wort zu viel.
Das können freudige, romantische oder traurige sein.
Musik ist eine Sprache, die uns genau hier hilft -
"Ein Hoch auf uns" (z.B. in der Freude),
"I just can't stop loving you" (romantisch)
... oder für die Trauer "Seelenfutter - Nr.11".

Sternengarten - der TEXT:
Erinnerungen sind kleine Sterne
Die durch das Dunkel unsrer Trauer funkeln
So sagte uns die Frau im Sternengarten
Und schenkte uns die Chance innezuhalten
Viermal schon trug sie ihr Glück zu Grabe
Noch ehe sie es selbst fassen konnte
So saßen wir mit staunendem Schweigen
Gestützt durch den gemeinsamen Glauben
Wenn ich bei Nacht den Himmel anschau
Dann ist mir als lachten alle Sterne
Weil du auf einem von ihnen wohnst
Weil du dort lachst ...
Erinnerungen sind kleine Sterne
Die durch das Dunkel unsres Kummers strahlen
So stand es auf dem Stein im Sternengarten
Und lud uns ein Gefühle freizulassen
Wir hätten dih so gerne kennen gelernt
Dir zugesehn und dich uns anvertraut
So blicken wir zurück, ins Jetzt, nach vorne
Und wissen, hier sind wir nie allein
Wenn wir bei Nacht den Himmel anschaun
Dann ist uns als lachten alle Sterne
Weil du auf einem von ihnen wohnst
Weil du dort lachst ...

Sternengarten - der HINTERGRUND:
Alles Wissenswerte findet man im Text des Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=hcl6Bhhmomg
Dessen Fotos sind auch ein schönes Ventil für
diese Momente, in denen einem die Worte fehlen.

Euer Mt

Zur Lage der Aktion (10.05.2015)
62 - Von Können, Sollen, Müssen


Et kütt wie et kütt! - Es kommt, wie es kommt.
Als Teil des jecken (närrischen) Grundgesetzes kommt
dieser Spruch äußerst lässig daher ...
und so philosophisch! Lässt es doch ein so genanntes
Modalverb (wie können, sollen, müssen) weg. Und dabei
wird bei jedem dieser Wörtchen die Bedeutung doch ein
wenig anders: Kommt es so, wie es kann, soll oder muss?

Wie's kommen soll - der TEXT:
Warum nicht vor Tag und Jahr
Ist es wirklich wahr
Dass du vor mir stehst
Dass mir Hörn und Sehn vergeht
Was ist richtig, was gerecht
Alles wirkt so echt
Es wird nie zu viel
Wir vertrauen aufs Gefühl
Bitte denk nicht zu viel nach
Vor, zurück oder gar quer
Wo geht es hin, wo kommt es her
Es kommt, wie's kommen soll
Heißt nicht - die Hände in den Schoß
Heißt nicht - mit dem Kopf durch die Wand
Heißt nicht - Unbekümmertheit
Es kommt, wie's kommen soll
Das heißt - Lasst dunkle Wolken ziehn
Denn Glück hast du verdient
Du siehst, was kommen soll
Wenn es kommt / Denn es kommt
Wie's kommen soll
Wie ein Weltenwandler irrt
Planend voll verwirrt
Wie ein Sturz nach oben
Die Wahrheit voll verlogen
Aller Fehltritte befreit
Vor weitren nicht gefeit
Höre auf zu enden
180 Grad zu wenden
Bitte denk nicht zu viel nach
Welcher Sinn steckt hier und dort
Sprichst du nur das Zauberwort
Es kommt, wie's kommen soll ...

Wie's kommen soll - der HINTERGRUND:
Nach einigen schlechten Erfahrungen mit "persönlichen"
Songs (mal zu kitschig, mal zu flach) ist im Jahr
2008 mit "Wie's kommen soll" ein Song entstanden, der
mir selbst immer wieder (auch in anderen Situationen
als der ursprünglichen) Mut zuspricht. Den möge er auch
anderen zusprechen - können, sollen, müssen.

Euer Mt

Zur Lage der Aktion (26.04.2015)
61 - Von Sichtweisen und Perspektiven


Am 13. Juli 2014 brachen in der 113. Spielminute des
spannenden WM-Finals beim 1:0 von Mario Götze auf der
einen (deutschen) Seite alle Dämme, auf der anderen
(argentinischen) Seite Welten zusammen.
Es ist halt alles Ansichtssache bzw. eine Frage der
Perspektive. Klingt komisch, ist aber so ...
Ähnlich verhält es sich mit der alten "Halb-volles-
halb-leeres-Glas-Debatte" und in vielen persönlichen
Situationen:
Wenn ich mit dem Rücken zur Wand stehe, kann ich nicht
mehr weiter zurück. Ups! Aber VOR mir ist keine Wand.
Vielleicht ist es nicht der angenehmste Weg, aber es
ist einer - und darum geht's im "Seelenfutter-09":

Mit dem Rücken zur Wand - der TEXT:
Wunder passieren
Doch sie machen das Leben erst lebenswert
Zufälle regieren
Machen oft vor dem Absatz des Lebens kehrt
Alle Pläne, alles Raster – voller Utopie
Und im nächsten Winter lass uns mit den Vögeln ziehn
Schatten werden länger
Sie beweisen uns unsere Existenz
Grenzen werden enger
Bleibt nur Ausbruch und Abstinenz
Jede Freiheit definierte Ideologie
Und für das nächste Leben bitte keine Ironie
Schon ok – man kann nicht alles haben
Sorge nicht für Spott
Denn du hast bereits den Schaden
Dreh das Wasser ab, Mann
Denn es steht schon bis zum Hals
Lass sie ziehn in Scharen
Hochmut kommt erst vor dem Fall
Mit dem Rücken zur Wand
Klare Sicht nach vorn, immer weitergehn
Mit dem Rücken zur Wand
Ziele verschwimmen
Hochgesteckt, danach kaum noch erstrebenswert
Taten verglimmen
Ausgehöhlt, die Natur hat uns neu belehrt
Hoffnungsschimmer, Hirngespinste, bloße Träumerei
Schon ok – die Zeit läuft an uns vorbei
Dreh das Wasser ab, ...
Mit dem Rücken zur Wand

Mit dem Rücken zur Wand - der HINTERGRUND:
Der Song ist mittlerweile so alt, dass er schon in
Kinofilme "ab 12" gehen dürfte. Er ist für eine Band
entstanden, die sich im Deutsch-Intonieren auspro-
bieren wollte - und es beeindruckend getan hat.
Im noch sehr jungen Songtext "Marktgeflüster" wurde
Reinhard Mey ein Denkmal gesetzt, die Lyrics dieses
alten Liedes waren und sind bis heute eine Hommage
an Herbert Grönemeyer. Denn: "Bleibt alles anders",
weil: Ist halt alles Ansichtssache ...

Euer Mt

Zur Lage der Aktion (12.04.2015)
60 - Vom Hochgehen und Runterkommen


"Sometimes I'm up, sometimes I'm down" - so heißt es
in einem bekannten Spiritual. Manchmal bin ich "auf"
oder "oben" (das ist doch was Gutes, oder?), manchmal
bin ich "unten", eben "down" (das ist wohl schlecht).
Aber: Wenn früher die Grundschullehrerin an die Decke
gegangen ist, war die zwar "oben" - aber so gut fanden
wir das nicht, und das war es vom Gesundheitsaspekt her
für sie auch nicht. Da waren wir doch alle froh, wenn
sie wieder "runterkam", wieder "unten" war - so konnte
man irgendwie besser lernen. Und um solch ein "Runter-
kommen" geht's im "Seelenfutter"-Song 8. Der verborgene
Anlass ist vielleicht nicht unbedingt der, dass eine
Horde von knapp 30 Grundschülern das schriftliche Divi-
dieren nicht kapiert. Aber vielleicht auch ... sowohl
die Grundschullehrerin hatte hier und da bestimmt mal
das Bedürfnis nach einem LANDEPLATZ, einer Stelle zum
Runterkommen, als auch der ein oder andere erfolglose
Schüler, dem eine Gelegenheit zum Ausheulen und/oder
Loslassen bestimmt gut tat.

Landeplatz - der TEXT
Mir liegt was auf der Seele, was mich sehr bedrückt
Ich bitte dich: Lach und spotte nicht
Ich brauche keinen Rat, keinen neunmal-klugen Spruch
Schenk mir nur etwas Zeit
Worte kullern raus, doch ihre Ordnung fehlt
Das ist mir jetzt ganz egal
Ich dank dir, dass du da bist und bitte dich:
Hör mir einfach zu
Denn wenn Dinge entgleiten
(und) Nichts mehr passt
Und wenn Sorgen Pläne vereiteln
Sei mir Landeplatz für eine Rast
Der Kummerberg wird größer und ich winzig klein
Das Leben spielt sein Spiel
Ich spüre, dass ich dran bin, ich bin am Zug
Regelkenntnislos
Denn wenn Dinge entgleiten
Die Chance verpasst
Und wenn Sorgen Pläne vereiteln
Sei mir Landeplatz für eine Rast
... ich dank dir, dass du da bist und bitte dich
Sei mir Landeplatz

Landeplatz - der HINTERGRUND
Ja, irgendwann musste auch ich das schriftliche Teilen
lernen. Und ja, bestimmt brauchte auch ich (vielleicht
sogar dabei) einen Landeplatz.
Aber nein, damals habe ich das Lied nicht geschrieben.
Und nein, es gab auch keinen konkreten "anderen"Anlass.
Der Text ist sehr allgemein gehalten und passt über die
Grundschule hinaus auf so manches "down" ... und das,
was ich musikalisch dabei auf der Gitarre spielen darf
(diesen Walking Bass, der übrigens auch immer mehr nach
"unten" geht, also "runterkommt") ist Erholung pur.
Christofs Klaviersoli bieten darüber hinaus so manche
Möglichkeit zum Ausheulen. Und das ist häufig richtig
wichtig. Denn wie nach einem Regenschauer ist die Welt
danach sauber - und riecht so gut ;-) Und nach einem
solchen "down" heißt es dann: Auf zum nächsten "up"!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (29.03.2015)
59 - Von "Geschwätz von gestern" und "leeren Worten"


Die Einen nennen es "Dummgebabbel", die Anderen "Gerede".
In Liedern heißt es "Words without Meaning", im Volksmund:
"Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?"
Wo geredet wird, fallen Worte. Wo gesprochen wird, gibt
es Bedeutungen. Wie ernst es dem Sprecher ist, wie genau
es der Angesprochene versteht, das steht auf einem anderen
Blatt ... "Wir sollten mehr reden!" - Das ist ein guter
(wirklich guter!) Vorsatz, birgt aber auch Gefahren.
Das muss man trainieren - und viel hängt auch die Chemie
davon ab. Manche verstehen sich sogar "blind" ... oder
auch "stumm". Hier ungefähr setzt Song Nr. 7 vom parva-
"Seelenfutter" an ...

Leere Worte - der TEXT:
Der Vorhang öffnet sich / Die Show beginnt
Ein neuer Tag bricht an, doch / Das ist dasselbe für dich
Jeder Mensch, den du triffst, wird / Zu deinem Statist, weil
Die Welt um dich herum nur / Kulisse für dich ist
Du kannst über Leichen gehen / Andern den Sinn verdrehn
Chamäleonhaft / Hast du's bald geschafft
Hör auf, Schluss mit leeren Worten
Und den dummen Heuchelein
Denn das Wort "Ehrlichkeit"
Hast du noch nie gehört
Also, lass es besser sein
Hör auf, Schluss mit leeren Worten
Und dem falschen Heiligenschein
Denn das Wort "Menschlichkeit"
Kannst du nicht mal buchstabiern
Also, lass es besser sein
Du kannst übers Wasser gehen / Wirfst den ersten Stein
Wenn du deine Hand erhebst / Fängt das Meer an sich zu teiln
Die Leute, sie hörn dir zu / Und sie glauben dir
Wenn auch nur die Hälfte stimmt / Beweis es mir jetzt und hier
Du nimmst jede Meinung an / Lässt keinen zu nah ran
Chamäleonhaft / Hast du's bald geschafft
Hör auf ...

Leere Worte - der HINTERGRUND:
Im Gegensatz zu vielen anderen Songs hat dieser kein konkretes
Erlebnis als Hintergrund. Michael Jackson nannte mal bei seinem
Song "Smooth Criminal" als Anlass das damalige "Tagesgefühl".
So ähnlich kann man es bei diesem "Seelenfutter"-Lied verstehen.
Es gibt nicht DEN "blöden Kerl", der mit diesen Versen eins aus-
gewischt kriegen soll. Dennoch behaupte ich, dass jede/r einen
solchen Kerl (oder eine Kerlin) kennt. Und dennoch hat die Musik
(der Text hat sich seit 2002 nie geändert) eine gewisse Geschichte
hinter sich: Vor über zehn Jahren als Rocknummer à la Bon Jovi
gestartet, hat sie nun als GangsterTango-Nummer ihre Heimat
gefunden - nach dem Motto: "Was kümmert mich mein Geschwätz
von gestern." Eine gesegnete Osterzeit wünscht Euch

Euer Mt

PS: Die Bibelfesten dürfen bei dem Lied gerne versuchen, sich
als Sänger König Herodes oder den Hohepriester o.ä. vorzustellen,
die Jesus vorwerfen, seine Worte seien nur heiße Luft gewesen und
er solle jetzt Taten folgen lassen, um nicht (an Karfreitag) zu
sterben ... Sie können es aber auch lassen ;-)


Zur Lage der Aktion (15.03.2015)
58 - Von heiß und kalt


"Es tönen die Lieder - der Frühling kehrt wieder ..."
Zumindest lassen die gelegentlich schon etwas wärmeren
und für nächste Woche angekündigt höheren Temperaturen
darauf schließen, dass der Frühling bevorsteht und die z.T.
fies in einen hineinkriechende Kälte bald vergessen ist.
Doch auch unabhängig von Wetter, Klima oder Kamin kann
einem mal heiß, mal kalt sein: Man gerät in einer unange-
nehmen Situation ins Schwitzen, fröstelt bei einem eisigen
Blick oder bekommt nach dem Küsschen des Schwarms einen
roten Kopf. Um genau solch eine innere Temperaturschwankung
geht es in Lied 6 der "Seelenfutter"-Tracklist:

Mir ist kalt - der TEXT
An seinem Schreibtisch ganz allein
Die Stille dröhnt die Ohren zu
Die Tinte macht das Blatt so schwer
Wie auch sein Herz
Kreise formen sich zum Wort
Erinnernd hält er inne
Sieht sie nochmal wie einst da stehn
Doch nun aus und vorbei
Mir ist kalt - ich will in den Süden
Denn mir ist kalt - ich will in den Süden
In den Süden - fort
Umarmungen erwürgen
Gedanken sind getürkt
Worte desillusionieren
Und Träume zubetoniert
Nächte sind durchwacht, Wünsche liegen brach
Einsamkeit bestimmt, wie die Zeit zerrinnt
Angst, sie zu verliern, zu viel zu riskiern
Keinen Ausweg mehr, er liebt sie doch so sehr
Entgeistert kommt sein Kopf zur Ruh
Der Verwirrungsspielchen treibt
Schritte hört er, fort flieht er vor ihr
Und nur die Nachricht bleibt
Mir ist kalt - ich will in den Süden
Denn mir ist kalt - ich will in den Süden
In den Süden - fort
Zörgernd tritt sie an den Tisch heran
Die verwaiste Aura spürend
Auch ihr sieht man die Sorgen an
Drei Worte als Antwort genügen, genügen
"Nimm mich mit" - Ich will in den Süden
"Nimm mich mit" - Ich will in den Süden

Mir ist kalt - der HINTERGRUND
Von Peter Bichsel, einem ehemaliger Stadtschreiber von Mainz,
stammt die Geschichte "San Salvador", die mich als Schüler
schon irgendwie gepackt hatte, bevor ich als Student an eben
diese wieder erinnert wurde. In einem Kurzfilmprojekt von
filmwissenschaftlichen Eiferern ward sie aufgegriffen ... und
weitergesponnen. Mein Lied kann als eine akustische Weiter-
verarbeitung verstanden werden. Für mich stellt dieser Song
mein persönliches "Bohemian Rhapsody" dar, was jeder geneigte
Leser nun für sich selbst interpretieren darf. Mir ist es gleich,
ob ihm/ihr dabei heiß oder kalt wird ;-) ... Frühlingsgrüße

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (01.03.2015)
57 - Von irgendwann - ein Leben lang


Jetzt war die Zeit gekommen. Warum vorher nicht?
Keine Ahnung, doch jetzt war es so weit. Das Buch hatte ich
vor Jahren (!) geschenkt bekommen ... seit dem stand es im
Regal. Mal lag es neben dran. Mal wusste ich gar nicht, wo
es war. Und dann auf einmal: wieder gefunden, genommen,
gelesen und für gut befunden. Biblisch heißt es: Alles hat seine
Zeit. Philosophisch spricht man vom "kairós", dem richtigen
Zeitpunkt. Und so ähnlich war es auch beim "Seelenfutter"-
Track, der ulkiger Weise nun den Titel "Ein Leben lang" führt.
Ein Leben lang - der TEXT:
Suche nach Wahrheit / Ergründe das Dasein
Fühl dich wie neu geborn / Ersteig aus der Asche
Entschleunig die Trägheit / Versetze gar Berge
Entflamme den Tatendrang, der dich neu belebt
Fragst du dich auch manchmal: Es müsst
Doch etwas geben, wofür man lebt
Nicht immer nur träumen, sondern
Träume auch leben und noch viel mehr
Ein Leben lang ...
Skizze vom Leben / Nur schattenumrissen
Burgen auf Sand gebaut / Inhalt- und formlos
Nur Silhouetten / Kaum schemenhaft sichtbar
Wie Taschenspielertricks / Imaginierend
Du haderst doch manchmal damit:
Es müsst etwas geben, weshalb man ist
Nicht Grenzen erfahren, sondern
Sie überschreiten und noch viel mehr
Ein Leben lang ...

Ein Leben lang - der Hintergrund:
Von Andrew Lloyd Webber weiß man, dass manche
seiner Lieder eine ziemliche Odyssee hinter sich haben,
ehe sie ihre wahre musikalische "Heimat" finden ...
Ähnlich verhält es sich auch mit "Ein Leben lang", das
zunächst ein Song war, der zwar bereits Mitte der 90er
schon diese Melodie hatte, textlich zunächst allerdings
eher der Protest eines Jugendlichen war, der im Refrain
"Lass mich in Ruh'" sang. 2002 bekam es einen Text, dessen
Strophen im Stile eines Herbert Grönemeyers viele Rede-
wendungen verarbeitete und in "Ein Leben lang" mündete.
2013 bekam das Lied als Teil des "Vater-Unser-Projekts"
textlich noch eine philosophische Dimension ... Und eine
Mischung aus irgendwie allem ist nun auf "Seelenfutter"
zu hören ... Und worum geht's? Lies und denk selbst.
Zur Not - ein Leben lang ;-) ... bis in zwei Wochen!
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (15.02.2015 +3)
56 - Von der FAST-ZEIT


Hallo - außer der Reihe, an Aschermittwoch!
Statt "just in time" quasi "FAST in der ZEIT",
also in der FAST-ZEIT.
Die FASTnachtsZEIT ist rum, die FASTenZEIT beginnt.
Man wird besinnlich ... in welcher Form auch immer.
Da passt der Text von "Seelenfutter"-Song 4 ganz gut.

Gleichgültigkeit - der TEXT:
Er sitzt ganz still am Straßenrand
Mit Billigfusel in der Hand
Kein einzger Mensch beachtet ihn
Sie schaun nur kurz und meiden ihn
"Mutti, schau doch mal der Mann!"
Rief ein Kind und wollte ihm was geben
Sie zerrt es fort und mahnt es dann:
"Lass ihn in Ruh', so ist das Leben eben."

Auch ich will schnell vorübergehn
Da grüßt er mich, ich bleibe stehn
Er tut mir irgendwie ja leid
Aus seinen Augen sprüht kein Neid
Ich fühl mich hilflos und auch schwach
Denn ich kann ihm keine Hilfe geben
Ich sag ich freundlich: "Guten Tag!"
Er spricht: "Schau nicht so! So ist das Leben eben."

Ganz zittrig richtet er sich auf
Und hebt noch seine Flasche auf
Er kann durchs Schwanken kaum noch stehn
Was soll ich tun? Ich will schnell gehn.
Plötzlich fällt er, ich fang ihn
Ich halt ihn fest und bange um sein Leben
Eine Frau bleibt kurz stehn uns sagt dann:
"Lass ihn in Ruh', so ist das Leben eben."

Gestrandeter der Straße, sing noch mal dein Lied
Von deiner Einsamkeit und davon, dass dir nichts blieb
Gestrandeter der Straße, du lebst ganz ohne Zeit
Du kennst all die Gesichter und ihre Gleichgültigkeit

Gleichgültigkeit - der HINTERGRUND:
Es muss ein Tag gewesen sein wie dieser Mittwoch, an
dem mir ein Freund am Telefon erzählte, was er "Unvor-
stellbares" in der Stadt erlebt habe. Die Geschichte
ging mir so nah, dass sie in diesem Lied ihren Ausdruck
finden "musste", ... und sie tut es bis heute. Auch
fast 18 Jahre nach nach ihrer Vertonung. Und immer
wieder, wenn ich sie singe oder höre, regt sich in mir
eine Stimme, die fragt: "Ist das Leben wirklich eben so?"
Eine passende Frage für die FASTenZEIT ...

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (01.02.2015)
55 - Immer weiter und weiter und weiter


Manchmal läuft's einfach nicht. Das ist ärgerlich.
Manchmal geht's daneben. Das fuchst einen.
Manchmal fühlt man sich, als stünde man auf einer Bühne
und alle kriegen das (gefühlte) Versagen mit.
In meinem Fall war es wirklich eine Bühne - und der Auftritt
ging schlichtweg in die Hose.
Und dann? Viele Möglichkeiten eröffnen sich nach einem
solchen Erlebnis - sinnvolle und weniger sinnvolle.
Ich denke, ich habe eine sinnvolle ergriffen - ich habe mir
Lied Nr.3 von "Seelenfutter" zu Gemüte geführt:

Immer weiter - der TEXT:
Ein langer Weg liegt noch vor uns
Die Wurzelkraft wirkt unter Grund
Die Erde bebt, doch wir stehn fest
Nach vorne führt ein enger Pfad
Ein Trip auf einem schmalen Grat
Schöpf aus den Vollen, es bleibt ein Rest
Wenn Schatten fallen und das Firmament zerbricht
Ganz am Ende des Tunnels ist ein Licht
Wenn ich aus den Fehlern dieser Welt
Erklärn müsst, worum's im Leben geht
Dann (darum): Dass es immer weitergeht
So viele Pläne wurden vertagt
So vieles, was an uns noch nagt
Was uns nicht umbringt, macht uns stark
Trotz aller Makel unbeirrt
Beständigkeit ist, was uns ziert
Was morgen geht, das tun wir jetzt
Ganz ohne Netz und Doppelbodenhaftigkeit
Nach jedem Ab ein Auf, kein Weg ist uns zu weit
Wenn ich aus den Fehlern dieser Welt
Erklärn müsst, worum's im Leben geht
Dann (darum): Dass es immer weitergeht

Immer weiter - der HINTERGRUND:
Ehrlich gesagt fehlte für ein Konzert einfach noch eine leichte
Mitwipp- und Mitsingnummer. Ich spielte auf der Gitarre einen
Vier-Akkord-Klassiker (G-am7-C-D) ... und plötzlich waren Text
und Melodie des Refrains da. Der Rest folgte ähnlich rasch.
An der hohen "Latte" des inbrünstig singenden Premieren-
publikums gemessen zu werden, muss sich (m)ein Auditorium
jeder (auch künftiger) Musikalischen Lesung gefallen lassen.
"Dann: Dass es immer weiter geht" klingt stets wunderbar nach ...
und kann zur Lebensphilosophie werden.
Vielleicht lag der Sinn am Bühnenpech eben darin, daran
erinnert zu werden. Ja, es kommt eben, wie's kommen soll.
Aber das ist eine andere (Hintergrund-) Geschichte ;-)
Bis in zwei Wochen!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (18.01.2015)
54 - Der Barde mit dem Barte


Immer kriegt er eins auf den Deckel - Troubadix, der Barde
des berühmten Gallischen Dorfes aus der "Asterix"-Reihe.
Und immer bringt er uns damit zum Schmunzeln. Dazu sollen
Barden auch anregen: zum Schmunzeln und/oder Nachdenken.
Allerdings nicht dadurch, dass sie eins auf den Deckel kriegen,
sondern eher damit, dass sie der Gesellschaft in ihrem Mix aus
Dichtung und Musik eins auf den Deckel geben.
So geschieht es derzeit auch wieder hier in Mainz zur fünften
Jahreszeit, der Fastnacht. Etwas harmloser, dafür zeitlos, auch
beim friesischen "Blödelbarden" Otto. Qualitativ anders ist dies
in der Kunst eines Mannes zu erleben, bei dem ich nicht weiß,
ob und inwieweit ihm der Begriff "Barde der Nation" gefällt:
Reinhard Mey. In seiner Tradition steht Song 2 aus "Seelenfutter":

Marktgeflüster - der TEXT:
Mainzer Marktplatz, morgens früh um sieben
Der Domsgickel hat sich grad die Augen gerieben
Er kräht sein "Helau-luja", durch den Airbus geht es unter
Wie im Himmel so auf Erden werd'n die Leute langsam munter
So auch Herr Meyer, Eier-Güteklasse A
Als Mann der ersten Stunde weiß er noch, wie's war
Bio zu produziern, ohne wen zu intressiern
Bis zum Zwang zu investiern, weil sich alle intressiern
Oma Fliege kommt als erste Kundin angepirscht
Sie schwärmt vom Eierfachmann schon ne ganze Zeit
Der grad zum Tagewerk bereit am Nachbarstand
Sowas wie Konversation betreibt:
"Wie geht’s?" - "Als so weiter!" - "Gell 's muss ja." - "Na, dann!"
"Moin, Frau Fliege, was darf's denn sein, Madam?"
"Mal sehn, ich nehm die dicksten Eier, die sie ham
Ach, und wissense schon das Neueste von Frau Spack und ihrem Mann?
So, so, so, so! – Ja, ja, ja, ja!
Oh, oh, oh – Ich hab's ja gewusst! / Das war ja wohl klar!
Das Geleier Oma Flieges geht Herrn Meyer auf die … Nerven
Da nähert sich der kleine Tim, der stets beliebt zu scherzen
Und eh man sich's versieht, ist die Ware von Tante Germer
Um zwei Trauben, eine Möhre und 'nen Gummihandschuh ärmer
Das Ganze sieht die Staranwältin Doktor Deute
Sie schüttelt nur den Kopf: "Diese Jugend von heute."
Doch dann muss sie sich sputen – in ihrem beigen Kostüm
Bringt sie rasch ihr Neugebornes vor dem Dienst zurKrippe hin
Das Kind soll's später einmal besser haben, denkt sie sich
Die Welt ist nicht die schönste und das Leben meistens bieder
Alles soll ihm offenstehn, nur hoffentlich macht er nie
So brotlose Kunst wie diese Marktgeflüster-Lieder
"Kommse näher, kommse ran!", scheit der Worschte-Willie laut
Mancher Vegetarier hat ihm schon manchen Tag versaut
Doch heute hält er fröhlich Schwatz mit Käsemüllers Frau
Den aktuellsten Klatsch und Tratsch weiß sie ja ganz genau
So, so, so, so! – Nein, nein, nein, nein!
Oh, oh, oh – Wer hätt' das gedacht? / Wie kann das denn sein?
Das Gewühl nimmt zu, die Stimmung ist nun wolkig bis heiter
Dem Mann am Straßenrand wird es zu viel, er zieht weiter
Er pfeift seinen Hund zu sich, er schultert seine Habe
Auch Gestricktes vom Verein der mildtätigen Gabe
Die Cafés eröffnen, auch McDonald's und Mr. Pizza
Die Straßenmusikanten spieln von Stränden in Nizza
Und während man flaniert und viel interagiert
wird mehr konsumiert und noch am meisten Müll produzier
Auf den Schlagzeilen von gestern liegt der Kopfsalat von heute
Alle Leute machen Beute für harte Zeiten – ohwe!
Wie die Jäger des verlorenen Schnäppchens oder
Wie die heiße Schlacht am kalten Buffet
Doch auf einmal wird der halbe Stand vom Metzger umgerissen
Oha, denkt sich der Pfarrer: Gleich wird mit Essen geschmissen
Während der Übeltäter kniend um Gnade fleht beflissen
Hält der Metzger inne – ihm hat was auf den Kopf gesch ...
So, so, so, so! – Hahahaha!
Oh, oh, oh, oh – Ach, komm geh mir fort / Selten so gelacht!

Marktgeflüster - der HINTERGRUND:
Das jüngste Lied aus "Seelenfutter" entstand Ende 2013, als Experiment
für ein erzählendes Lied à la Reinhard Mey, dem in Form eines direkten
Liedzitats hier auch ein kleines Denk- bzw. Hörmal gesetzt ist ...
Ob damit oder dafür irgendjemand was auf den Deckel bekommt,
bleibt offen bzw. abzuwarten. Bis in zwei Wochen.
Es grüßt euch ... der Barde mit dem Barte

Euer Mt

PS: Und hier noch der Link: "Marktgeflüster - das VIDEO"


Zur Lage der Aktion (04.01.2015)
53 - Vom neuen Jahr und anderen Neuheiten


Prost Neujahr! Oder "prosit" ("es soll nützen"), wie der alte
Lateiner - oder manch junger - gern sagt. Anders ausgedrückt:
"2015 wird UNSER Jahr!" ... mit "Seelenfutter" - Lebensfacetten
in Texten, Bildern und Musik. Gut zu wissen, oder? ;-)
Im Rahmen der guten Vorsätze gibt's ab heute in jedem Blog
chronologisch einen Songtext der insgesamt elf "Seelenfutter"-
Lieder mit kleinen Hintergrundgeschichten ... und wiederum
passend zu Neujahr geht es los mit "Blick zurück nach vorn".
Der TEXT:
Lange nichts gehört / Seit Ewigkeiten nicht gesehen
Oft gehetzt und wie verstört / Es fällt schwer, dies zu verstehen
Doch niemals aus dem Sinn / Die Seele unverwandt
Hat tief in uns verknüpft / Ein unzertrennbares Band
Wer Spuren hinterlassen hat in einem Herz
Wer einmal sich gegeben hat in Freud und Schmerz
Der ist ein kleines Stück des andern Lebensglück
Auf jetzt und alle Zeit im Blick zurück ... nach vorn
Fragen an die Zeit / Heilt sie die Wunden die geschehen?
Wann ist es so weit / Zusammen den Weg weiterzugehen?
Das Mal, das man erhält / Wenn Liebe einen streift
Ist Zeichen eines Bundes / Der bis ans Ende in uns reift
Wer Spuren hinterlassen hat ...
Der HINTERGRUND:
In 2005 war für mich Zeit, auf rund zehn Jahre eigene Musik
zurückzublicken. Das Ganze musste unter ein Motto. Und dabei
fiel mir der Titel einer (nicht lachen!) ALF-Folge ein, bei deren
Klang mir wiederum sofort eine Melodie in den Kopf schoss.
Der Mythos will es, dass die Zeilen beim ersten Spielen der
Melodie sich quasi von selbst schrieben - und mir bis heute
gefallen. Gerade wegen ihrer Unspektakulärheit und dennoch
Unwiderlegbarkeit. Denn mal ehrlich: Wer hat nicht schon beim
ein oder anderen Telefonat (nach längere Sendepause) den Spruch
"Lange nichts gehört!" hören müssen ... oder ihn gar selbst gesagt?
... Möge die Macht mit euch sein. Bis in zwei Wochen.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (21.12.2014)
52 - Von Rück-Schau und Vor-Sätzen


Frohen 4. Advent!
"Die 04 und die 08 gefallen mir am besten!" oder "Nr. 11 ist
mein Favorit" ... Sätze wie diese verfolgen und erfreuen mich
seit letzter Woche ... Sie beziehen sich auf die Gedichte im Buch
bzw. auf die Trackzahl der CD von "Seelenfutter", dem neuesten
Werk im parva-verlag, das nun vollendet ist! YES! Offenbar ge-
schehen vor Weihnachten wirklich die größten Wunder!
Für "Seelenfutter" habe ich ein wenig im "Musikeratur"-Keller
gekramt ... und "Ausmisten" ist ja auch Thema der inneren Zeit
vor Weihnachten und "zwischen den Jahren". Das hat viel mit
Rück-Schau und Vor-Sätzen zu tun.
Ich muss zugeben - ich bin zufrieden mit und dankbar für 2014.
Es begann mit "Isch Disch lieb!"-Aktionen (persönlich fastnachtlich).
Das Frühjahr lieferte erste Buchmesse-Erfahrungen und Musika-
lische Lesungen (privat setzte sich die Reihe der "Musikalischen
Themenabende" - diesmal zu Peter Maffey - erfolgreich fort).
Der Sommer war kreativ: s. Video zu "Marktgeflüster" (und im
Privaten sehr ereignisreich). Im Herbst konzentrierte sich alles auf
das VATER-UNSER-Projekt, das zwar aus einem recht persönlichen
Anliegen heraus aufgeführt wurde, aus dem aber auch der Verlag
sehr profitierte: So finden sich in "Seelenfutter" mehrere Kurzge-
schichten sowie einige Knußmann-Bilder dieses Projekts wieder.
Tja, und "Seelenfutter" ist der persönliche VerlagsJahresschluss ...
hörbar erst vor kurzem im Beitrag zu einem Benefizkonzert und
atmosphärisch im Liedvorschlag zu einem "Weihnachtssong-
wettbewerb".
Doch beim Tippen dieser Zeilen geht's auch innerlich schon wieder
los: Was kommt wann in 2015 oder gar 2016? ... Ruhig Brauner!
Alles zu seiner Zeit: Jetzt erst mal dem Verlag und all seinen
Gönnern und Sympathisanten besinnliche Weihnachtstage, eine
ruhige Zeit zwischen den Jahren sowie einen schönen Jahreswechsel.
Und zu allem anderen zitiere ich die Nr. 10, einem meiner Favoriten:
"Es kommt, wie's kommen soll" ;-)
Bis 2015 wieder!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (07.12.2014)
51 - Vom inneren Ankommen


Frohen 2. Advent!
Vermutlich wurde jeder schon mal (ob gewollt oder ungewollt)
darüber belehrt, dass "Advent" den lateinischen Code für "Ankunft"
darstellt. "Ankunft des Herrn", sagen die Kirchenfans. Da haben
sie ja recht - doch ich denke, auch eine "persönliche Ankunft"
ist gemeint ... im Sinne von: ankommen bei sich selbst.
Überall wünscht man sich ruhige Tage, Zeit der Besinnlichkeit
oder innere Einkehr. Und wenn man nicht aufpasst, erfüllen sich
die Wünsche am Ende noch - tja, dann steht man da: voll in
der Selbstreflexion - und hat es mit der härtesten aller zu
knackenden (Weihnachts-) Nüsse zu tun: mit sich selbst.
So ist es mir passiert - mir, der ich gerade den künstlerischen
Keller ausmiste und den Liedtext eines mir heute unbekannten
Wesens entdeckt habe - den Songtext meines 17-jährigen Ichs:
Ich sehe das Bild eines Kindes
Ich zweifle, doch wirklich: Ich bin es
Ich glaube, ich war damals glücklich
Ich weiß nicht, der Zustand bedrückt mich
Bin ich zufrieden / Bin ich geblieben / Im Herzen ein Kind
Die Zukunft, wie wird sie wohl aussehen
Mein Märchen, wie wird es wohl ausgehn
Werd ich allein sein / Werde ich stark sein – wer antwortet mir
Ich will nie aufgeben / Ich will leben – doch weiß noch nicht, wie
Ich möchte nicht immer nur träumen
Ich möchte im Leben nichts versäumen
Ich will lieben, ich will geben, ich will leben
... Und so geht das weiter - über Eltern, Freunde und die Liebe.
Das haut mich um. Der Song wäre wohl kein Nr.1-Hit. Doch dieses
Wesen aus der Vergangenheit hat mir heute etwas zu sagen ...
Mir macht das Spaß - ich komme so (bei mir) an Orten an, die
ich nie vermutet hätte. Das wünsche ich EUCH auch. Adventlich!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (23.11.2014)
50 - Von Vorsätzen und Vorworten


In der Bibel heißt es: Am Anfang war das Wort.
Für mich heißt es gerade: Am Anfang ist das Vorwort.
Ein solches versuche ich gerade für "Seelenfutter" zu verfassen.
"Seelenfutter", das neueste "Kunstwerk" im parva-verlag. Mmh. Kunst?

"Ist das Kunst oder kann das weg?" - Diese Frage ist DER Schmunzel-
garant beim Aufräumen z.B. nach einem Fest, beim Ausmisten z.B. im
Keller oder beim Sortieren von Sammlerstücken z.B. für die Vitrine.
Nun ja, "Kunst" klingt immer etwas hochtrabend. Zugegeben. Zudem
ist es - wie bei Humor - eine sehr persönliche Angelegenheit ...
oder auch die berühmte "Geschmackssache!" (sprach der Affe und biss
in die Seife). Mmh Affe?
"Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir!" - Diese Feststellung
macht dem Schenkelklopfer von oben richig Konkurrenz. Sie stammt
von Konrad Lorenz, einem Zoologen und Verhaltsforscher. Auch ein
"Künstler" - je nach Geschmackssache und Humorverständnis.

Spaß beiseite - aber nie ganz. Was ist in "Seelenfutter" passiert?
Ich habe nach fast zwanzig Jahren eigener Kunst den Keller meiner
"Musikeratur" (Kurzgeschichten, Gedichte und Musik) ausgemistet,
persönliche Schmuckstücke zu Tage gefördert und hier hinein sortiert.
Wie in eine Vitrine zum Lesen (Buch) und Hören (CD). Als Futter für
die Seele. Und da das Auge bekanntlich mitisst auch mit - meiner
Meinung nach - wunderbaren Bildern befreundeter Künstler garniert.
Allen Mitköchen dieser Sterne-Mahlzeit vielen Dank.

Und worum geht es in "Seelenfutter"? Ums Menscheln. Um all diese
kleinen und großen Dinge des Alltags. Um das Miteinander von uns
allen, die wir (nach Konrad Lorenz) auf dem Weg zum Menschsein sind.
Um Facetten des Lebens - um uns, die wir alle Künstler, Köche und
Genießer sind.
Bleibt nur noch zu sagen: Es ist angerichtet! Wohl bekomm's!

Ja, ich glaube, so ähnlich werde ich es verfassen. Ich freue mich
auf das Endprodukt - wie auf Weihnachten. Bis in zwei Wochen.
Kommt gut in den Advent!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (09.11.2014)
49 - Von Schönheit, Vertrautheit und Vergänglichkeit


Da stand sie immer - die Venus von Milo. Die berühmte Skulptur.
Die "mit ohne" Arme. Natürlich nicht die echte. Aber es hatte
was sehr Vertrautes.

Vor dem kleinen Einfamilienhaus in der Parallelstraße stand sie.
Die Venus von Milo. Die berühmte Skultpur. Die "mit ohne" Arme.
Natürlich nicht die echte. Aber es hatte was sehr Vertrautes.

Die Bewohner des Einfamilienhauses habe ich nie kennen gelernt.
Gesehen, ja, doch angesprochen, nein. Gegrüßt, ja, doch kennen
gelernt, nein. Das Besondere an ihrer Venus-Nachbildung?
Stets hatte sie der Jahreszeit angemessen Kleidung und Schmuck
an. Im Frühling - Blumen im Haar. Im Sommer - ein hübsches
Kleid. Im Herbst - Pullover und Schal. Im Winter - eine dicke
Mütze. Es hatte was sehr Vertrautes.

Und nun ist sie weg. Nun sind sie weg. Das kleine Einfamilien-
haus. Die Bewohner. Die Venus von Milo, die berühmte Skulptur,
die "mit ohne Arme"; natürlich nicht die echte. Aber es hatte
was sehr Vertrautes.

Stattdessen grinst einen derzeit eine große Baugrube an.
Zugegeben: Das hat mittlerweile hier auch etwas sehr Vertrautes.
Die Alten sterben weg. Die Häuser werden abgerissen. Die großen
Grundstücke aufgeteilt. Viele moderne Mehrfamilienhäuser hin-
gestellt. "Nachverdichtung" nennt man so etwas.
Die kleine Venus von Milo muss dem Koloss von Rhodos weichen.
Die Göttin der Schönheit war wie die Schönheit selbst vergänglich.
Zumindest die Nachbildung der berühmten Skulptur.

Vergänglichkeit ist nichts Schlimmes. Es ist etwas sehr Vertrautes.
Ich wünsche den ehemaligen Bewohnern des Einfamilienhauses sowie
ihrer Venus von Milo (wo immer sie jetzt sein mögen) alles Gute.
Und allen "Historikern" heute ein schönes deutsches Jubiläum.
Der "Mauerfall" ist ein "schönes" Beispiel für "Vergänglichkeit".

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (26.10.2014)
48 - Von Vorteil und Bildung


Lesen bildet – so heißt es. Ja, viele bilden sich beim Lesen eine
Meinung, oder sie erdenken Phantasiegebilde. Manche sind nach der
Lektüre aus- oder eingebildet. Manche weitergebildet. Und der eine
oder die andere liest nur Bücher mit Bildern.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil – so sagt man. Herr G. kommen
da im Kurzurlaub Zweifel. Klar, es bleibt jedem selbst überlassen,
ob man sich im Urlaub mit Zeitungen, Büchern, Heften oder (Kurz-)
Nachrichten via i-Phone, i-Pad, i-Wasweißich informiert bzw. bildet,
also ob man etwas liest. Und weiter denkt Herr G.: So ein Freizeit-
roman, ein echter Schnulz-Schmöker-Schinken o.ä. kann ja recht ent-
spannend sein, selbst per e-book. Doch was man sonst manchmal so
lesen muss: "Schwangere Freundin von Schaufel erschlagen!" - prangt
z.B. in großen Lettern beim Brötchenkauf am Zeitschriftenstand.
"Was soll ich jetzt tun?", überlegt Herr G. "Soll mich diese Nachricht
animieren, die Zeitung zu kaufen?" Äh! Iih! Nein, danke! Oder: "Ebola-
Verdächtiger wartet 30 Minuten auf Klinik-Flur!" - "Und jetzt?",
schießt es Herrn G. durch den Kopf. "Panik kriegen?" Macht wenig Sinn.
"Hoffen, dass es keine Klinik in der Nähe war? Oder sich freuen, dass
er nicht eine ganze Stunde auf dem Flur warten musste?" ...
Mal ehrlich: Was soll sowas? Urlaub hin oder her. Information hin
oder her. Gereicht einem so etwas zum Vorteil? Bildet das?
Menschen, die für ihr Engagement gelobt oder geehrt werden - wie
z.B. die aktuellen Friedensnobelpreisträger (eine junge Frau und
ein älterer Mann). "Diese Nachrichten zu lesen, bringt mir 'n Vorteil",
denkt Herr G. Und Warum? Weil die Nachrichten über solche Vorbilder
nicht nur beflügeln, sondern eben auch wirklich bilden.
Ob die Schlagzeile des letzten Urlaubstages von Herrn G. ("Nicole wird
50!") auch in diese (Vor-)Bildungskategorie gehört oder nicht, muss
übrigens jede/r selbst entscheiden - ob ein- oder ausgebildet ;-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (12.10.2014)
47 - Vom Schluchzen und Schunkeln - wie du willst


Beerdigung auf dem Dorfe. Wie die Kirche beim Requiem zuvor ist
auch der Friedhof nun beim "Letzten Geleit" sehr gefüllt. Der
Pfarrer spricht schön, das "Ave Maria" erklingt, der Sarg wird
an allen vorbei in Richtung letzte Ruhestätte geschoben und unter
Schluchzen hinabgelassen. Ich habe einen Kloß im Hals.
"Dass sie das noch nicht abgeschafft haben ...", raunt mir meine
Steh-Nachbarin schniefend ins Ohr.
"Wie? Was?", stammle ich aus meinen Gedanken herausgerissen.
"Das Sterben natürlich."
Natürlich – wie konnte ich das nicht gleich verstehen ...
Noch ein Vaterunser wird gesprochen – die Masse murmelt:
"Vater unser im Himmel ... Dein Wille geschehe ..."
Da macht's (wieder einmal) "Klack" bei mir: "Wille" - in diesem
Augenblick, in diesem Zusammenhang?
Ich denke an ein ungewohnt trauriges und ergreifendes Lied einer
österreichischen Spaßband: "Herrgott, es gescheh dein Wille /
Nur manchmal glaub ich, du brauchst eine Brille / Oder ein Hör-
gerät / Weil du siehst und hörst mi net / Wenn's mir daherunten
dreckig geht / Oder vielleicht muss des so sein / Vielleicht muss
des so sein".
"Wille" ist auch eins der acht Schlagworte, die (m)ein Lieblingschor
vergangenes und dieses Wochenende bei seinem VATER-UNSER-Projekt
beleuchtet. Zu "Wille" singt er "Wie du willst - sollst du dein
Leben leben / Wenn du willst - kannst deinen Durst du stilln /
Was du willst - mit Glaube, Hoffnung, Liebe / Wie im Himmel so
auf Erden - weil du willst".
Ich ertappe mich beim Summen und Schunkeln, verneige mich vor dem
offenen Grab und drücke die trauernden Angehörigen so fest ich kann.

Euer Mt

PS: Heute, 12.10.2014, 18 Uhr, Heilig Kreuz, Mainz-Oberstadt:
Das VATER-UNSER-Projekt - Eine weltliche Annäherung in Wort, Bild
und Musik ... mit Kurzgeschichten und Melodien aus "Seelenfutter",
demnächst im parva-verlag! ... Falls Ihr wollt ;-)


Zur Lage der Aktion (28.09.2014)
46 - Von Ansichten und Sachen


"Höher! Höher!" Die Sache ist recht simpel - je höher der Vater
den Fußball in den Gartenhimmel schleudert, desto höher ist
der Spaßfaktor beim Sohnemann. Das Auffangen des Balls dagegen
erntet dann den größten Beifall, wenn es auf möglichst akrobatisch-
spektakuläre oder gar stunthaft-unfallartige Weise passiert - oder
gar nicht. Ganz einfach: Wurf, Jubel, Auffang, Kreisch ... und wieder:
Wurf, Jubel, Auffang, Kreisch ... und noch mal: Wurf, Jubel, ... UPS!
"Wo ist der Ball?" - "Äh ... gute Frage." In der Baumkrone eines ca.
fünf Meter hohen uralt-"pensionierten" und komplett mit Efeu über-
zogenen Mirabellenspenders. Das Bild des Drachen fressenden Baums
von Charlie Brown bei den "Peanuts" kommen dem Vater in den Sinn.
Nun ist die Sache recht verzwickt: Je mehr der Vater sich vergeblich(!)
bemüht, den Ball wieder zu erlangen (bzw. überhaupt erst einmal
zu sichten), desto betrübter ist der Sohnemann. Ganz difizil: Such,
Nix, Menno ... und wieder: Such, Nix, Menno ... und noch mal: Such,
Nix, ... SCHLUSS!
Und wenn Du meinst, es geht nicht mehr - kommt irgendwo ein Un-
wetter her: Zwei Tage später ziehen dunkle Wolken auf: Es regnet,
es schüttet. Es grummelt, es donnert. Es weht, es stürmt. Nach 15
Minuten ist alles rum. Die Stadt atmet auf, Vater und Sohn gehen raus.
"Papa, da ist der Ball ja." - "Äh ... ja ... und der Baum auch." Da liegt er
nun, als hätter sich nur schlafen gelegt - der ehemalige Mirabellen-
spender. In die andere Richtung: Nachbarhaus oder -autos hätten dran
glauben müssen. Ein wenig weiter rechts: Die Garage hätt's erwischt.
Ein bisschen weiter links: Ade, Du schönes Blumenbeet. Nein, das
ideale Ruheplätzchen ausgewählt - und nebenbei noch den Ball ganz
brav wieder zurückgegeben. Und jetzt ist die Sache ganz ... tja. Wie
eigentlich? Offenbar alles Ansichtssache.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (31.08. + 14.09.2014)
44 / 45 - Von Tagen wie diesem - oder diesem


(... aus dem Gedanken-Logbuch eines Autofahrers - an einem alltäglichen Morgen)
Auf dem Weg zur Arbeit. Hundemüde - die Nächte waren auch schon besser. Ich glaub,
ich werd alt. Nur Idioten unterwegs. Hat der Typ im Volvo nix Besseres zu tun, als beim
Fahren mit dem Handy zu telefonieren? Und die Tante mit der Lockenwicklerfrisur hat
ihren Führerschein wohl auf der Rolltreppe gemacht. Hier überholen - pfff. Und natürlich:
Baustellen - soweit das Auge reicht. Hier passiert doch gar nix. Der Kerl, der da im Arbeiter-
westchen hockt, ist bestimmt ein 1Euro-Jobber. Seine einzige Aufgabe ist es, durch seine
Anwesenheit, rechtschaffenden Leuten wie mir das Gefühl zu vermitteln, hier würde was
geschen. Pah! Die Toten Hosen im Radio: "An Tagen wie diesen" - ist doch ausgelutscht.
Ankunft. Motor aus. Aussteigen. Hineinhetzen ... Ach, da kracht's schon wieder in den
Weinbergen. Ob diese Lärmbelästigung wirklich sein muss? Das müsste doch heutzutage
auch anders gehen. Das Dröhnen der Flugzeuge morgens ist schlimm genug. Da! Nerviges
Kinderplärren. Vogelgekrächze. Nieselregen. Hoffentlich bin ich gleich drin. Oh, Mann ...

(... aus dem Gedanken-Logbuch desselben Autofahrers - an einem anderen Alltagsmorgen)
Auf dem Weg zur Arbeit. Die Nacht hätte länger sein können, aber: Schön, in diesen Tag
gestartet zu sein. Natürlich würd ich jetzt lieber den Morgen faul mit und bei meiner
Familie verbringen, doch mal ehrlich: Ohne Alltag hätte die Freizeit nicht so einen Stellen-
wert. Und: Wenn man sich auf seinen Arbeitstag freuen kann, macht's Spaß. Der Volvo-
Typ tut mir leid - immer am Telefonieren. Der sollte sich lieber mal entspannen. Ich höre
bei meinem Hörspiel weiter. Ups, Achtung, die Dame mit der interessanten Frisur setzt zum
Überholen an. Ich fahr mal langsamer, damit sie ein Erfolgserlebnis hat, und lächel ihr auf-
munternd zu. Lieber hier, wo grad mal keine Baustelle ist.
Ankunft. Motor aus. Noch einen kleinen Moment weiterhören. Ist grad spannend. Aussteigen.
Hineinschlendern. Ah, ein Knall aus den Weinbergen. Für mich wie Musik der Heimat. Lustige
Kinderstimmen. Vogelgezwitscher. Sanfter Regen. Beim gemütlichen Reingehen pfeife ich "An
Tagen wie diesen". Das passt immer. Oh, ja ...

Euer Mt

PS: Erstmalig als "Doppelfolge" - tja, Not oder vielmehr Vergesslichkeit macht erfinderisch!


Zur Lage der Aktion (17.08.2014)
43 - Von Normen und (Un-)Normalem


O, Captain, mein Captain!
Nein, das wird kein Nachruf auf Robin Williams - auch wenn
er (m)einen verdient hätte. Aber wie viele Menschen, hat auch
mich der Tod sehr getroffen - und wie vielen Betroffenen, so
ist auch mir dieser berühmte Vers aus dem Film "Der Club der
toten Dichter" durch den Kopf gegangen. Und DAS passte!
Wozu? Nun, zu meinem Blogthema, welches ungewöhnlicher-
weise diesmal schon sehr früh für mich feststand: Normen,
Konventionen, das Normale ... "Normal" bedeutet, der "Norm"
entsprechend, "Konvention" ist die "Übereinkunft". Nur:
Wer kam bzw. kommt mit wem überein, was "normal" ist?
Robin Williams verkörpert in dem besagten Film den Lehrer
John Keating, der - früher selbst dort Schüler - 1959 neu am
konservativen und traditionsbewussten Welton-Internat zu
unterrichten beginnt. Mit unkonventionellen Methoden fordert
er seine Schüler zu selbstständigem Handeln und freiem
Denken auf: Er steht auf dem Tisch, um von der Veränderung
des Blickwinkels zu philosophieren; er lässt alle zu klassischer
Musik Verse zitieren, um dann einen Fußball "angemessen"-
wegzubolzen; er ermutigt die Jungs - am Beispiel des Gehens -
den eigenen Rhythmus zu finden. Geht der Film "gut" aus?
Nein! Ist das "normal"? Wie man's nimmt ... Carpe diem!
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (03.08.2014)
42 - Von Last und Lust ... oder: Das "A" und "U"


Da hockense kurz vor den Ferien im "Präsentationsworkshop"
und lassen die gut gemeinten Ratschläge über sich ergehen,
die Fast-Oberstufler. "Manchmal muss man über etwas referieren,
was einem gar nicht liegt", hören sie. "Grad dann gilt der alte
Slogan aus einer früheren Baumarktwerbung: Mach es zu deinem
Projekt!" Ratlose Gesichter. "Na, macht aus der Not eine Tugend!"
Augen voller Fragezeichen. "Das heißt: Von der LAST zu LUST!"

Wirklich, das ist doch mal eine Lebensphilosophie. Man löst den
klassischen Konlikt von "Neigung" und "Pflicht" (unzählige Male
in der Literatur behandelt), indem man die Pflicht zur Neigung
macht - oder eben: die Last zur Lust, das "a" zum "u".
Wenn ich mich jetzt nicht total vertue, ist das sogar in unserer
deutschen Sprache angelegt: "ich trage" --> "ich trug" (da ist es
auch schon vorbei, das lästige Tragen). Eine so genannten Ablaut-
reihe ist das. Sprachgeschichtlich wie inhaltlich gehören ja auch
"Trank" und "Trunk" zusammen.
Das Umgekehrte ("u" zu "a") bringt viel Verwirrung: "Musketiere"
werden zu "Masketiere";-) ... Auch macht es einen Unterschied,
ob ich von einem Berg "runterkucke" oder "runterk..." Ok, Spaß!
Doch ich denke, das Prinzip ist klar. Und über das ein oder andere
weitergedachte Beispiel (z.B. per Mail) würde ich mich sehr freuen.
Es darf auch gerne zum Luchen, pardon: zum Lachen sein.
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (20.07.2014)
41 - Von Magie oder: Nach dem Spiel ... und so


Hallo zu Tag 7 nach Stern 4!
Heute ist das packende WM-Finale exakt eine Woche her. Und
sollte es jemand noch nicht mitgekriegt haben: Wir sind Welt-
meister! Mittlerweile ist wohl überall die "Magie" etwas ab-
geebbt und Normalität eingetreten (leider auch global-politisch).
Magie? Nun, da komm ich drauf, weil ich (trotz aller angedachter
Religiösität bzgl. Fußball doch sehr abergläubisch) vor besagtem
Spiel ständig den Zauberer Schmendrick aus der traurig-schönen
Trickverfilmung von "Das letzte Einhorn" vor Auge hatte, wie er
erhaben ruft: "Magie, tu, was du willst, tu, was du willst!"
Damit rettet er das Einhorn zweimal - ganz aktiv (er zaubert),
zugleich passiv (er lässt es geschehen). Oder anders gesagt: Er
tut alles, was in seiner "Macht" steht und schaut dann was ge-
schieht ... In einem Neuen Geistlichen Lied drückt sich genau
dieser Gedanke in den Zeilen aus: "Herr, in deine Hände lege ich
meinen Geist, erbarme dich."
Und getreu nach dem Motto "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel"
denke ich nach dem Weltmeisterstreich an die nächste parva-
Aktion: Die CD zu "Seelenfutter" (Herbst 2014) steckt in den
letzten Vollendungszügen - hierin lautet der Refrain des wohl
persönlichsten Liedes: "Es kommt, wie's kommen soll ... heißt
nicht: die Hände in den Schoß / heißt nicht: mit dem Kopf durch
die Wand / heißt nicht: Unbekümmertheit / Es kommt, wie's
kommen soll ... das heißt: Lass dunkle Wolken ziehn / Denn Glück
hast du verdient / Du siehst, was kommen soll / Wenn es kommt /
Denn es kommt / Wie's kommen soll ...
Magische Grüße - mit vier Sternen
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (06.07.2014)
40 - Von "Verzisch" und "Verzischt"


Wow!
Der 40. Blog! Bei 14-tägigem Rhythmus heißt das wohl: Seit gut
80 Wochen geistern zarte Worte des parva-verlag(s) durch das www
(worldwideweb)! Ein kleines Jubiläum (mit www: Weck-Woscht-Woi).
Vierzig (oder wie es hier in der Gegend heißt: vierzisch/verzisch)
ist - laut einer berühmten Schlaubergerseite - die Symbolzahl der
Prüfung, Bewährung, Initiation und zugleich für den Tod. Als die
verzehnfachte Vier repräsentierte sie Vollkommenheit. Wow!
Vollkommen - oder vollendet?! Lateinisch heißt das "perfekt" ...
Klingt gut, passt jedoch nicht ganz zu meiner Philosophie: Ich
persönlich mag den Charme des Unvollendeten - auch in der Kunst.
Man könnte immer noch ein Schräubchen fester drehen, es könnte
stets noch eine Schippe draufgelegt werden, man könnte ... Ja! Man
könnte (ich, du, wir, ...) immer noch etwas besser machen, es gibt
immer einen größeren Fisch ;-)
Jeder, der mal an einer Auffürung, Ausstellung, Performance oder
sonst was gearbeitet hat, weiß hoffentlich auch: Irgendwann kommt
der Moment des "So bleibt's!" - Wenn man den Augenblick über-
schreitet und immer noch weiter nach "Perfektion" strebt, wird
man kaum noch glücklich. Das führt zu Frust und Unzufriedenheit.
Und so ist der Bogen von "Verzisch" (40) zu "Verzischt" (hochdt.:
Verzicht) geschlagen. "Mut zur Lücke!", rief der Mathelehrer einst
grinsend, während des Tests. Das klingt ironisch, geht dennoch ein
wenig in besagte Richtung: Gib alles, doch mach Dir klar, irgend-
wann heißt es "Is' gut jetzt!" ... Und mal ehrlich: Selbst wenn mal
was (z.B. im Fußball) den Bach runter geht, man aber sagen kann:
"Ich hab alles gegeben", kann man damit leben. Oder?
In Bezug auf das Wochenende, auf diesen Sonntag oder auch auf
die schöne Sommerzeit schließe ich mit einem weiteren Lehrer-
spruch - ein Kollege schreibt unter seine Tests immer: "Ich wünsche
bestmögliches Gelingen!" :-)
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (22.06.2014)
39 - Von Kopfsachen und Herzensangelegenheiten


Ok, ok. Ich geb's zu: Einen Moment lang habe ich ernsthaft
darüber nachgedacht, diesen 39. Eintrag zu schreiben, ohne
"König Fußball" zu erwähnen. Aber ich pack's nicht. Oder
um es in Anlehnung an Loriot auf den Punkt zu bringen:
Ein Leben ohne Fußball ist möglich, aber sinnlos ;-)
Abseitsregel hin oder her - Fußball ist eine Sportart, die schon
mit geringer Regelkenntnis fasziniert und auch mit geringer
"Ausstattung" selbst spielbar ist. Und so hat sie sich für viele
Weltbürger zu einer "Herzensangelegenheit" entwickelt -
und sei es nur bei so Großveranstaltungen wie dieser WM.
Für vier Wochen treten viele Sorgen oder Weltkatastrophen
so sehr in den Hintergrund wie sonst nur an Weihnachten.
Und ein Abend mit dem Sieg der eigenen Mannschaft kann
schnell zum "Heiligen Abend" werden ...
Keine Angst: Ich versuche, die Falle, Lebensweisheiten in den
Fußballjargon zu verpacken und dabei gehörig zu straucheln
(wie letzte beim "Wort zum Sonntag") zu umgehen. Dennoch:
Das Gebaren des Umfelds (oder manchmal auch das eigene)
rund um solch ein WM-Ereignis - Stichwort: Herzensangele-
genheit! - oder auch das Agieren der Mannschaften wie z.B
das der überraschend früh ausgeschiedenen Spanier - Stich-
wort: Kopfsache! - sind nur zwei Anlässe persönlicher Studien
zum parva-aktuellen Thema "Menscheln".
Bei der Gelegenheit noch ein Nachtrag zum letzten Thema
"Verantwortung". Mailt mir doch (m)ein bester guter Freund,
in "Verantwortung" (auch im Fußball muss diese jemand über-
nehmen) steckten nicht nur "Antwort" und "Wort" sondern
auch das aktivierende Wort "ran". Stimmt! Ach, hieß so nicht
mal der zaghafte TV-Versuch einer "Sportschau"-Konkurrenz?
Also, irgendwie fällt letztlich doch alles auf Fußball zurück.
"Es geht auch ohne - streng dich an! Reine Kopfsache!", höre
ich die kritischen Unkenrufe. Mag sein, gebe ich da zurück.
Doch Fußball bleibt halt auch "Herzensangelegenheit" :-)
Ob mit oder ohne - gute Zeit und bis in zwei Wochen ...

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (08.06.2014)
38 - Von Worten und Antworten


"So", sagt der Reli-Referendar, "da hat dieser Moses die
ihm anvertrauten Leute aus Ägypten gerettet, durch die
Wüste geführt, die Zehn Gebote empfangen, alle möglichen
Wunder mit Gottes Hilfe vollbracht und erlebt ... und dann
darf er nach über 40 Jahren das Ziel aller Mühen, das ge-
lobte Land, zwar sehen, aber nicht betreten." - "Dumm
gelaufen!", ruft ein Schüler rein. Alles lacht.
"Mehr als das ... Es geht noch weiter: Sein Nachfolger ist
Josua, der nun die Menschen führen soll und dem viele
Kämpfe und Auseinandersetzungen bevorstehen ... Wie
würdet Ihr Euch an seiner Stelle fühlen?" - "Boah, was
ne Verantwortung!?" Alles staunt. "Ja, da ist was dran.
Wie würdet Ihr denn VERANTWORTUNG definieren?"
Puh, nicht einfach, schießt es mir als neutralem Beobachter
durch den Kopf. WORT steckt drin, denke ich - man muss
als Verantwortlicher das Wort ergreifen. ANTWORT, über-
lege ich weiter, meint wohl, dass man interagiert, kom-
muniziert, ... Ich bin gespannt, wie die 13- und 14-Jährigen
ihre schwierige Aufgabe meistern.
"Verantwortung", so liest man u.a. am Ender Stunde auf
den Zetteln, die an der Tafel kleben, "heißt Vertrauen".
(Nicht schlecht!) "Verantwortung", ist weiter zu lesen,
"meint Aufsicht, Kontrolle, Zumutung". (Interessant!)
Man einigt sich schließlich auf: "Verantwortung bedeutet,
für andere zu sorgen."
Ob nun sensibilisiert oder nicht. Irgendwie verfolgt mich
der Begriff VERANTWORTUNG seit dem: Musiker Xavier
Naidoo spricht beispielsweise im großen TV-Tauschkonzert
von "einer großen Verantwortung", die man während einer
Tournee habe. Oder in der Wort-Gottes-Feier heißt es
"Christsein bedeutet: Verantwortung tragen" ... Und jetzt
ist Pfingsten, Geburtstag der Kirche. Da brauchten die
Apostel, die sich (irgendwie menschlich!) aus Angst ver-
krochen hatten, zunächst auf ihre vielen Fragen die
ANTWORT Gottes: in Form der Heilig-Geist-Feuerzungen.
und durch das Sprachenwunder war es dann erst möglich,
das WORT Gottes zu verkünden. Und heute stehen wir in
der VERANTWORTUNG ... Frohe Pfingsten!
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (25.05.2014)
37 - Von hundert Emotionen


Frohen Wahltag!
Was für ein Tag; mit der berühmten Qual der Wahl -
auf Europa- (Europarat) bis Ortsebene (Ortsvorsteher).
Eine Zeit der großen Sätze: gedacht für die Ewigkeit,
doch meist nur geeignet fürs Phrasenschwein. Aber
auch die Zeit der großen Emotionen. Auf der europä-
ischen Bühne hat sich schon an vielen 25.-Mai-Tagen
Großes ereignet - zumindest im Sport: Man denke
nur 365 Tage zuvor an das große ChampionsLeague-
Finale BVB vs. FCB.
Lokal muss ich nur sieben Tage zurückblicken, um
Momente der großen Emotionen nennen zu können:
100-jähriges Jubiläum des Heimatvereins, d.h. 100
Jahre Gesang und Gemeinschaft - und zu beidem ge-
hören zu gleichen Teilen Harmonie sowie auch mal
Misstöne. Letzt Genannte gab es ganz bewusst bei
der 100. Montagsdemo gegen (Frankfurter) Fluglärm.
Das bedeutet wiederum 100x (zweieinhalb Jahre)
Kampf für ein lärmfreies lebenswertes Leben.
Wie gesagt: Momente der großen Emotionen ...
Etwas kleiner, doch auch "gefühlvoll" verlief für den
parva-verlag die parallel durchgeführte Buchmesse
Rheinland-Pfalz. Es war weder die 100. (eigentlich
war es die erste) noch blickt sie auf eine 100-jährige
Tradition zurück (eigentlich war es eine Premiere),
doch auch hier: Harmonie und Misstöne, Kampf um
ein lesenswertes Leben. Als Besucher hatte man da
wohl auch die Qual der Wahl. Und was hatte der
parva-verlag für Glück, dass er mit seiner MUSIK
eine Kommunikationsebene gefunden hat, die weit,
weit über jede (europäische) Sprache geht - voller
Emotionen. Das überzeugt selbst die Dame, die mir
als Besucherin einer BUCHmesse zwinkernd erzählt:
"Wissense, ich mag Bücher nicht besonders."
Sprach's und kaufte eine "Isch Disch lieb!"-CD ;-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (11.05.2014)
36 - Von Superhelden und Superstars


Frohen Muttertag !
Da steht so ein Last-Minute-MamaGeschenk-Einkäufer
direkt vor mir an der Kasse. Format: Ritter Sport, also
quadratisch, praktisch, (so-weit-so) gut ... Als ich meine
"Fast-Habe" aufs Band lege, dreht er sich kurz zu mir um
und auf seinem zeltartigen und recht gespannten T-Shirt
erkenne ich ein prangendes Superman-Zeichen.
Ich muss grinsen - und komme gleichzeitig ins Denken:
"Super-man" heißt "Übermann" oder "Übermensch".
Ganz ohne Nietzsche komme ich drauf, dass jeder von
uns in irgendwas "super", also "übermäßig" ist. So ja
auch mein Kassenvordermann (und damit meine ich
nicht sein Übergewicht ;-)) ... Genau dieses Talent, diese
Gabe zu entdecken, zu nutzen (für sich und andere) und
weiterzuentwickeln ist doch ein ganz großes Kapitel im
Leben, oder etwa nicht?
Wichtig dabei auch: Jeder "Übermann", selbst Superman,
hat auch Schwächen - bei der Comicvorlage ist es Kryp-
tonit, bei meinem Vordermann vielleicht eine Schwäche
für Süßes, bei mir ... mmh, mal nachdenken. Auch dies
zu entdecken, damit umzugehen ist eine weitere Lebens-
aufgabe.
Mittlerweile bin ich daheim angekommen, packe meine
"Jetzt-Habe" aus (die neue CD meines Superstars sowie
mein Last-Minute-MamaGeschenk), da kommt der Nach-
wuchs angelaufen, ja fast angeflogen: ein Handtuch steckt
hinten als Cape im T-Shirt-Kragen. "Ich bin ein Superheld",
begrüßt er mich. "Ja, das bist du", sage ich und grinse.
"Und jetzt verpacken wir das Geschenk für deine Mama.
Hilfst du mir?" Er: "Warum?" Ich: "Weil morgen Muttertag
ist." Er: "Warum?" Ich: "Weil wir froh sind, dass es unsere
Mamas gibt. Und an Muttertag schenken wir ihnen was."
Er: "Mama ist auch ein Superheld" Ich: "Oh, ja, das ist sie."
Er macht sein Handtuch ab und gibt es mir. "Dann können
wir ihr das schenken." Dem ist nichts hinzuzufügen ;-)

Euer Mt

PS: Doch, eine Sache noch: Meiner Mutter schenke ich eine
Tageskarte für die erste Buchmesse Rheinland-Pfalz in der
Alten Lokhalle in Mainz. Das eignet sich auch für Väter ...



Zur Lage der Aktion (27.04.2014)
35 - Vom österlichen Finden, Suchen und Finden


Frohe Ostern!
Eieiei. Vor einer Woche wurde sie wieder erzählt, die be-
rühmte Geschichte vom Finden, Suchen und Finden: Zwei
Frauen namens Maria finden ein leeres Grab vor, suchen
den offenbar verschwundenen Leichnam Jesu und finden
(je nach Evangelium) ein oder mehrere Himmelsboten und/
oder gar den Auferstandenen selbst ...
Und hier wird's knifflig - ob gläubig oder nicht: Leben, Tod,
Auferstehung? Eieiei, schwerer Stoff - so ein Wunder!!
Da ist es kein Wunder, wenn Kinder stattdessen tagelang
ganz andere Dingen finden, suchen und finden dürfen. Sie
finden einen (Weihnachten weit übertreffenden) Wust an
Ostertraditionen vor, suchen irgendwann, irgendwo, irgendwie
wie irgendwas und finden: bunte Eier, Schokolade und/oder
Geschenke in allen erdenklichen "Stups, der kleine Osterhase"-
Formen ...
Und auch hier wird's wieder knifflig - ob gläubig oder nicht.
Durcheinander, (Ver)Suchen, (Selbst)Findung? Eieiei, schwerer
Stoff - so ein Festfeiern!!
Ich hoffe, jede/r hat in der vergangenen Woche seinen/ihren
Weg gefunden, das Fest zu begehen - mit so viel Rückbezug,
Tradition & Sinn, wie er/sie braucht - mit so viel (Vor)Finden,
(Durch)Suchen & (Sich)Finden, wie ihr/m gut tut. Eieiei!
Frohe Ostern ... und wer auf der Suche nach was Großem
ist, dem sei jetzt schon die Büchermesse Rheinland-Pfalz
ans Herz gelegt. Dort findet er die Creme de la Creme des
rheinland-pfälzischen Verlagswesens vor ... und somit auch
den parva-verlag ;-) Also, bis zum 11. Mai hier wieder und/
oder eine Woche später (16.-18.05.2014) in der Mainzer
Lokhalle. Eieiei, das wird ein Spaß! Beste Grüße

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (13.04.2014)
34 - Von mehr oder weniger Genügsamkeit


"I can't get no satisfaction" - so tönt es aus dem Autoradio.
"Weniger ist leer" - steht auf einem Plakat am Straßenrand.
Für mich zwei echte Extreme - mehr oder weniger:
Auf der einen Seite der RollingStones-Song aus den 60ern.
Auf der anderen der aktuelle "Brot für die Welt"-Slogan.
Hier geht es um "Satisfaction" = Genugtuung, Befriedigung
(von lat. "satis" = genug und "factum" = gemacht, getan).
Da der pervertierte Spruch "weniger ist mehr", verbunden
mit dem Bild eines Mini-Reishäufchens in einer Holzschale.
Und wir mittendrin - zwischen diesen Extremen hier und da,
am Ende der Fastenzeit (in einer Woche ist Ostern),
am Anfang der unkontrollierbaren Konsum-Sucht-Phase
einer Wegwerf-Gesellschaft.
Einerseits beschleicht mich bei so manchem Großmarkt-
einkauf (samstagabends!) ein schlechtes Gewissen,
wenn ich allein die Auswahl an abgepackten Wurstsorten
sehe ... andererseits ist man durch diverse Aufreger
und Skandälchen so irritiert, dass man bald gar nicht mehr
(oder weniger) weiß, welcher Kauf der Gesundheit, der
Marktgerechtigkeit, dem Herkunftsland, meinem Land,
irgendeiner Welt gut tut oder nicht. Oder ein Kauf überhaupt.
Und immer wieder die Frage: Wo endet "Grundbedürfnis",
womit beginnt "Luxus"? Wann ist "genug" genug?
Ich gebe zu: Es gab schon erbaulichere Einträge an dieser
parva-Stelle - doch die Frage der "Genügsamkeit" geht auch
über Marktwirtschaft hinaus & kann das eigene Leben betreffen:
in der Arbeit, in der Familie, im Freundeskreis, im Hobby, ...
Wann ist es mit etwas genug? Wo reicht's einfach mal?
Im (B)LOGBUCH von heut mehr oder weniger genau hier ;-)

Euer Mt

PS: Um im digitalen Oster(inter)ne(s)t nicht zu lange nach
einem schönen Ei Ausschau halten zu müssen, hier ein Link:
(http://www.youtube.com/watch?v=uSEv14LXaHU):-)


Zur Lage der Aktion (30.03.2014)
33 – Von fast unFASSbaren Dingen


Na sowas!
Da wurd ich doch glatt gelobt - von Mitgliedern meiner Schul-
Theater-AG (am Ende des jüngsten Gall'schen Theaterstreichs
"DehScha-ReVue - (k)ein normaler Krimi") gelobt: Ich sei einer
der wenigen Leiter (Original: "der Einzige" - bei aller Beschei-
denheit ;-)), der noch nie die "Fassung" verloren habe. Darauf
musste ich natürlich gespielt entrüstet mit einem unFASSbaren
"Was!?!?" antworten ...
Doch Spaß beiseite: Der Begriff FASSen lässt mich derzeit
nicht so ganz los - ist für mich quasi ein FASS ohne Boden ;-)
Man kann ja Dinge erFASSen, anFASSen, verFASSen, sich
mit ihnen beFASSen, ... sie können einen umFASSen, bis
man FAS(S)t die FASSung verliert (positiv wie negativ) oder in
einer guten / schlechten VerFASSung ist - nicht zu FASSen
sowas. Ja, geradezu FAS(S)zinierend.
Ich persönlich mag es, wenn Leute Leidenschaften haben, die
sie voll und ganz erFASSen ... an dieser Stelle allen Danke, die
in den letzten vollen Wochen Gall'sche Leidenschaften unter-
stützt haben: bei der Musikalischen Lesung (siehe Fotos und
Bericht) oder auch letzt bei der oben genannten Theaterauf-
führung. Gemeinsam einen Weg gehen und dann das Ziel er-
reichen - auch das ist unFASSbar FAS(S)zinierend.
Auf dem Weg zum Ziel ... darum geht es auch in der FAS(S)ten-
zeit - einer Phase der inneren Einkehr, um sich, d.h. sein eigenes
Zentrum, zu finden. Oder anders gesagt: seine eigene FASSung.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Zeit. Wir lesen uns
wieder am 13.04., dem Palmsonntag - eine Woche vor Ostern.
Da sind wir schon FAS(S)t am Ziel. Sonnige Grüße

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (16.03.2014)
32 – Vom Abschiednehmen


Schön, dass Ihr da seid,
schön, wenn Ihr einen Moment bleibt und verweilt.
Doch spätestens mit der letzten Zeile (meist nach den
Buchstaben "M"&"t") heißt es dann: Abschied nehmen.
Und das ist nicht jedermanns (jederfraus) Sache ...
"Ab-schied" - da steckt doch "scheiden" drin, oder?
Gut, da fällt mir gleich das Liedchen ein: "Winter,
ade - scheiden tut weh." Hier haben wir vielleicht
ein etwas harmloseres Beispiel vom Verabschieden,
denn: Wer hat schon was gegen "Frühling" - gerade
mit den letzten Sonnen-Tagen im Herzen? ... Doch
hieran erkennt man auch die Wahrheit, die hinter dem
letzten Lied vom parva-Werk "Isch Disch lieb!" steckt
(http://www.youtube.com/watch?v=5Z2_-B6uupI).
Da heißt es: "Jedes Ende ist ein Anfang". Das klingt
so schön tröstlich, verlangt einem aber bei anderen
Formen des Abschiednehmens einiges ab - z.B. im
krassesten Fall: dem "Aus-dem-Leben-Scheiden".
Da steht man so manches Mal nebendran (neben dem
Toten, neben dem Sarg, neben dem Grab, neben sich)
und denkt sich nur "Der Tod ist ein Ar***loch!"
Aber auch hier (oder gerade hier) gibt es Trost und
Halt: beispielsweise im Glauben. Damit meine ich
nicht automatisch im christlichen, buddhistischen oder
sonstwas-Glauben (am besten noch mit einem Link
zur Anmeldung in eine Gemeinschaft) ... nein, ich meine
eine eigene persönliche Überzeugung (in meinem Fall
ist es halt der christliche Glaube), die einem grad in
diesen krassen Fällen Halt gibt. Und dann (zumindest
in meinem Halt) weiß ich, dass es stimmt mit dem "Anfang"
im "Ende" - oder wie es in einem anderen parva-Werk
("Prinz&Engel") heißt: "Ein neuer Morgen - in dir geborgen".
Dieses Lied wird übrigens auch heute Abend erklingen:
bei der Musikalischen Lesung im Mainz-Bretzenheimer
Gemeindezentrum St.Bernhard (ab 17 Uhr) ... So könnt
Ihr auch nach der letzten Zeile hier rasch was Neues
erleben ... ein Gedanke, der auch nicht schlecht in
die FrühlingsFastenzeit passt. Auf ein Immer-Neues.
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (01.03.2014)
31 – Von vollen tollen Tagen


Hallo, Helau und so weiter!

Es ist soweit! Der Höhepunkt der tollen Tage steht bevor - spätestens
morgen an Rosenmontag sind sie alle mehr oder weniger einträchtig
bunt beisammen: die Ollen, die Dollen, die Vollen ... und die Tollen!
Und grad mit diesem "toll" ist das meines Erachtens eine tolle Sache:
Von seiner Wortbedeutung her bedeutet es "einfältig" (doll) oder auch
"anmaßend" (oll), bis hin zu "verwirrt" (voll). Seine Verwendungen sind
jedoch um einiges vielfältiger: von "geistesgestört" über "tollwütig" und
"überdreht" bis hin zu "großartig" und "hervorragend" ... nimmt man jetzt
noch diverse Wortbildungsmöglichkeiten hinzu - wie "liebestoll", "Toll-
kirsche" oder "tollkühn" -, ergibt sich eine erstaunliche Bandbreite.
Und ganz ehrlich: Sind wir nicht alle mal so, mal so oder mal so?
Und zu allem passt doch irgendwie "toll" - auch für Olle, Dolle und Volle.
Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, gerade in den vom bunten
Treiben vollen Tagen sind wir alle toll!
Oder in Anlehnung an einen alten Slogan rufe ich gerade jetzt jedem/r,
der oder die sich in diesem Moment (aus welchen Gründen auch immer)
hier beim parva-verlag eingefunden haben, zu: DU BIST TOLL!
In diesem Sinne: Tschüss, Narrhalla-Marsch und so weiter!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (16.02.2014)
30 – Von menschelnden Menschen


Es menschelt und menschelt - gar stets überall
Es menschelt, wenn Menschen auf Menschen zufalln
Schon in der Familie: von Mutter bis Sohn
Harmonisch? Verkracht? Per Generation?
Und auch in der Schule - ein weites Feld
Fast Heimat dem einen, dem andern vergällt
Sogar unter Freunden geht's hin und geht's her
Verzeihen fällt manchem doch manchmal recht schwer
Es menschelt und menschelt - gar stets überall
Es menschelt, wenn Menschen auf Menschen zufalln
Wer möchte nicht planen? Wer hasst Sicherheit?
Doch Leben ist Leben - voll Unplanbarkeit.
Zu viele erwarten, erhoffen sich viel
Und glauben ganz fest an Regeln im Spiel
Nur Wechsel sind sicher - so schöpf aus dem Vollen!
Zufrieden, voll Demut - lass kommen, was wolle!
Es menschelt und menschelt - gar stets überall
Es menschelt, wenn Menschen auf Menschen zufalln

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (02.02.2014)
29 – Von Gereimtem und Ungereimtheiten


INTRO:
(zur Strophenmelodie von "Ab in den Süden")
Oh, Willkommen, Willkommen, Willkommen, Mann&Frau,
Mit einem dreifach donnernden Mainz-am-Rhein-Helau!
Oh, ja, wieder, ja, wieder, ja, wieder ist es soweit:
Wir feiern Fassenacht, die vierfarbfünfte Jahreszeit.
---HAUPTTEIL:
(zum innerlichen Mitwippen)
Ich gebe zu, ich wollt's vermeiden,
Das alles hier im Vers zu schreiben.
Die Römer fanden "Reim" nicht schick,
Und mancher wird noch heut verrückt.
Doch ich persönlich find es richtig,
im Februar ja sogar wichtig:
Ob Knittelvers, ob wahres Metrum,
Mit Dialekt oder Hochdeutschtum,
Ob mit Alaaf, Ahoi, Helau,
Satire, Ernst oder Radau ...
Die Hauptsach' ist, es unterhält,
Weckt Lebensfreude unverstellt.
Und trifft manch Nagel auf den Kopf,
Passt wie der Deckel auf den Topf.
Doch ich gelobe feierlich(st)
Zum 16.(02.) ein Gall-Gedicht,
Von dem man noch in Lichtjahrn spricht,
Das sprach-, gedicht- und textlich dicht (Und reimen muss es sich ja nicht ;-))
---OUTRO:
(gesprochen oder zur eigenen Lebensmelodie)
Ihr Lieben (und Bösen), ob Narren, Jecken, Spaßbremsen,
Jedi, Murmeltieranhänger oder Sonstwas-Gläubige, lasst
es Euch allen gut gehen! Hierfür könnte hilfreich sein:
zum Beispiel am 05.02. die Lesung zu "Isch Disch lieb!" im
Mainzer Lomo ... Aber auch nach Fastnacht wartet Altherge-
brachtes (Musikalische Lesung am 16.03.) und Neuartiges
(Mainzer Büchermesse im Mai) ... &einige "dicke Dinger" sind
gerade in der Mache. Überall seid Ihr willkommen, willkommen, ...

Euer Mt (Narrhalla-Marsch und Auszug!)


Zur Lage der Aktion (19.01.2014)
28 – Vom Suzen und Diezen


Frohes Willkommen - Euch und Ihnen allen!
Was waren meine Mitschüler und ich neugierig - "damals" am ersten
Schultag in der Oberstufe. Man hatte gehört, die Lehrer würden einen
siezen. "Echt? ,Sie'? Zu uns? Wow, wir sind groß", ging es uns durch
den Kopf. Und dann betrat der Herr Lehrer den Raum, in dem rund 30
Jungs ihn erwarteten. Wir erhoben uns feierlich, manch einer schloss
die Augen, um dem nächsten (ganz förmlichen) Schritt des Erwachsen-
werdens entsprechend würdig begegnen zu können. Der Lehrer ließ
seinen Blick schweifen, grinste und grüßte: "Mosche, Ihr Bube!" ...
Doch kaum war dieser Kulturschock verdaut, gab es Beschwerden in
einem anderen Kurs: Der Lehrer, der uns seit über vier Jahren unter-
richtet und im vertrauten "Du" angesprochen hatte, siezte uns plötzlich.
Aber nicht nur das: Er nannte uns beim Vornamen und siezte, also z.B.:
"Klaus-Dieter, würden Sie bitte ..." Grad bei diesem unglaublichen Mann
(also, bei dem Lehrer, nicht bei Klaus-Dieter ;-)) habe ich dann allerdings
gelernt, dass so manches "Sie" vertrauter sein kann als so viele rasche
"Du"s. Ich weiß, dass ich hier nicht nur ein recht unwichtiges (für den ein
oder die andere gar langweiliges) Thema aufgreife, sondern gleichzeitig
auch ein hausgemachtes "deutsches" Problem. Erst in der deutschen
Übersetzung kommt doch das Problem auf, wie Rowling's Harry Potter
von seinen Lehrern angesprochen wird: Du, Harry (you, Harry) oder Sie,
Harry (you, Harry)? Oder wie in den guten alten 90ern die Akte-X-Helden
sich nannten: Sie, Scully (you, Scully) und Sie, Molder (you, Molder) ...
Im Übrigen konnte dann aber auch (fast) nur in der deutschen Synchro
allein in der Übersetzung der Anrede die allmähliche Anbahnung des
später innigen Verhältnisses hörbar gemacht werden: Wenn plötzlich
so ein "Sie" zum "Du" wird. Klar, letztlich muss sich jede/r wohl fühlen.
Die ollen Römer haben sich alle geduzt. Ein von einer älteren (also:
weiseren oder gar vorgesetzten) Person angebotenes "Du" kann aber
auch wie ein Ritterschlag wirken - doch nur, wenn ... ach, genug davon.
Ich schließe einfach mit der mir äußerst sympathischen Reaktion einer
lieben Kollegin auf mein letztes Werk "Die Weihnachtshausaufgabe -
ein Mini-Singspiel für Kinder". Sie strahlte mich an und sagte: "Mensch,
Dein Werk hat mir echt gefallen. Ich war so begeistert und von Deinem
Schaffen beeindruckt ... ich möchte wieder ,Sie' zu Dir sagen." *lach
In diesem Sinne - bis in 14 Tagen wieder (am 02.02.) ...

Euer/Ihr Mt


Zur Lage der Aktion (05.01.2014)
27 – Vom Gut-drauf-Sein und Keine-Laune-Haben


Prosit Neujahr!
Möge es - wie's das lateinische Original verheißt - nützen, das neue
Jahr 2014. Möge es zuträglich sein. Oder was wünscht man sich
nicht noch alles für das neue Jahr: Glück (was immer das bedeutet),
Erfolg (wie auch immer man diesen für sich definiert), Gesundheit
(wie schnell das Gut zerbrechen oder zumindest in Gefahr geraten
kann, zeigt das aktuelle "Schumi"-Beispiel - von hier: alles Gute!) ...
Ich persönlich bin ja ein großer Fan des Wunsches "Zufriedenheit"!
Zugegeben, auch als zufriedener Mensch, auch als jemand, der mit
sich im Reinen und mit der Welt im Frieden lebt, kann man auch mal
gewissen Stimmungsschwankungen unterliegen: also, mal gut oder
schlecht drauf sein, mal gute oder schlechte Laune haben. Und hier
wird's doch auch interessant: "gut drauf sein" - Wo denn drauf? Auf
der gewünschten Emotionswelle? Wie etwa: an Weihnachten bitte
besinnlich, an Silvester fröhlich und an Fastnacht ausgelassen sein?
Wer bestimmt das denn? Falls es der oder die Stimmungsverantwort-
liche liest, bitte ich um die Zusendung des GefühlsKnigges an den
parva-verlag. Dann weiß der auch, wie demnächst die Musik "für Große
und Kleine" oder "über Gott und die Welt" zu sein hat. Im Voraus danke!
Beim anderen Ausdruck verhält es sich meines Erachtens ähnlich:
"schlechte Laune haben" - Na, und? Schmunzeln muss ich dabei aller-
dings immer, wenn ich daran denke, wie einst die hessische Großmutter
beim Besuch, den man z.B. mit einem missmutigen Gesichtsausdruck
antrat, mit den Worten begrüßte: "No, haste koo Laune?" (auf hoch-
deutsch: "Hast du keine Laune?"). Irgendwie amüsant: keine Laune
haben - Geht das überhaupt? Da meine Gedanken stets von Musik
durchdrungen sind (und das Thema "Gefühl" ja auch damit zu tun hat),
fällt mir dabei der große Instrumentalklassiker "In the mood" von Glenn
Miller ein. Wenn mich mein Englisch nicht gänzlich verlassen hat, dann
könnte man den Titel übersetzen mit "In der Stimmung" ... doch auch
die Übersetzung des Wortes "mood" mit dem deutschen "Mut" ist
doch (nach Beruhigung der ersten Lachanfälle aller Englischlehrer)
gar nicht so weit hergeholt - denke man an "Übermut" oder (wie im
Beispiel oben erwähnt) an den "Missmut". Langer Rede kurzer Sinn:
Lasst es euch im neuen Jahr "gut" gehn (gern wieder als parva-Weg-
begleiter - in welcher Stimmung auch immer. Fühlt euch frei! Oder
anders gesagt: Nur Mut! ... bis zum 19.01.2014 wieder.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (22.12.2013)
26 – Von Weihnachten und Neujahr


Frohen 4. Advent!
Da bastelt man um 6 Uhr morgens - frisch geweckt vom Nachwuchs - grad
für ihn das dreidimensionale Globus-Puzzle zusammen, voller Akribie und
Hingabe (soweit das um diese Uhrzeit geht), ... schon zuppelt er am Ärmel
und meint: "Lies mir was vor!" Ich entgegne: "Soll ich erst die Welt bauen
oder dir erst was vorlesen?" - und stocke ... grinsend.
So familiär ging's beim "Christkind" und seinem Gott-Vater wohl nicht zu -
und ich will den göttlichen Vergleich auch nicht zu persönlich auswalzen.
Dennoch kommt bei mir Weihnachtsstimmung auf. Feierlich lese ich nach
der Welten(er)schöpfung vor: die Geschichte vom Hasen und seinem Freund,
dem "Hohoho!"-Holunderbären. Vorab allen SCHÖNE WEIHNACHTSTAGE!
Und dann fällt man in die Zeit, die allgemein die Zeit "zwischen den Jahren"
genannt wird. Was man da alles erledigen will - statt der paar Tage bedürfte
es über einen Monat, um dies alles hinzukriegen. Naja, alle Jahre wieder.
Und schon ereilt einen Silvester / Neujahr! Zeit für Rückschau und Ausschau!
Zur Lage der Aktion 2013 heißt das: DANKE - allen Wegbegleitern für
Fastnacht (Jan/Febr), "No Hau"-Theater (Febr/März) Musikalische Lesungen
(März/Sept), "Sternengarten" (März), 5. Musikalischer Themenabend (April),
"Der Schatz der Wullewauki" (Mai), Benefizkonzert (Juni), "Junge Messe"
(Sept/Nov), "Isch Disch lieb!" (Okt/Nov/Dez), "wHEYnachten - live" (Dez),
Weihnachtssingspiel (Dez) ... sowie für weitere künstlerische Aktivitäten
auf Geburtstagen, Beerdigungen, Hochzeiten oder anderen Festivitäten
(ob gebucht oder als Gast). SCHÖNEN JAHRESWECHSEL!
... Und nach diesem sehen, hören, lesen wir uns wieder: am 05.01.2014!
Es freut sich auf Euch - bis dahin grüßend

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (08.12.2013)
25 – Vom Üblichen und Besonderen


Frohen 2. Advent!
Ach, ja ... "Alle Jahre wieder" ... kommt das Christuskind, sind Weihnachts-
märkte, gibt es viele viele Weihnachtsfeiern (meist noch alle an einem
Tag), glaubt man im Stress zu sein, wird die Familiensituation besonders
"gefordert", erklingen Weihnachtslieder, wird man geWHAMt und mit Advents-
kalendern regelrecht zugeschüttet, plant das Fernsehen "Terminator 1-4"
hintereinander an Heilig Abend zu senden, klingeln die Kassen, duftet es
nach Plätzchen, werden Wunschzettel geschrieben, wird von Advents- als
Ankunftszeit gesprochen, als Zeit der Vorbereitung, der Innenkehr, ...
Das Übliche halt!
Zum Glück genauso "üblich" aber ist das "Besondere"! Und wenn man sich
Zeit dafür nimmt, findet man in fast allem Üblichen Besonderes: Für mich
gab es gestern Morgen so einen Moment - Erleuchtung wäre zu hoch ge-
griffen, doch da es mit dem Tageslicht zu tun hat, das mich erfasste, ist
der Begriff gar nicht so weit hergeholt. Bei uns gibt es einige sehr große
Fenster. Zu diesen gehören entsprechende Rollläden - solche mit den guten
alten Holzlatten. Betrieben werden eben jene mit uralten Kurbeln - per Hand!
Statt "Alle Jahre wieder" heißt es hier gar "Alle Tage wieder" - und das noch
morgens und abends: *kurbelkurbel - hoch! *kurbelkurbel - runter! Dazu noch
das knarzende Geräusch des (k)alten Holzes ... das hat was von einer Zug-
brücke - und fühlt sich auch so mittelalterlich an. Wie gesagt: das Übliche
halt. Doch gestern sprinte ich morgens durch das Haus - in Gedanken: Erst
mach ich das, dann das, ... ach, noch rasch den Rollladen hoch: *kurbel ...
(Mann, das dauert!), *kurbel ... (Oh, schön draußen!), *kurbel ... (Was wollt
ich grad machen?), *kurbel ... (Ach, hat Zeit!), *kurbel (Ich glaub, ich setz
mich mal zum Nachwuchs und spiel mit ihm Lego!), *kurbel ... ("Macht hoch
die Tür") ... Solch besondere Meditationsmomente wünschen ich uns allen
(und hoffe, dafür Ideen angekurbelt zu haben ;-) - ich werd auch nie wieder
schlecht über unsere Zugbrücke reden). Eine Empfehlung meinerseits zum
Thema, mit zweieinhalb Minuten Zeit zum Innehalten und Schmunzeln gleich-
zeitig, findet Ihr unter: wHEYnachten live
Viel Spaß. Und bis zum vierten Advent!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (24.11.2013)
24 – Vom HALTen und HALTmachen


Frohen AufentHALT hier!
Einen solchen habe ich mir letzt selbst bereitet. Situation: Voller Tatendrang,
quasi HALTlos, war ich auf dem Weg zur Arbeit - im Radio sang Grönemeyer
"HALT mich nur ein bisschen" ... Da! HALT! Stau! AnHALTen ... Tolle Wurst!
Zwischen den HALTenden Nachbarautos und meiner PKW-Schlange rauschte
ein Blaulichtfahrzeug nach dem andern vorbei. "Oh-oh!", dachte ich. "Was mag
da wohl passiert sein?" In solch einer Lage (aber eigentlich immer) hat man
mehrere Möglichkeiten: Man kann die Welt beschimpfen, weil der eigene Plan
durcheinandergewürfelt wird. Man kann der Welt (oder einer höheren Macht)
auch einfach mal danken, dass man nicht "ganz vorne" im Stau ist, allen Betrof-
fenen das Allerbeste wünschen und sich mit seinem AufentHALT arrangieren ...
Ich entschied mich für letzteres. Und so folgte auf's AnHALTen ein InneHALTen.
Bei mir bestehend aus Korrigieren, Musikhören und Über-das-Leben-Sinnieren.
Zugegeben: Ohne Heizung muss man Mitte November auch mal was AusHALTen.
Leute mit Sextanerbläschen mussten bestimm auch fest einHALTen. Doch mir
persönlich hat dieses HALTmachen sehr gut getan. Als mein Vordermann aus
seinem Auto stieg, um mir - vergraben unter Schulheften und mit Hörstöpseln im
Ohr - mitzuteilen, dass laut Radio es noch gut 90 Minuten dauern sollte, konnte
ich dankend abwinken ... Im Übrigen hatte ich das Gefühl, dass alle Wartenden
HALTung bewahrten - also ein gutes VerHALTen an den Tag legten. Mein Vor-
dermann sollte auch nicht Recht beHALTen: Bereits 30 Minuten später löste
sich die Vollsperrung auf. Dabei fällt mir ein weiterer Schlusspunkt ein: Das
letzte Wort des Vaterunser-Projektes lautet "Erlösung" - hier meine bisher ge-
sammelten Punkte dazu. HALTet Euch fest:
"die Lösung / völlig losgelöst / lose / Los, Schicksal / er-lösen, ab-lösen, ein-lösen,
auf-lösen / Lösungsmittel / gelöst wirken / Lösungsgeld / das erlösende Wort / …"
Sollte Euch hierzu noch mehr in den Sinn kommen, so beHALTet es bitte nicht für
Euch. Teilt es mir mit und HALTet Euch nicht zurück ;-) Danke! Derselbe Appell
bzgl. der Ablegung von vornehmer ZurückHALTung gilt auch für das Stöbern und
Kennenlernen der neuen Verlagswerke: www.ischdischlieb.de startet nächste
Woche. Und die "Junge Messe" ist heute um 10.30h in Mainz-Weisenau vorerst
das letzte Mal live zu erleben, doch dank des BUCHes mit IDEE-CD auf lange Zeit
auch noch daheim erlebbar. Ich hoffe, es gibt da kein HALTen mehr ...
Kommt gut in die Adventszeit. Lasst Euch nicht aufHALTen ... Bis denne ...

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (10.11.2013)
23 – Von Liebe, Tod und Teufel


Frohe Novemberzeit!
"Von Liebe, Tod und Teufel? Was is'n das für'n komischer Betreff?", wird sich der
ein oder andere geneigte Leser (männlich oder weiblich) wohl fragen. "Der Monat
November ist schon trist, das Wetter ist grau-durchwachsen bis besch...eiden und
jetzt noch SO WAS! So ein "dümpliges" Thema?" Gemach! Gemach!, werte Blog-
schnupperer - die Auflösung folgt auf dem Fuße, wie es so heißt, d.h. Schritt für
Schritt - oder neudeutsch: step by step ...
LIEBE: Die Tage musste ich schmunzeln - da hört der Nachwuchs den Elefanten
Benjamin Blümchen in Folge 82 der gleichnamigen Hörspielserie Groß und Klein
erläutern: "Wenn ein Elefant sich verliebt - egal, ob in einen weißen, grauen oder
grünen Elefanten, oder in ein Marsmännchen -, dann macht es "Bumm" und man ist
tierisch glücklich." ... Recht hat er. Und Benjamins Freund Nandu, der weiße Elefant
des Maharadschas von Wischnipur, darf am Ende auch seine graurüsselige Liebe
leben ;-) Liebe/Leben ist auch nicht nur das zentrale Thema von "Isch Disch lieb!",
auf dessen Premiere am 05.12. ich hinweise möchte (und tue), sondern auch des
(angeblich) so traurigen Monats November ... Klingt komisch, ist aber so.
TOD: Warum ist uns eigentlich das Thema "Tod" so unbehaglich, das im November
mit "Allerheiligen-Allerseelen", Volkstrauertag" und "Totensonntag" stark vertreten
ist? Ich glaub deshalb, weil "Tod" was mit Abschiednehmen zu tun hat - meist von
einem geliebten Menschen, von einem geliebten Leben (dem eigenen?). Vielleicht
irre ich mich auch - doch dann, zum Teufel, tue ich das gern, denn ich glaube das.
TEUFEL: Ok, ok ... Er hat in erster Linie deshalb in diese Dreierreihe des Betreffs
Einzug gefunden, weil "Liebe, Tod und Teufel" ein großartiger Titel der großartigen
österreichischen Band EAV ist, die uns so großartige Stücke wie "Küss die Hand
schöne Frau" (Thema "Liebe") oder "Fata Morgana" (Thema "Tod") beschert hat.
Und bei "Teufel" komme ich auf das vorletzte Schlagwort des Vaterunser-Projekts,
das 2014 die "Junge Messe" ablösen könnte. Das Wort lautet "Versuchung". Uuuh!
"ver-suchen, heim-suchen, aus-suchen, unter-suchen / Versuchtwerden / die zarteste
Versuchung / Versuchtsein / lockende Versuchungen / einen Versuch wagen / …"
Wie immer freue ich mich über Ergänzungen, Kritik, Anregungen etc. Mailt, kontaktiert.
Versucht es nur! In diesem Sinne grüßt Euch bis zum 24. November 2013 (der
vorerst letzten Chance, die "Junge Messe" mitzuerleben) lieb-tod-teuflisch herzlich

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (27.10.2013)
22 – Vom Verrinnen und Ersinnen


Frohe Zeit!
Na? Uhr schon umgestellt? Sich schon über die "geschenkte" Stunde gefreut?
Letzteres hoff ich doch sehr, denn: Seine Lebenszeit nutzt man am besten in Freude.
Die genannte Zeit ist ja leider(?) für alle begrenzt, oder poetisch ausgedrückt: Die
Zeit "verrinnt". Dies ist m.E. in dem berühmten Bild von Salvador Dali unglaublich
klar und deutlich dargestellt. Der Ausdruck "verinnen" gefällt mir persönlich im
Übrigen um einiges besser als "zerrinnen" (die Vorsilbe "zer" macht vieles sehr
drastisch, oder?). So hat der heutige "Vaterunser"-Begriff auch das Präfix "ver".
Es geht ums VERGEBEN - auch eine gute Art, seine Zeit zu nutzen ;-)
"ver-geben, her-geben, hin-geben, auf-geben, über-geben, unter-geben, durch-
geben, ... / vergeben und vergessen / vergeblich / vergeben = segnen / sich selbst
vergeben / vergebens / Vergebung der Sünden / …"
Wie immer freue ich mich über Ergänzungen - doch hetzt euch nicht! Nehmt euch
Zeit, genießt die Zeit (Carpe diem!). Wenn ich z.B. Zeit habe, sie mir nehme, dann
wandelt sich das "Verrinnen" ins "Ersinnen". Die Ideen sprudeln. Einige kommen
jetzt schon zum Einsatz (so freue ich mich, endlich auf das vor langer Zeit schon er-
wähnte Werk "Isch Disch lieb!" hinweisen zu können - siehe auch den Trailer), einige
folgen im Jahr 2014 (wie das "Vaterunser-Projekt" von oben, ein neues Schultheater-
stück sowie ein Buch-CD-Werk über das "Menscheln") ... und wie die Umsetzung der
anderen aussieht, kann ich derzeit noch gar nicht sagen. Ach, Kreieren (und das muss
ja nicht unbedingt Musik oder Literatur sein - jeder ist auf seine Art ein Künstler) ist
ein schöner Zeit-Vertreib, oder? Nehmt die Zeit in vollen Zügen wahr ... und in zwei
Wochen, so hoffe ich, sehen wir uns wieder: am 10.11. Und das ist "Martinszeit",
fast schon Beginn der "fünften Jahreszeit" ... und irgendwie auch schon Vorweih-
nachtszeit - um nur einige zu nennen. In diesem Sinne wünsche ich: Gute Zeit!
Euer Mt


Zur Lage der Aktion (13.10.2013)
21 – Von Licht und Schatten


Frohen 13.!
"Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten", lässt JoWo Goethe seinen Götz von Ber
lichingen sagen - Ihr wisst schon: den mit dem noch berühmteren "LMAA"-Spruch.
Im Ersten Akt des nach ihm - also nach "Götz" - benannten Stücks. Ein starkes Zitat.
So schlicht und (in diesem Fall auch physikalisch) so wahr.
Doch was heißt das genau? Wo Licht ist, also was Gutes, ist auch immer Schatten,
also was Böses? Gut, das hieße ja dann auch umgekehrt: Wenn Du Dich im Dunkeln
befindest (d.h. im Schatten), kannst Du auf das damit verbundene Licht vertraun.
Wie die zwei Seiten einer Medaille oder Münze, die halt beide zu dieser Münze oder
Medaille gehören. Wieder so was Sprichwörtliches.
Alles ist ja bekanntlich Ansichtssache. Und jeder hat eine andere Sicht auf die Dinge.
Der eine ist so ein "Dunkeltyp" ("Das Glas ist halbleer"), die andere so eine "Lichtge-
stalt" ("Das Glas ist halbvoll"). Letzte Woche z.B. habe ich (m)einem "Licht"-Kumpel
per Mail mein Leid über den schwachen Besuch der letzten Musikalischen Lesung
geklagt. Und sein einziger Kommentar dazu war (sinngemäß): "Was sind die Leute,
die da waren, doch für Glückspilze." ;-) Wie gesagt: Alles ist Ansichtssache.
Oder wer kennt nicht die Momente des Zorns, der Wutausbrüche oder des Krachs.
Ich hoffe jede/r hat danach auch den wunderbaren Duft gerochen, der sich nach einem
klärenden Gewitter in der Luft verbreitet.
Ähnlich interessant finde ich auch die Suche nach "hellen" und "dunklen" Zitaten zu den
Schlagworten aus dem Vaterunser. Hier - wie angekündigt - zu "Wille" und "Brot":
"Wo ein Wille, da ein Weg / jdn. den Willen brechen / Der Geist ist willig, aber das
Fleisch ist schwach / Willkommen / Wie du willst / Willenlos / "Will aber!" / willfährig /
um Gottes Willen / um meinet-, deinet-, seinet-, ihret-, euretwillen / Willst du wohl! /
Willenssache / (guten) Willens sein / Komme, was da wolle / Willensstärke / Koste
es, was es wolle / Wo du wolle? / ..."
"Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein / das tägliche Brot / Brot und Spiele / brot-
lose Kunst / in Lohn und Brot stehen / Sie hatten keinen Krumen Brot im Haus / seine
Brötchen verdienen / Brot für die Welt / Broterwerb / Brot statt Böller / die wunderbare
Brotvermehrung / ..."
Drei Begriffe stehen noch aus ... Ja, die Reihe neigt sich dem Ende entegegen. Wie
eigentlich das ganze Jahr. Aber - hey! - seit über einem Monat gibt's Weihnachtsge-
bäck bei Aldi. Ja, irgendwie hat wirklich alles zwei Seiten. Nicht immer so klar gegen-
sätzlich wie "Licht" und "Schatten", vielleicht auch nicht immer nur zwei Seiten, ...
Gönnt Euch den Spaß und recherchiert mal zum Beispiel heute (mit Wikipedia oder
anderen Internethelferlein) zum "13. Oktober" - da erkennt man: So ein Tag hat im
Laufe der Geschichte mehr zu bieten als nur "Licht" und "Schatten", mehr als nur zwei
Seiten. Und heute, an diesem 13.10.2013? Finden wir's heraus!
Mit den besten Wünschen ... und bis bald (vielleicht am: 27.10.2013)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (29.09.2013)
20 – Vom Zaudern und Zaubern


Frohen Herbstanfang!
Also, ich - der Esel nennt sich selbst zuerst - komme grad von zehn Tagen Groß-
britannien. Mit 32 Schülern (12-14Jahre) ... Die Diskussion Unwissender, ob das
zum Großfeld "Urlaub" oder "Arbeit" gehört, lassen wir mal weg. Auch die, ob und
was sowas bringt, denn - in alter Tradition des "Schlaubergerspruchs der Woche" -
gilt: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Vermutlich könnte ich aus
den gesammelten Erlebnissen mindestens bis Ende des Jahres die Eintragungen
in dieser Rubrik bestreiten, doch genauso vermutlich würde das irgendwann vom
eigentlichen Motto "Zur Lage der (Verlags-) Aktion" (und -befindlichkeit) wegführn.
Daher nur heute einfach zwei Gedanken:
Auch das üppigste Reise-Programm, die aktionsreichste Unterhaltung ruft Nörgler
hervor. Da wird gelangweilt gemurrt o.ä. ... oder eben gezaudert. Das ist normal, das
gehört (wohl) so. Es allen recht zu machen, geht nicht, und dass alles allen gefällt, erst
recht nicht. So eine Tour ist eine Rundreise mit diversen Highlights verschiedenster
"Level" und "Sinne". Oder moderner verglichen entspricht sie ein wenig der ersten
Ergebnis-Seite einer google-Suche. Man verschafft sich einen Überblick, filtert das
raus, was einen selbst am meisten anspricht (oder was seiner Meinung nach am
ehesten passt) und kann sich, wenn man möchte, mit einigem (später) richtig instensiv
beschäftigen. Auch der größte (Reise-) Zauderer wird - wenn er ehrlich ist - etwas
finden, was ihm gefällt, was ihn vielleicht sogar ... verzaubert.
Sei es die Landschaft, das Wetter, die Menschen, ... Da könnte man noch so einiges
aufzählen. An dieser Stelle muss ich zwei Zauberer unserer Tour nennen: einmal den
Busfahrer. Ohne den würde ja nix gehen - oder besser fahren. Dass man ein 14 Meter-
Gefährt durch die engsten walisischen Gassen im Linksverkehr lenken oder in die
uneinsichtigsten Youth-Hostel-Gehöfte rückwärts(!) einparken kann, ist für mich, der
ich diesbezüglich schon mit dem eigenen PKW überfordert bin, pure Zauberei.
Zum andern natürlich die Organisatorin und Leiterin der Fahrt - danke für diesen
Zauber, der hoffentlich allein schon mit den hiesigen paar Zeilen den ein oder anderen
in seinen Bann zieht - mitten im goldenen Herbst, wenn die Natur (auch in unseren
Breiten) sich und andere verzaubern kann.
In diesem Sinne sende ich, ohne zu zaudern, zauberhafte Herbst-Grüße. Bis heute
Abend zur Musikalischen Lesung und / oder bis in 14 Tagen ...
Euer Mt

PS: Die Begriffe vom "Vaterunser"-Projekt gehen nächste Mal weiter - dann mit zweien:
"WILLE" und "BROT" ... Gerne dürft Ihr jetzt schon fleißig Zitate und Gedanken zu diesen
Begriffen beisteuern. War doch bisher eine gute Zusammenarbeit ;-)


Zur Lage der Aktion (15.09.2013)
19 – Vom reichlichen Reichen


Frohes PlitschPlatsch,
es regnet und regnet (zumindest hier in der "parva"-Zentrale) ... der Regen
trommelt gegen die Fenster - das hat etwas Meditatives. Gerade in diesen
bewegten Tagen (jedenfalls im "parva"-Universum) entschleunigt das ein
wenig. Das tut gut. Und nur im "Gut-Tun" kann man Gedanken sortieren ...
so entspringen Ideen, sie wachsen und nehmen Gestalt an (so geschieht's
im "parva"-Reich) - diese "Auswüchse" sind dann einige Zeit später zu sehen,
zu hören, zu erleben (soweit die Zeit reicht) und bereichern seit 2011 das
"parva"-Programm - noch hoffentlich ganz ganz lange:
Apropos "bereichern", "reicht" und ... "Reich" - dies ist das dritte Stichwort
im "Vaterunser"-Projekt. Was kommt einem da noch alles in den Sinn?
"Himmelreich / Es reicht! / Erdreich / reichlich / Weltreich / reich an etw. sein /
Kaiserreich / reichhaltig / Drittes Reich / Reichtum Mir reicht's! / Königsreich /
reich beschenkt / soweit der Himmel, das Auge etc. reicht / erreichen / stein-
reich / Bereich / bereichern / geistreich / ..." Wie immer freue ich mich über
Ergänzungen, Zuflüstereien und jedes Weiterdenken. Dankeschön.
An dieser Stelle verabschiede ich mich auch schon wieder (heute recht früh).
Für mich geht's die nächsten Tage auf Reisen. Dienstlich! Doch pünktlich
zum nächsten (B)LOGBUCHEINTRAG am 29.09. bin ich wieder da ... und
lade an diesem Tage auch ein zur (wohl) letzten "Musikalischen Lesung" (für
Infos: siehe z.B. "Aktuelles").
Wem das heute zu wenig war und ist, dem empfehle ich Eintrag Nr.11 "Von
der Kürze und der Würze" oder eine Schmökerei in anderen Gedankenaus-
breitungen - so z.B. die des Sommers (mit den Kurzgeschichten). Gehabt Euch
wohl, bleibt "geistreich" und genießt den Herbststart ... PlitschPlatschGrüße

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (01.09.2013)
18 – Von Gut und Böse


Um Himmels Willen! Oder: Gütiger Himmel! ...
Das sind neben der Frage "Weißt Du, wo der Himmel beginnt?" die Zitate zum
Vaterunser-Stichwort HIMMEL, die ich in der Auflistung vom 18.08. noch nicht
aufgenommen hatte. Danke für den Hinweis, Ihr Guten.
Dieses Lob soll allerdings nicht heißen, dass alle, die sich nicht geregt haben
"Böse" seien. Ach, welch herrliche Überleitung. Gut und Böse ... ein spannendes
Thema - auch außerhalb des Religionsunterrichts. Für mich kam es nun wieder
auf, da eine alte Kiste mit Spielzeug aus (m)einer alten Vergangenheit wieder
geöffnet worden ist: "Masters of the Universe" hieß die Reihe von Action-Figuren
aus dem Barbie-Hersteller-Hause Mattel in den dicksten 80er Jahren. Hier ging
es (auch in späteren Trick- und Realverfilmungen, Hörspielen, Comics, Büchern
etc.) um den klassischen Kampf von Gut (He-Man und die Masters) gegen Böse
(Skeletor und seine dämonischen Spießgesellen). ... Und während der neugierige
Nachwuchs fast ehrfürchtig eine Figur nach der anderen aus der Kiste zieht und
fragt: "Ist das ein Guter oder ein Böser?", erschallt die mahnenden Mutterstimme
aus einem anderen Zimmer: "Niemand ist einfach nur gut oder böse!" ... Jaaa!
Das stimmt ja. Irgendwie. Aber allein schon, um meine Kindheit vor dem Vorwurf
einer falschen Wertvorstellungsvermittlung zu bewahren, entgegne ich: "Um sich
des Gegensatzes bewusst zu werden, ist das genau das Richtige!" Und schon
bin ich beim nächsten Gegensatzpärchen: "richtig - falsch" ... "gut - böse". Tja.
Was tun? Manche greifen nun zur Bibel, andere googeln - mir fällt dabei ein Film
ein. In der 90er(?)-Jahre-Verfilmung von "Batman" stehen sich (der "gute") Batman
und (der "böse") Joker erstmals gegenüber. Batman ist eigentlich der früh ver-
waiste Milliadär Bruce Wayne, der sich (nach der Ermordung seiner Eltern) ge-
schworen hat, dem Unrecht (im Fledermauskostüm) den Kampf anzusagen. Joker
hingegen (im frühreren Leben der Mörder der Milliadärseltern) hat seine Gestalt
erhalten, als er bei einem ersten Batman-"Auftritt" in einen Bottich mit Säure ge-
fallen ist. Mit dieser Vorgeschichte stehen sich also der maskierte Ritter für das
Gute und die clowneske Verkörperung des Bösen gegenüber und sind sich vor
dem ersten Schlagabtausch einig: "Keiner würde ohne den anderen existieren!" o.ä.;-)
Apropos. Außer der Parteizuordnung fragt der Kleine bei jedem "Masters"-Mann,
den er aus der väterlichen Vergangenheitskiste zieht: "Wie heißt der?", was ich
auch (fast) immer beantworten kann (*prahl). Verrückt eigentlich. Da taufen irgend-
welche Spielzeughersteller irgendwo irgendwie irgendwann irgendeine Plastikfigur
... und nicht nur mir (damals wie heute), sondern offenbar auch dem Kleinen heute
ist der Name wichtig. Damit wären wir schon beim nächste Stichwort aus dem
"Vaterunser"-Projekt: NAME. Hier meine Ergebnisse: Vor- und Zuname / Ich habe
dich bei deinem Namen gerufen / Kosename / nomen est omen = (ein) Name ist
(ein) Vorzeichen / Firmenname / im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes / Künstlername / sich einen Namen machen / Familienname / Namen
sind Schall und Rauch / Was für ein Name / namhaft / in seinem Namen / Taufname,
Firmname / "Dafür steh ich mit meinem Namen!" / Im Namen der Rose / Rufname /
anonym (gr) = namenlos / Vater, du hast uns einen Namen geschenkt / Spitzname /
Namenstag / mit seinem guten Namen zahlen / Eigenname /...
Was vergessen? Immer her damit ... Bis zum 15.09. grüßt Euch

Euer "guter" Mt


Zur Lage der Aktion (18.08.2013)
17 – Von Glücksgedanken und Gedankenspielereien


Frohen Schlusstag!
Ja, ja, Rheinland-Pfalz macht Schluss ... doch zum Glück nur mit den Sommerferien.
Für Schüler, Lehrer und alle, die mit solchen Wesen zu tun haben, ist so ein letzter
Ferientag ein bisschen vergleichbar mit Silvester, also der Zeit vor Neujahr.
Man blickt zurück (Was ist gelungen? Was nicht?); man feiert (so z.B. die Mainzer
beim gestrigen Riesen-Open-Air), um mit dem Jetzt klarzukommen und man blickt
nach vorn (Was kommt? Wie wird's? Was nehme ich mir vor?) ... Und alles nach
dem Motto: Was hat mich glücklich gemacht? Was macht mich glücklich? Was wird
mich glücklich machen?
Den RÜCKBLICK erspare ich Euch - das habe ich in den letzten (B)Logbuch-Ein-
trägen wohl genug gemacht - und ich hoffe, es wurde und wird jedes Mal dabei klar,
dass die Einträge selbst mir ein gewisses Glücklichsein verschaffen.
Der HINBLICK ist vielleicht etwas ungewöhnlich, hat aber auch mit meinem Alltags-
glücklichsein zu tun; mit einer Gewohnheit, die mir schlichtweg gut tut. An dieser Stelle
muss ich mich nämlich als Hörspiel-Fan outen, das tue ich gern - und ich werde mich
auch nicht entschuldigen mit "Ich war jung und hatte das Geld" ;-) Nein, ich sage es
vor all meinen (fünf?) Lesern: Ich höre die Hörspiele der Kindheit (wie z.B. "Die drei
Fragezeichen") und bin am Tag der jeweiligen Neuveröffentlichungen der erste Down-
loader des Tages ... Gestern habe ich mal wieder eine der älteren Folgen von TKKG
gehört. Der "Häuptling" Tarzan sowie das einzige Mädchen der Jugend-Detektivbande
(Gabi) überlegen, was wohl in dem Koffer drin ist, hinter dem alle Verbrecher her sind.
Dabei kommt es zu folgendem Dialog:
G: In dem Koffer muss was wahnsinnig Aufregendes sein ... Was glaubst Du, was drin
ist? - T: Klößchen würde sagen, ein Zentner Schokolade. Das ist ein Schatz für ihn und
jede Mühe wert. - G: Karl würde sagen, im Koffer ist ein Archiv von Computerbändern,
die das gesamte Wissen der Welt enthalten. - T: Und was sagst du? - G: Im Koffer sind
die Briefe von dir und alles, was du mir geschenkt hast. Und du? Was müsste im Koffer
sein, damit du ihn für immer behalten möchtest? - T: Darauf gibt es nur eine Antwort.
Aber ich würde dir nie zumuten, dich in diesen engen Koffer zu pferchen.
Und wie sieht's mit Euch aus? Was müsste für Euch drin sein?
Und wenn Ihr schon so schön am Überlegen seid, bitte ich noch um ein wenig gedank-
liche Hilfe beim Thema AUSBLICK: Bzgl. der "Lage der Aktion" (s.o.) sind neben der
Vorbereitung der bevorstehenden parva-Veröffentlichungen von "Die Junge Messe"
(Ende August 2013) und "Isch Disch lieb! - eine fabelhafte Lebens- und Liebesge-
schichte" (Oktober 2013) in den Ferien einige Werke für 2014 entstanden - so auch
Texte und Lieder für ein chorisches "Vaterunser-Projekt" ... Ich habe zu verschiedenen
Wörtern aus dem (auch dem Kirchenfernsten) bekannten Gebet Kurzgeschichten und
Musik geschrieben. Das erste Schlagwort ist HIMMEL. Was fällt Euch dazu ein?
Hier meine Gedankenspielereien:
Wie im Himmel / dem Himmel so nah / da berühren sich Himmel und Erde / das Himmel-
reich / dich schickt der Himmel / Himmelsblau, -grau / Himmel, Arsch & Zwirn / der Him-
mel öffnet seine Schleusen / himmelhochjauchzend / Himmelstor / im 7.Himmel / himm-
lisch / Himmelsstürmer / das Blaue vom Himmel lügen, versprechen / himmelwärts / Him-
mel und Erde müssen vergehen, aber die Musici bleiben bestehen / Himmelszelt / aus
heiterem Himmel / Himmel und Hölle in Bewegung setzen / …Und was fällt Euch noch
ein? Ich hoffe, Ihr habt noch einen Koffer voll Ideen - auf diese freue ich mich sowie auf
ein "Wiedersehen" am 01.09.2013! Es grüßt Euch im Voraus dankbar und glücklich

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (04.08.2013)
16 – Vom Verabschieden und Wiedersehen

Frohes Schwitzen!
Wir sind noch mitten im "Sommerloch“ … und fühlen uns wohl. Die Zeitungen freuen
sich, über kommende Wahlen und Spähaffären berichten zu dürfen und nicht über
durchgeknallte Kühe (2010) oder lüsterne Schwäne (2012) schreiben zu müssen.
Das muss ein ganz neues Gefühl sein. Und was Neues soll auch hier passieren, aber
erst beim nächsten Mal und somit am Ende der rheinland-pfälzischen Ferien (18.08.):
Nach philosophischen Gedanken mit Schlaubergersprüchen (siehe Einträge 1-11) und
hoffentlich anregenden Kurzgeschichten – so auch heute (d.h. Einträge 12-16) soll Eintrag
17 quasi anregende Gedanken fordern und fördern - eine gute Mischung, die (a) mehr mit
der aktuellen "Aktion“ (s.o.) zu tun hat und (b) noch mehr Unterstützung von Eurer Seite
bedarf. Mehr verrate ich noch nicht. Seid gespannt und entspannt Euch noch ein wenig,
hier nun mit der (vorerst letzten) Kurzgeschichte "Abschied – Wiedersehen – Sehnsucht":

"Musst Du wirklich gehen?" – "Ach, was muss man schon." – "Aber, ich mein: Warum
müssen wir uns jetzt verabschieden?" – "Ohne Abschied weiß man nicht, was Wieder-
sehen bedeutet. Ohne Trennung nicht, was Sehnsucht ist." – "Das klingt schön. Du hast
recht." Der silberne Mond behutsam auf beide herableuchtend. Sternenklar diese Nacht.
"Ja, Du hast recht. In einem Film sagte mal ein Person: Sag nicht ’Auf Wiedersehen’, sag
nur 'Gute Reise’“ – "Mmmh. Das ist ja ein netter Wunsch, aber ’Auf Wiedersehen’ reicht
doch weiter, oder?“ – "Naja. Ich glaube ja, dass kein Abschied für immer ist. ’Auf Wieder-
sehen’ ist ja fast unnötig zu sagen, wir sehen uns nie zum letzten Mal.“ – "Mmmh …"
Nachdenkliches Grübeln. Nie zum letzten Mal.
"Wenn ich Dich vermisse, denke ich stark an Dich und schicke Dir ein paar wunderschöne
Gedanken." – "Jaaa, und das Schöne ist doch, dass ich den Empfang meines Herzens
selbst bestimmen kann – im Gegensatz zu dem meines Handys." Herzhaftes Lachen. Auge
in Auge. Unbeschreibbares Vertrauen.
"Derselbe Mond wird auf uns herabschauen. Jede Nacht. Dieselben Sterne lächeln auf uns
hernieder.“ – "Weißt Du, ich höre jetzt auf, soviel über den morgigen Abschied nachzu-
denken. Ich genieße den jetzigen Augenblick. Denn, was immer auch geschieht, diesen
glücklichen Gedanken kann mir auch in vielen Jahren keiner nehmen. Dieser lebt als Er-
innerung in meiner unsterblichen Herzensgalerie.“ Arm in Arm. Warme Nähe.
"Hast Du kein bisschen Angst vor der Reise?“ – "Ich glaube, ich bin wie ein Vogel mit Höhen-
angst.“ – "Dann flieg doch zunächst etwas tiefer.“ – "Haha!“ Befreiendes Lachen. Stille. Vor-
beiziehender Windhauch.
"Eigentlich müsste uns bei der Witterung schlotterkalt sein." – "Eigentlich …"

Eigentlich müsste ich grad schwitzen - aber bei diesem Dialog läuft mir ein schöner kühler
Schau(d)er über den Rücken ;-) ... Euch allen ein herzhaftes "Auf Wiedersehen" (am 18.08.)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (21.07.2013)
15 – Vom ...

Frohe Mußezeit!
... ob nun in Form von Ferien, freiem Tag, Feierabend, Sonntag oder (un-) bewusster Tages-
auszeit. Ich wünsche jedem ein gewisses Zur-Ruhe-Kommen und Leben-Genießen ...
und hoffe, dass meine mittlerweile vierte Kurzgeschichte das Sommerloch seelisch stopft.
Nach Märchen, Geschichte und Gedankenspiel ("Auflösung" von letztem Mal findet Ihr wieder
unten, sprich: beim diesmal etwas sehr langen "PS") folgt heute - eine Fabel:

Regen benetzte die Erde. Wind über den Feldern und Fluren. Leichtes Grummeln lag in der
Luft. Eine piepsende Stimme erhob sich: "Wie soll ich schon vorankommen? Eine kleine
Maus?!“ – Eine tiefe Naturstimme antwortete: "Mit einem wahren Willen und der richtigen
Motivation gelangen auch die kleinsten Schritte zu ihrem Ziel.“ – "Aber was ist das Ziel meiner
Reise, Gevatter Baum?“ – "Sagen Sie es mir, Herr Mäuserich.“ Der große Baum schüttelte
sein Laub, um sich zumindest für die folgenden Minuten von der Last des Regens zu befreien.
Die kleine Maus kroch noch tiefer in das Baumloch am unteren Ende des Stammes. "Ich möchte
soviel sehen, soviel erleben. Verstehen Sie?“ – "Ach, Herr Mäuserich. Sie meinen vielleicht,
ein Baum steht nur so herum und kriegt nichts mit. Doch dem ist nicht so: Ich habe mich mit den
Vögeln unterhalten, denen ich sonst eine Behausung schenke, mit vielen Wanderern, denen
ich – wie ihnen jetzt – eine Schatten spendende und Regen abweisende Rastmöglichkeit biete.
Ich habe schon von allem gehört: Diese Leute haben schon alles gesehen und erlebt.“ Wieder
Stille, nur durch das gleichmäßige Plätschern des Regens zerrissen. Dann schlüpfte die kleine
Maus aus ihrem Loch heraus, richtete sich auf und musterte nochmal ihren Unterschlupfgewährer.
"Haben diese Leute auch schon die Sterne funkeln gehört? Rochen sie auch den Lauf der Welt?
Haben sie mit der Zeit getanzt? Haben sie die Liebe gesehen?"
Der Baum blieb stumm. Seine Blätter raschelten, da ein stärkerer Wind loszog. Das Regen-
prasseln wurde aggressiver. Zog ein Gewitter auf?
"Danke, Gevatter Baum. Ich weiß jetzt Bescheid. Und wenn ich meine Ziele erreicht habe, ver-
spreche ich ihnen, zurückzukehren, um ihnen davon zu berichten.“ – "Das ist sehr nett von Ihnen.
Seien Sie behütet auf ihren Wegen. Wollen Sie jetzt los?“ – "Auch die längste Reise beginnt mit
dem ersten Schritt. Dieser soll jetzt sein. Leben Sie wohl, Gevatter Baum.“ – "Seien Sie behütet
auf Ihren Wegen, Herr Mäuserich.“

So, seid auch Ihr behütet! Und: Lasst es Euch gut gehen - beste Grüße (bis zum 04.08.2013)
Euer Mt

PS: Die Liebe kommt auf einer hohen Welle angesurft. Ohne Surfbrett. Ein Kopfsprung. Eingetaucht.
In einer großen Fontäne wieder heraus gesprungen. Verschmitztes Lachen. Sie setzt sich neben
mich auf’s Wasser. "Na, wie ist das werte Befinden?“ – "Nun, ja, also, äh … eigentlich …“ – "Ja, ja,
verstehe schon. Dieser Verwirrungszustand kann Dir bei mir immer blühen. Ich kann aufwühlend
sein und stürmen und brausen und hohe Wellen schlagen.“ Plötzliche Wellenarmut. Für einen kurzen
Moment absolut glatte Wasseroberfläche. Staunen. "Ich kann aber auch sanft sein und Gelegenheit
geben, sich treiben zu lassen. Wenn Dich eine meiner Wellen erwischt, kannst Du entweder an
Land gehen, alles von Dir abperlen lassen, Dich abtrocknen und gehen. Du kannst Dich aber auch
hingeben und in die Fluten stürzen. Mag es auch zunächst "unsinnig“ erscheinen“. – "Ich glaube, ich
verstehe, nun ja, ich hoffe.“ – "Du musst hier nix glauben und nix hoffen. Du musst lieben. Und eins
kannst, darfst, musst Du mir glauben: Die Liebe findet ihren Weg. Auch wenn Du Dich abgetrocknet
hast. Wenn diese Welle für Dich bestimmt war, wird sie Dich das nächste Mal wieder treffen. Haha!
Ein einfaches Spiel. Aber je einfacher die Spielregeln, umso mehr versucht man sie und sich selbst
zu überlisten. Jetzt aber Schluss für heute. Ich weiß. Man könnte noch viel … blabla. Ich weiß. Man
könnte … man könnte … Bleib einfach noch ein wenig liegen. Genieße und lass Dich mit Deinen
Gedanken treiben.“ Schwups und weg.
Ich lasse mich treiben … und tue … nichts? Falsch! … ich genieße, innerlich erfüllt. Fern das abend-
liche Strandgemenge, verinnerlicht das Rauschen der Meerwellen.


Zur Lage der Aktion (07.07.2013)
14 – Vom Glauben und Hoffen

Frohe Sommerzeit!
In Rheinland-Pfalz haben die Ferien angefangen. Yabadabadoo! ... Und die zweite Jahres-
hälfte hat begonnen - es ist Sommer. Jippie! Da will ich auch gar nicht lang rumquatschen
und lieber gleich die Geschichte der Woche beginnen lassen. Ich hoffe und glaube, etwas
Zeitloses, das gut in diese (Sommer-) Zeit passt, gefunden zu haben: Los geht's ...

Wellendes Meer. Blauer Himmel. Wärmende Sonne. Auf der roten Luftmatratze liegen
und … nichts tun? Falsch! … Genießen! Fern das abendliche Strandgemenge, verinner-
licht das Rauschen der Wellen.
Da kommt der Glaube angeschwommen, d.h. mehr angetrieben. Auch er hat den Bauch gen
Himmel gestreckt, nur gibt es zwischen ihm und dem Meer keine Matratze.
"Entschuldigen Sie, wie machen Sie das denn?“ – "Och. Ich glaube, man kann sagen, ich
bin selbst wie eine Luftmatratze. Oder wie eine Schwimmweste.“ – "Wie darf ich das ver-
stehen, Herr Glaube?“ – "Schau: Man kann sich auf mich verlassen, sich auf mir treiben
lassen, ja mich genießen - oder mit mir genießen. Doch man muss mich gebrauchen ...
Unaufgeblasen und zusammengefaltet in der Ecke liegend nütze ich nicht viel. Man muss
mich auch gelegentlich pflegen bzw. flicken, sonst kann man auch ganz schön baden gehen."
Schweigen. Nachdenken. "Ach, äh, Herr Glaube, bei der Gelegenheit: Was ist denn der
richtige Glaube?“ – "Haha! Eine Fangfrage. Ach, weißt Du. Es ist fast egal, an wen oder was
Du glaubst bzw. wie Du Dein Glaubensziel nennst. Du musst einen Glauben finden, dem Du
nicht nur "glaubst“, sondern auch vertraust, d.h. hinter dem Du hundertprozentig stehst und auf
den Du Dich stützen kannst. Verstehste? ... Guck nicht so. Ich weiß, in Rätseln sprechen, ist
komisch, das tue ich aber gar nicht. Versuche einfach Deinen persönlichen Code zu meinen
Worten zu knacken. Oh! Wir kriegen Besuch. Du kriegst Gesellschaft. Vieles könnte man noch
sagen. Doch erst mal nur soweit. Mach’s gut!" Verabschiedung nicht möglich. Er ist weg.
Kopf gen Himmel gewandt. Augen zugekniffen. Die Sonne blendet.
Die Hoffnung schwebt herab und bleibt auf dem Wasser stehen. "Guten Tag, mein Kind!“ –
"Frau Hoffnung, ich dachte …“ – "Hast jemand anderen erhofft, hihi. Nun ja. Ich bin der Sonne
entschwunden, weil Du vielleicht durch sie mich begreifst. Ich bin immer da, um Dir Licht
und Wärme zu spenden. Am Tag, auch wenn eine Wolke vor mir steht, bleibt der Tag dennoch
erhellt. In der Nacht ist der erleuchtete Mond mein Zeichen.“ – "Das heißt, ich darf die Hoff-
nung nie aufgeben? Sie ist immer da?“ – "Habe stets Hoffnung. Jeden Morgen geht die
Sonne wieder auf.“ – "Aber: Wo habe ich diese Hoffnung?“ – "Dort, wo auch stets in Dir
die Sonne scheinen soll.“ – "In meinem Herzen?“ Nickendes Lächeln. Doch da! Tosendes
Rauschen. Höhere Wellen. "Na, ich werd die Bühne freigeben für Besuch Nr. 3!“
Weg, verschwunden. Abermals Abschied nicht möglich.
Jemand kommt auf einer hohen Welle angesurft. Ohne Surfbrett. Ein Kopfsprung. Eingetaucht.
In einer großen Fontäne wieder heraus gesprungen. Verschmitztes Lachen ....

Und? Wie geht's weiter? Wer kommt? Wie kommt er / sie? Was wird beredet? Ich freue
mich auf Ideen und wünsche allen Urlaubern "Schöne Zeit!" ... und allen Daheimbleibern "Schöne
Zeit!" - In Hoffnung und Glauben auf die nächste Blogbegegnung (am 21.07.13).

Euer Mt

PS: Natürlich hab ich die "Auflösung" von letztem Mal nicht vergessen ... Voilà, c'est ca:
"Nun, da hab ich ja genau das Richtige dabei“, gluckste der alte Mann und hielt ihm die flache
Hand vor die Nase. Ein Samenkorn war darauf. "Was ist das?“ fragte Benjamin mit großen
Augen. "Das ist ein Traum. Du kannst ihn einpflanzen und wachsen lassen. Du musst Dich
immer um ihn kümmern, aber die Mühe lohnt sich.“ – "Und was hab ich dann?“ fragte der Kleine
noch zweifelnd und ungläubig dreinschauend. "Dein Traum wird wachsen bis in den Himmel
hinein. Er hält Regen von Dir fern. Du kannst in seinem Schatten tanzen und auf ihn klettern, um
die Wolken zu berühren.“ Da fiel das kleine Geburtstagskind dem alten Mann um den Hals und
hätte ihn um ein Haar vor Freude umgeworfen: "Das ist wirklich etwas gaaanz Großes!“


Zur Lage der Aktion (23.06.2013 + 2 Tage)
13 – Vom Großen und Kleinen

Frohe Verspätung!
Jetzt ist es passiert. Wer hätte das gedacht? ... Also, ich nicht! Aber mir ist es
passiert. Da bin ich aber platt ... In meinem selbst auferlegten Zwei-Wochen-
Rhythmus habe ich mich vertan. Es ist aber auch von einem Künstler etwas viel
verlangt, dass 09. Juni (Tag des 12. Blogs) plus 14 Tage 23. Juni ergibt ;-)
Dieser verflixte 13. Blog - höhö. Ich hoffe, Ihr zeigt wahre Größe und verzeiht mir
diesen kleinen Fauxpas! Ich kann auch direkt zwei Vorteile des 25. gegenüber dem
23.06. nennen: Einmal kann ich sagen, dass die kleine Aufführung "Der Schatz der
Wullewauki" gaaanz großes Kino war; dann erlaube ich mir, in diesem kleinen Ein-
trag auf den 4. Todestag eines ganz großen amerikanischen Popstars zu verweisen.
Bei dem vielen "Groß" und "klein" fallen mir zwei Dinge ein:

1. Die - nennen wir's - Auflösung des letzten Märchens, d.h. der "Sonnensatz"
lautet: "Komm, Papa! Lass uns in den Sonnenuntergang tanzen." Und dann
heißt es im Märchen: "Da schien das Herz des Königs vor Freude zu zerspringen.
Er legte seine Krone ab, warf seinen Purpurmantel von sich und nahm seine
Tochter an der Hand. Beide sprangen und tanzten singend und pfeifend an der
Gesellschaft vorbei - zur Tür hinaus." ... *rührungsschnief

2. Die Geschichte dieses 13. (B)Logbucheintrags beginnt so:
"Der kleine Benjamin sollte bald Geburtstag haben. Wie fast alle Kinder konnte
er diesen Tag kaum abwarten und zählte jeden Morgen, wie oft er noch schlafen
musste, bis er endlich als Geburtstagskind aufwachen konnte. Und um ganz sicher
zu gehen, zählte er vor dem Schlafengehen lieber nochmal nach.
Wenn er gefragt wurde, was er sich denn wünsche, so bekam man immer dieselbe
Antwort: "Etwas gaaanz Großes.“ Und dabei breitete er die Arme wie zum Wegen
aus und riss den Mund weit auf.
Dann war es endlich soweit: Benjamin hatte Geburtstag und sein Gabentisch füllte
sich mit Geschenken. Seelig strahlte Benjamin über die vielen Dinge, doch …
etwas fehlte noch. Etwas gaaanz Großes. Der Abend brach herein und es war bald
Zeit zu Bett zu gehen, als es unverhofft klingelte. "Wer kann das denn noch sein?“
fragte sich die Mutter, während Benjamins Vater bereits zur Tür ging.
Der Nachbar stand vor der Tür. Ein kleiner hagerer Mann mit eingefallenem Gesicht,
dessen gütige Züge jedoch noch zu erkennen waren. "Hier ist doch ein Geburtstags-
kind, wenn ich mich nicht irre.“ – Benjamin sprang auf. "Das bin ich“, quietschte es aus
ihm heraus. "So, Du bist das. Und hast Du Dir nicht etwas Bestimmtes gewünscht?“ –
"Ja, etwas gaaanz Großes“, sagte der Kleine, strahlte über das ganze Gesicht und
machte sich dabei wieder riesengroß. "Nun, da hab ich ja genau das Richtige dabei“,
gluckste der alte Mann und hielt ihm die flache Hand vor die Nase. ... "

Ich höre förmlich die "BUH"s und Pfiffe. Doch das halte ich aus - vielmehr: Hier halte
ich an. Was glaubst DU: Was hat der nette alte Nachbar in der Hand? Etwas gaaanz
Großes in der kleinen Hand? Mmmh? Ich freu mich auf Ideen.
Und auf ein Wiedersehen - am 07.07. (auf dass ich mich nicht noch mal vertue).

Euer Mt

PS: Noch ein kleiner Hinweis: Am Samstag, 29.06.2013, ist um 19h (nach der Vorabend-
messe und vor den großen Partys) ein "Benefizkonzert" in Mainz-Bretzenheim, d.h.:
"Ab in die Fluten ..." - eine Stunde handgemachte Musik für alle Generationen (von
Mathias Gall), je nach Wetter in oder vor St.Georg - zugunsten der Fluthilfe!


Zur Lage der Aktion (09.06.2013)
12 – Vom Ausbrechen-Wollen und Ausklinken-Können

Frohen Nach-Mai!
"Alles neu macht der Mai" - so heißt es ... Pustekuchen! Das einzig "Neue" war die
Rekordkälte. Nun ruhen alle Hoffnungen auf dem Juni, was sich wettertechnisch ja
bisher gelohnt hat. Doch auch an dieser Stelle soll ein neuer (Sommer-) Wind wehen.
Ich habe Euch eine Geschichte mitgebracht ... ein Märchen - von meinem hochge-
schätzten K. Mathis: "Des Kaisers Geburtstag"

Es war einmal ein König, der regierte in einem Fernen Land über ein herrliches
Königreich. Berge und Täler, Flüsse uns Seen, schattige Wälder und sonnendurch-
tränkte Felder. Es war ein fröhliches Land, denn die Menschen liebten ihren weisen
und gerechten König.
»An einem sonnigen Tag herrschte großes Treiben im ganzen Königreich. Des Königs
Geburtstag stand an und nahezu alle Kinder, Frauen und Männer des Landes strömten
in die große Stadt. Der König stand auf seinem Balkon, die ihm zujubelnde Menge
willkommen zu heißen. Er strahlte vor Freude – wie es die Menschen an ihm liebten
und gewohnt waren. Doch in seinen Augen flackerte ein kleines Bekümmernis: Er
hatte sich schon lange nicht mehr wirklich gefreut. So aus dem Herzen heraus, wie
es Kinder vermögen oder arme Menschen, die das Leben schätzen und sich an kleinen
Dingen erfreuen können. Der König liebte sein Volk und freute sich über die Liebe,
doch es war nicht die Liebe, die einen innerlich ganz erfüllen und entflammen kann.
Am liebsten hätte er schon vorzeitig dem heutigen Treiben Einhalt geboten, um den
Tag ganz für sich zu haben. "Tradition, Euer Majestät“ war die einzige, ihn nicht sehr
ermunternde Antwort seines königlichen Beraters gewesen.
Der Nachmittag brach an und folgte den traditionellen Bahnen. Der König saß mit
seiner Hofgesellschaft im großen Thronsaal. Bei ihnen waren die wichtigsten Vertreter
des Volkes. Gaukler präsentierten an den Seiten ihre Tricks, der Hofnarr führte durch
ein kleines Spaßprogramm und eine Kapelle umrahmte das Ganze mit Harmonien.
Geschenke wurden dem König nach und nach überbracht. Protzige, klotzige, kleine,
feine, kreative und meditative. Der König bedankte sich immer und fiel stets in ein an-
steckendes Lachen, so dass nur jemand, der es sehen wollte, sah, dass diesem Lachen
innere Wärme fehlte. Die Geschenkübergabe war fast beendet. "Erlauben Sie, Euer
Majestät, mir, dem Vorsteher von "Sonnenstein“, Euch zum Schluss noch mit einem ver-
goldeten Schuh zu erfreuen. Handgefertigt durch unseren besten Goldschmieder und …“
Des Königs junge Tochter war unbemerkt von ihrem Platz aufgestanden und in Richtung
Fenster gelaufen. Sie hatte sich einen Stuhl heran geschoben, sich darauf gestellt und
den Vorhang beiseite geschoben. Ein glitzernder Sonnenstrahl erfüllte den Saal und fiel
wärmend auf das Antlitz des verwunderten Herrschers. Er blickte seine Tochter an.
Das kleine Wesen strahlte der Sonne ebenbürtig. Dann sprach sie: ...«

Hier halte ich inne - ein schöner Gedanke befällt mich, bringt mich zur Ruhe. Ich strahle.
Wie vom Morgentau beseelt. Dem König erging es genauso - so viel verrate ich ... Doch
was glaubst Du hat die Königstochter gesagt? Ich bin gespannt und würde mich freuen
Deinen Sonnenstrahlsatz zu hören bzw. zu lesen (mail@parva-verlag.de). Vorab Danke!
Märchenhafte Grüße

Euer Mt

Zur Lage der Aktion (26.05.2013)
11 – Von der Kürze und der Würze

Frohen Championstag!
Ob nun Fußballer oder nicht, Bolzfreund oder auch nicht - vorbei kam man in den
letzten Tagen am gestrigen Ereignis nicht, oder? Mir persönlich erscheinen die Tage
bis zu einem solchen (neudeutsch) Event durch die Countdown-Zählerei in den Medien
mit der großen (häufig unnötigen) Informationsflut meist viel länger als ohne.
Und dabei liegt doch - zumindest sprichwörtlich - in der Kürze die Würze, oder nicht?
Wenn eine Mannschaft mit der anderen kurzen Prozess macht - wenn eine Niederlage
kurz und schmerzlos ist - wenn etwas kurz und knackig (oder bündig) ist ...
diese Liste könnte man wohl noch ein wenig verlängern, doch ich mach's kurz ;-)
Kurz auch mit dem heutigen Blog - statt Rekordlänge soll der elfte parva-Eintrag
(zur Erinnerung: "parva" heißt "klein") auch von der Wortzahl her das ausdrücken,
worauf er inhaltlich das Augenmerk lenkt. Und das sind diesmal keine ausufernden
Lebensbezüge (die kommen vielleicht von selbst) oder lange VerlagsTaten-Auflistungen
(die können ja auch wieder folgen). Nein, es ist die "Kürze", die (mich) fasziniert.
Ich persönlich fand es meist etwas frustrierend, wenn nach einer Kursarbeit in der
Schule (z.B. Englisch) meine acht handgekritzelten Seiten mit einer 3 oder 4 zurück-
kamen und der Nachbar mit seinen zwei Seiten eine 2 oder gar 1 abstauben konnte.
Doch dieser Nachbar beherrschte eben jene Kunst, wenige wohlgesetzte Worte zu
finden, die den Kern trafen und treffen. Großes Blabla ohne Basis, Schaumschlägerei,
Floskelbeballerung oder Stammtischparolen (da sind wir wieder beim Fußball) gehen
meist schneller von der Hand bzw. von den Lippen. Das andere ist eben "würzige" Kunst.
In der Kunst - z.B. bei Gedichten oder Liedtexten - macht uns genau diese "Verdicht-
ung" von Wahrheiten den Zugang meist nicht so einfach. In Shakespears Hamlet heißt
es dazu: "Brevity is the soul of wit", was nach meinen bescheidenen Englischkennt-
nissen wohl auf den lateinischen Schlaubergerspruch der Woche zurückgeht (die Römer
waren übrigens Meister der "brevitas", d.h. "Kürze"):
"Brevitas sapientiae anima est" - "Die Kürze ist die Seele der Weisheit".
Langer Rede kurzer Sinn: Gehabt Euch wohl, Ihr Champions (und als solcher darf sich
jeder fühlen - auch oder gerade ohne Fußball, vielleicht aber beseelt vom Pfingstgeist).
Beste Grüße und bis bald

Euer Mt

PS: Der Autor des langen Zitats von letztem Mal ist übrigens Dieter Nuhr. ("nuhr" mal so
"kurz" nebenbei) :-)


Zur Lage der Aktion (12.05.2013)
10 – Vom Jubilieren und Danken

Frohen JubiläumsMuttertag!
Um Verwirrungen vorzubeugen: Der Muttertag feiert kein Jubiläum – er ist (laut
Wikipedia) auf den Tag genau 106 Jahre alt. Doch auch ohne runde Zahl sind
heute mindestens Blumen oder etwas anderes Blühendes (wie dankbare Freude)
fällig. Nein, die Vorsilbe "Jubiläum" geht auf den 10. (B)LOGBUCHEINTRAG zurück.
Ich gebe zu, es gibt Bedeutsameres und weitaus Traditionelleres – ich freue mich
dennoch und werde zur (Doppel-) Feier des Tages auch zwei Besonderheiten folgen
lassen, die für sich stehen und m.M.n. keiner weiteren Sinnierungen bedürfen.

(1) Auszüge aus dem Kreativ-Tagebuch von M.G. aus M. (parva-verlag):
"25.04. - Aufnahmen für "Isch Disch lieb" mit drei jungen Damen, die mit ihren
Stimmen dem Ganzen hörbar Glanz verleihen. / 03.-05.05. - Chorwochenende :-)
Wir gospeln im Jetzt, halten "Die Junge Messe" (2012) für weitere Feiern frisch und
haben erste Ideen für ein tolles Projekt 2014. / 05.05. - seltsames Treffen mit den
Schauspielern des etwaigen Jubiläumstheaterstückes 2014. / 07.05. - vorletzte Auf-
nahmesession für "Isch Disch lieb", was im Herbst herauskommen soll. Außerdem
kommt per Mail die Druckerlaubnis zweier Texte für "Die Junge Messe", die im Juli
erscheinen soll. / 11.05. - Lücke zwischen Vater- und Muttertag, Zeit zum Nachenken,
Planen, Jubilieren und Danken … Beim Blick auf die letzten Verlagseinträge fällt mir
auf, dass ich die (oft bürokratischen) Steine, die einem beim Erfüllen eines Lebens-
traumes häufig im Weg liegen, ausgelassen habe. Es folgt eine Selbsterkenntnis: Da
das Klagen mir zu mühselig und lebenszeitverschwenderisch ist, blicke ich lieber
auf die vielen Jubelmomente zurück, bin dankbar und freu mich auf das Kommende!"

(2) Statt eines lateinischen Schlaubergerspruchs der Woche gibt’s heute mal ein
etwas längeres Zitat von einem modernen Philosophen, der auch sehr sehr lustig
sein kann. Den Namen verrate ich nicht, d.h. noch nicht. Die Auflösung erfolgt in
zwei Wochen. Für heute gebe ich nur den Tipp: Das Folgende stammt aus seinem
neuen Buch "Das Geheimnis des perfekten Tages", also auch eine Art Tage-Buch ...
"Es ermangelt unserem Land an Begeisterung. Wir sind enttäuscht. Die Erdbeeren
sind zu wenig aromatisch und der Smartphone-Akku ist viel zu schnell leer. Woanders
gibt es bessere Gründe, enttäuscht zu sein, vor allem wenn man irgendwo in Afrika
zwölf Stunden am Tag Fußbälle zusammennähen muss und weiß, dass sich das im
Leben bestenfalls dann ändern wird, wenn man stirbt. […]
Umso enttäuschender ist, dass in unseren Breiten … keine rechte Freude aufkommen
will. Wenn man die Menschen fragt, wie die Welt so ist, dann wird die Regelantwort
"schlecht" lauten. Auch der Mensch wird als "schlecht" empfunden, eine absurde
Situation, wenn man bedenkt, dass der Mensch die Kriterien, die ihn als "gut" oder
"schlecht" ausweisen könnten, selber aussucht. Genauso gut könnte man behaupten,
der Mensch sei physisch minderwertig, weil er nicht fliegen kann. Er ist halt so, wie er
ist. Gut ist er, wenn das Beste daraus macht.“

Und heute tut Ihr da draußen gut daran, Eurer Mama (auch oder grad wenn der Kontakt
eigentlich grad nicht so dolle ist) in irgendeiner Weise zu danken. Danken eben dafür,
dass sie dieses "Beste daraus“ (aus ihrem Leben) gemacht hat – nämlich mit Euch ;-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (28.04.2013)
09 – Vom Befinden und Empfinden

Frohe Lebensfreude!
Na, wie ist das werte Befinden im Land? Ich nehme an, das hängt davon ab, wo man sich halt
grad innerlich befindet, oder? Ein Tag wie heute hat da schon ein gewaltiges Befindlichkeits-
spektrum zu bieten: Berühmte Damen wie Penélope Cruz (*74) oder Jessica Alba (*81) feiern
heute Geburtstag - ein Grund zum Feiern. Am selben Heute jährt sich zum 110. mal ein katas-
trophales Erdbeben in der Türkei, das mehrere tausend Menschenleben forderte - ein möglicher
Anlass zum Nach-Denken oder -Trauern. Und manch einer grämt sich schon aufgrund der grau-
regnerischen Pause, die der sommerliche Frühling gerade eingelegt hat.
Überhaupt: Wie oft ändern kleine Begegnungen, Informationen, Zufälle, Begebenheiten den
augenblicklichen Gemütszustand: z. B. morgens himmelhochjauchzend, mittags zu Tode betrübt,
abends innerlich ausgeglichen ... oder in anderen Reihenfolgen. Um dabei nicht Reaktionen aus
dem Affekt heraus nachträglich zu bereuen, ist der Gedanke an die antike Philosophenrichtung
der Stoa im ersten Moment verführerisch: Der Stoiker ist frei von eben solchen Affekten - da kann
ein geliebter Mensch sterben, der finanzielle Ruin drohen oder die Welt untergehen, ein Vertreter
dieser Philosophie bleibt schlichtweg ruhig ... oder wie wir es heut noch kennen: in stoischer Ruhe.
Gut, gut, das mag in mancher Situation hilfreich sein, aber ist es wirklich das, was man will? Man
verliebt sich, gewinnt Geld im Lotto, bekommt ein Kind, ... und bleibt dabei ein stummer Fisch mit
eingefrorener Mimik? Neee! Hey, da braucht's Freude, Überschwang, überhaupt: Empfinden!
Und meines Erachtens hilft Freude am Leben dann auch grad in dunklen Zeiten. Das klingt jetzt
vielleicht abgedroschen oder aus einem Kirchenblättchen abgeschrieben, doch ich notiere aus
tiefster Überzeugung: Eine gesunde Portion Lebensfreude bringt innere Zufriedenheit. Und diese
wiederum lässt einen nicht so schnell neidisch, ängstlich oder unsicher werden bzw. einen nicht so
rasch aus der Befindlichkeitsschiene entgleisen. Dies führt zum Schlaubergerspruch der Woche.
Ein Appell, der lustigerweise vom römischen Stoiker Seneca (1. Jh. n. Chr.) stammt: "Disce gaudere!"
Was so viel heißt wie: "Lerne, dich zu freuen!" - Und das muss wohl jeder für sich lernen ...
Ich zum Beispiel freue mich, Euch bis zum nächsten Eintrag in zwei Wochen eine aktualisierte Seite
mit Ausblick auf viele neue sowie bereits angekündigte Werke und Projekte versprechen zu können.
Bei dem Gedanken daran empfinde ich einfach (Lebens-) Freude ;-)
Na, dann bis zum nächsten Mal! Gutes Empfinden!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (14.04.2013)
08 – Vom Nach-Tragen und Vor-Heben

Frohen Frühlingstag!
Es ist soweit! Die Sonne ist da! Da muss man einfach mal raus, oder? Selbst so eine
Zimmerpflanze wie ich kann das nachvollziehen. Und da ich es mit der Länge bei meinem
letzten Eintrag eh etwas zu gut gemeint habe (wie mein Mailfreund Kurt - zu Recht? - kritisch
bemerkte), werde ich mich heute recht kurz fassen. Dann können wir gleich alle raus, ok?
Aaaalso, vor sechs Wochen gab es die ersten Sonnenstrahlen. Das glaubt Ihr mir nicht?
Na, dann lest es nach im (B)LOGBUCH-Eintrag 05 - da habe ich von sich, dich und mich
verändernden Zeiten gesprochen. Nach jenen 36 etwas sonnigeren Stunden kam wieder
eine lange Dürre- bzw. in diesem Fall besser: Dunkel-, Kälte- und Nässeperiode. Brrr.
Und jetzt spürt man direkt: Aufatmen (der Seele), Aufmachen (des dicken Anoraks) und
Aufbrechen (aus der heizungsluftdurchtränkten Muffbude). Vielleicht hat es ja nur so lange
gebraucht, da ich jetzt in diesem neuen Eintrag erst den für das damalige Thema passenden
Schlaubergerspruch der Woche habe: "Tempora mutantur et nos mutamur in ipsis" - "Die
Zeiten ändern sich und wir uns in (oder mit) ihnen" Das wird dem römischen Dichter Ovid
zugeschrieben, dem Autor des unglaublichen Werkes "Metamorphosen" (Verwandlungen).
Na, merkt ihr was? ;-)
Ich hoffe, Ihr seid jetzt ob dieses nachträglichen Nachtrags nicht nachtragend - nach dem
Motto: Ja, ja, jetzt kommt der erst damit." Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen: Nun
passt es ja noch viel besser und hebt sich mit Nachdruck besonders hervor. Ach, ja: Besonders
hervorheben möchte ich noch, dass der obige Latein-Spruch im Hexameter geschrieben
ist. Das ist nix Unanständiges. Auch keine Krankheit. Es handelt sich um ein sechshebiges Vers-
maß, das einen zum Tanzen (oder Schunkeln) aufzufordern scheint. Insofern wünsche ich Euch
eine beschwingte Zeit. Ich hab ja versprochen, mich kurzzufassen. Daher muss ich wohl
darauf verzichten, die neuesten (Verlags-) Projekt-Entwicklungen durchzugeben. Um dies
nicht ganz zu übergehen, schließe ich mit einem Zitat, nämlich mit den ersten Zeilen der
derzeit entstehenden Kinder-CD zur Familienfabel "Isch Disch lieb", die da lauten: "Die ersten
Sonnenstrahlen auf der spiegelblanken Meeresfläche laden förmlich ein zum Fliegen" ...
Na, dann: Hebt mal schön ab. Aber: Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund. (Ach, diese Sprich-
wort schlager!) Apropos: Einen hab ich noch - und dann ist Schluss: Flieger, grüß mir die Sonne!
Sonnenstrahlende Grüße

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (31.03.2013)
07 – Vom Fest-stehen, Ver-stehen ... und Auf-(er)-stehen


Frohe Ostern allerseits!
Ach, ja: Alle Jahre wieder ... Wie meinen? Ich hätte da was verwechselt? Mitnichten!
Alle Jahre wieder kommt diesmal nicht das Christuskind, sondern derselbe Hickhack
ums bzw. vorm Osterfest: Krach ums so genannte "Tanzverbot", Anhänger des "Hasen-
festes" rufen zu Massenkirchenaustritten auf und so mancher Radiomoderatur grüßte
gestern mal wieder zum "Ostersamstag" statt zum "Karsamstag". Die Zeit rast doch so
schon schnell genug (zum Beispiel haben wir dieses Jahr nur 23 Stunden Ostersonntag),
da sollte man den einzigen Samstag der Karwoche auch als solchen "genießen".
Ostersamstage gibt es in den kommenden fünfzig Tagen bis Pfingsten noch genug.
Das Wort "genießen" halte ich übrigens trotz der Vorsilbe "Kar-" (wohl von einem alt-
deutschen Wort "chara", was mit "Kummer", "Trauer" zu tun hat) für genauso richtig wie
den Begriff "Feiertag" für Karfreitag, obwohl an ihm bekanntlich Jesus gestorben ist.
Man muss die Feste (oder Feiern) feiern (oder genießen, im Sinne von begehen), wie
sie fallen (oder eben fest-stehen). Alles hat seine Zeit - so viel steht fest.

Fest-stehen? Feststehen? Fest stehen? Für einen Kirchenfan wie mich gehört auch
oder gerade in diesen christlichen Hoch-Zeiten eine gewisse Standfestigkeit dazu
bzw. sie ist vonnöten. Denn das öffentliche Interesse wird (meines Erachtens) mehr auf
oben genannte Querelen und Krakelerein gelenkt. Der Hintergrund manch einer (für mich)
schönen Symbolik - ob im Kirchengebäude oder außerhalb - wird als Spinnerei dargestellt.
Ein Ballermannmotto wie "Wir wollen Party, Plamen, Weiber und 'n Bier! ... auch an Kar-
freitag!" erscheint mir da irgendwie verrückter. Diese Nulltoleranz verstehe ich einfach nicht.
Ver-stehen? Ist das eigentlich das Gegenteil von "Ver-rückt"?
Be-stehen? Ist hier das Gegenteil eventuell "Ver-gehen"?
Oder wie sieht's aus mit: Ein-stehen? Bei-stehen? Durch-stehen?
oder (Dr)über-stehen, (Dr)unterstehen und Durch-stehen? ...
Ach, und was ist - passend zu Ostern - das Gegenteil von: Auf-(er)-stehen?

Ich für meinen Teil kann jetzt nicht wider-stehen - in den letzten Beiträgen habe ich es ange-
kündigt, da muss jetzt auch mal eine Liste der be-stehen-den Aktionen folgen (wozu heißt
das (B)LOGBUCH denn so?): Aktuell verweise ich auf zwei Links zu einem bereits vor
zwei Einträgen erwähnten Lied, "Sternengarten". Hier könnt Ihr das Video zum Lied sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=hcl6Bhhmomg
... und hier den Artikel zu Lied und Video:
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/12963198.htm
Und was steht nun an (dabei fällt mir ein: Oben fehlt noch an-stehen)?
Im April werden die Aufnahmen zur "Familienfabel" (über das "spitzen Spatzenpaar") ab-
geschlossen. Danach muss das Buch zur "Jungen Messe" vorangetrieben werden. Die
Idee-CD ist immerhin schon fertig. Parallel zu allem will/kann/muss/darf ich Theaterstücke
schreiben: einmal das "Jubiläumsstück" für die Mommenheimer Theatergruppe, zum
anderen für die Schultheater-AG - Es macht sehr viel Spaß, zwischendrin immer wieder
schräge Charaktere und verrückte Verstrickungen zu entwickeln ... Zudem hat ein befreun-
deter (großer) Autor sein neuestes Musical-Libretto geschickt. Da gibt's für mich kein
Halten: Ich habe schon einmal hineingeschnuppert und die Hälfte der Liedtexte zu Spontan-
demos verwandelt - die andere Hälfte folgt. Ach, ja: Und mit meinem Chor will ich beim
nächsten Probewochenende über ein neues Gemeinschaftswerk nachdenken - eine Idee
hab ich schon, doch die wird noch nicht verraten ;-)

Doch Gemach, Gemach! Oder anders: An alle, die beim letzten Abschnitt eingeschlafen
sind, sei noch mal als "Aufwecker" gesagt: Alles hat seine Zeit - das ist im wahrsten Sinne
biblisch und heißt als lateinischer Schlaubergerspruch: "Omnia tempus (habet)".
So auch heute bei etwaigen Familientreffen: Essen, Ostereier-im-Schnee-Suchen, Feiern,
Genießen, Reden, Zeit-Schenken, Gottesdienst-Feiern, ... Alles der Reihe nach! Dann
STEHT eine schöner Osterzeit nichts im Wege. Und so wünsche ich erst mal zwei mir
bekannten Damen (und allen weiteren Geburtstagskindern) "Herzlichen Glückwunsch zum
österlichen Geburtstag!" und allen zusammen - ob nah, ob fern:
Gesegnete Ostern - genießt die fest-stehende Zeit beim Suchen und noch mehr beim Finden.

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (17.03.2013)
06 – Von Besonderem, Speziellem und Anderem

Frohen Fastensonntag,
ein besonderer Tag – zum einen ist es der erste Sonntag mit neuem Papst, zum
anderen ist es der letzte "nur Fastensonntag" (und unter uns: Sonntags wird nicht
gefastet ;-)). Doch was heißt hier "nur"? Ganz einfach: Der nächste Wochenabschluss-
tag, der eigentlich letzte Sonntag vor dem größten Fest der Christen (nämlich Ostern),
ist ganz speziell: Es ist Palmsonntag, der Start in die Karwoche. Dieser leitet quasi das
Finale der vorösterlichen Zeit ein. Ich persönlich freu mich da auf ganz besondere
Erlebnisgottesdienste. Doch auch Menschen ohne christlichen Hintergrund wird
das Spezielle dieser Zeit schnell deutlich - in der Natur oder im Alltag, der um das
Osterfest herum z.B. durch Feiertage und die Schulferien besonders (oder: anders)
ist. ... Besonders? Speziell? Anders? Wie unterscheidet sich das?, höre ich meinen
Mailfreund Knut in meinem geistigen Ohr direkt fragen.
Tja, mal überlegen ... ich würde sagen (und tue es hiermit), BESONDERS ist es, z.B.
eine Geburt mitzuerleben. Es sondert dieses Erleben, diesen Moment und Augenblick
von anderen ab - macht es oder ihn besonders ... Dagegen war das Erleben des ersten
Til-Schweiger-"Tatorts" (besonders für Fans dieses TV-Genres) etwas SPEZIELLES.
Oder ANDERS gesagt: Der parva-verlag (Ja, der musste jetzt natürlich auch kommen)
versucht sich in und an (s)einer besonderen Art, indem er ein spezielles Programm
anbietet. Musik über Gott und die Welt, für Große und Kleine ... Also, das sind meine
Gedanken dazu. Ich bin weder Dr. Besserwisser noch Prof. Schlaumeier. Wenn Ihr was
anders seht, etwas besonders hervorheben wollt oder spezielle hier Experten seid, so
kontaktiert mich doch einfach. Würd mich freuen :-)
Für die kommende besondere Zeit mit ihren speziellen Riten und ihrem ganz anderen
Flair wünsche ich jedenfalls das Allerbeste. Und denkt dran: Jeder Tag kann ganz
besonders werden - wenn man was aus ihm macht. Wenn die Zeit "reif" ist, dann kann
man sie (bzw. den Tag) pflücken. Daher: "Carpe diem", "Pflücke den Tag!" (Horaz, 65 v.Chr.
bis 9 n.Chr.) - meist wird dies übersetzt mit "Nutze den Tag". Ich allerdings nutze nun die
Gunst der Schlusszeilen, Euch allen besonders spezielle Grüße der anderen Art zu senden.
Bis Ostersonntag (31.03.2013) wieder - sofern Ihr (speziell DU) wollt (willst) ;-)

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (03.03.2013)
05 - Von sich, dich und mich verändernden Zeiten

Frohen Sonnentag,
hab ich mich verguckt oder waren das vorgestern erste echte Sonnenstrahlen durch
die grautrübe Himmelssuppe der letzten Wochen? Und: Täusche ich mich oder ver-
nehme ich wirklich seit dem morgendlichen Hausverlassen am Freitag fröhlich auf-
munterndes Vogelgezwitscher ? Ich wage zu behaupten: Da tut sich was! Und wer
ehrlich ist, der (oder die) muss bestätigen: Da tut sich auch was an / in mir, dir, uns!
Meteorologisch hat der Frühling ja auch schon begonnen! Kalendarisch dauert's auch
nicht mehr allzu lang! Und das verlagstechnisch Faszinierende: Zwei Tage nach dem
einen Datum (heute, 03.03.) und vier Tage nach dem anderen Startpunkt (So, 24.03.)
gibt es Musikalische Lesungen. Hierzu lade ich alle herzlichst ein, nach Wackern-
heim und Budenheim.Das wäre doch vielleicht eine nette frühlingshafte Abwechslung
zum "Alltagsgrau" ... Apropos Abwechslung:
In den letzten zwei Wochen standen zwei sehr verschiedene, d.h. emotional wechselnde
Projekte an - einmal das bisher nicht erwähnte Einzelstück "Sternengarten". Ein Lied über
einen sehr erhabenden Ort auf dem Mainzer Hauptfriedhof, nämlich der Stelle, wo zweimal
im Jahr Tot- und Fehlgeburten bestattet werden. Eine traurig-schöne Anlaufstelle für
betroffene Eltern, der "Sternengarten" - benannt nach einer berühmten Stelle aus dem
ebenso berühmten Werk "Der kleine Prinz" (das mich persönlich immer wieder bewegt
und bestimmt auch in irgendeiner Weise jedes mal "ändert"). Entstanden ist das Stück
recht spontan zwischen dem Endmix der "Jungen Messe" und dem Beginn der Aufnahmen
zum bereits erwähnten Projekt "Isch Disch lieb" bei meinem Studio-Axel. Ich hoffe, mein
"Sternengarten" vermag es, allen Betroffenen Trost zu spenden. Heute wird er in Wackernheim
erstmalig erklingen. Ein ziemliches Gegenprogramm dazu war die Uraufführung meines Stückes
"No Hau - Lokal-Anekdoten", ein - wie ich es etwas verblümt beschreibe - sketchhaft aufberei-
tetes Lokal-Stück über das Leben und die ewige Frage: Haben wir nicht alle einen Hau, einen
Tick oder Schlag - oder anders gefragt: Gibt es wirklich Menschen ohne Hau (mit "No Hau")?
Sehr abwechslungsreich auch die Publikumsreaktionen: Während donnerstags die Leute
vom ersten Satz an lachend unter dem Stuhl lagen, zeichnete sich das Freitagspublikum
durch genaues Zuhören in (vermutlich) stiller Freude aus. So isses halt!
Das aufs Leben übertragen - wenigstens für mich, vielleicht auch für dich - führt zum Schlau-
bergerspruch der Woche, heute vom römischen fabelhaften Fabelautor Phaedrus (ca.15 v.Chr
bis ca. 50 n.Chr.): "Varietas delectat" - "Abwechslung erfreut", wobei ich "erfreuen" nicht so
verstehe, dass immer alles zum Lachen ist. Daher übersetze ich etwas freier: "Abwechslung
macht spannend" - das Leben, jeden Tag, mich, dich. Wäre doch doof, wenn alles gleich bliebe.
Sich auf die stets neuen Situationen einzustellen ist wiederum - wie auch beim Wetter, wenn
man z.B. beim Verlassen des Hauses nicht weiß, ob Winter-Mantel oder Frühlings-T-Shirt
angebracht ist - eine Frage der Flexibilität sowie der inneren Einstellung. Wenn ich mich
drauf einstelle, so kann ich mich berühren, bewegen, ja, sogar verändern lassen!
In diesem Sinne: Flexible Grüße und bis zum nächsten Mal (17.03.)!

Euer Mt

PS: Vielleicht sieht man sich ja heute - oder am 24.03.!


Zur Lage der Aktion (17.02.2013)
04 - Vom Kasteien und Erfreuen

Frohen Aschersonntag,
na, sowas. Eben war noch "Fast-nacht" … und schon steht "Fast-en" auf dem Plan.
Die Kostüme sind eingetütet, eingemottet, eingeäschert, das Aschenkreuz von
Mittwoch abgebröselt und nun scheinbar unendlich lange Öde bis Ostern. Wirklich?
Natürlich nicht ... Doch der Reihe nach:
Erst einmal: Was soll das mit dem Fasten eigentlich? Eine Frage an Dr. Besserwisser.
Dieser verweist – wie so viele Weisen (Ob daher der Name kommt?) – auf die Bibel.
Jesus verbrachte 40 Tage fastend in der Wüste. Und wenn wir christlichen Abendländler
nun mal den Kalender aufklappen und von Aschermittwoch ab bis zum letzten Sams-
tag vor Ostern (31.03.2013) die Tage – doch nicht Sonntage – zählen, so kommt man
(oh, Wunder!) auf 40 wüste Tage. Diese dienen der Vorbereitung auf Ostern, das Fest
der Auferstehung Jesu (das war/ist wirklich ein Wunder!). Aber dazu muss ich nicht
zwingend auf Süßes, auf Alkohol oder auf den geliebten Morgenkaffee verzichten.
Selbstkasteiungen können löblich sein, doch innere Vorbereitung kann auch ganz anders
aussehen: versackte Freundschaften wieder aufleben lassen, mehr Zeit für und mit der
Familie verbringen, ... Ja, man darf sich sogar freuen in dieser Zeit. Und ist freudige
Vorbereitung auf etwas nicht wesentlich schöner. Das hat auch etwas mit Vorfreude zu tun.

Apropos Freude und Freunde. Meinem Mailfreund Kurt schulde ich seit Mitte der Woche
noch Antworten. Kurt, glaub mir: Die Zeit bis Ostern ist und wird fröhlich: Vergangenen
Freitag war z.B. wieder "Offenes Singen", das ich einmal im Monat leite – diesmal war's
zum Thema "Frohsinn". Einen Tag später war die "Aschersamstag"-Fahrt des Mainzer
Carneval Clubs – ebenfalls sehr fröhlich. Und verlagstechnisch stehen die zwei Lesungen
in Wackernheim (03.03.) und Budenheim (24.03.) an, Besuche bei meinem "Studio"-Axel.
Die erstellten Band-Spuren zu "Isch Disch lieb!" werden nun mit Gesang erfüllt. Schon
sehr bald werden meine Schüler (m)ein neues Theaterstück "No Hau – Lokal-Anekdoten"
aufführen. Ich bin echt gespannt … Für die Osterferien erstelle ich gerade eine Agenda,
neudeutsch "ToDo"-Liste. Doch dazu demnächst mehr – genau genommen: am 03.03.,
also, wie gewohnt in zwei Wochen.
Doch Moment: Nicht ohne den Schlaubergerspruch der Woche. Denn ganz gleich, ob nun
in Selbstgeißelung (z.B. Verzicht auf Süßes) oder Selbsterfreuung (z.B. Freundezeit),
es gilt: "Labor omnia vincit" – "Beharrliches Bemühen lohnt sich" (Vergil, 70-19 v.Chr.)
Also, durchhalten! … Und in diesem Sinne wünsche ich ...
Gute Fastenzeit

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (03.02.2013)
03 - Von wilden und stillen Momenten

Frohe Narrentage!
Was geht hier derzeit der Punk ab! Wirklich wilde Zeiten ...
... einmal hier, in der Stadt am Rhein: die Fassenacht brodelt schon seit Wochen und
erreicht allmählich den Siedepunkt. In einer Woche steht dann DER Feier-Tag, Rosen-
montag, an dem einem Schunkler nach der wahre Narr geboren ist bzw. immer wieder
neu geboren wird, bevor. Den eher Besinnlicheren unter uns sei dabei gesagt: Seit
gestern (02.02., Maria Lichtmess - 40. Tag nach Weihnachten) ist die "Stille Nacht,
heilige Nacht"-Phase auch für das größte Hardcore-Christkind endgültig ausgeträllert.
Jetzt heißt es austoben - bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, die Vorberei-
tung auf das für Christen noch bedeutendere Osterfest. Eieiei - was'ne Feierei! ;-)
... dann hier, beim parva-verlag: Mein neuer Kumpel Kurt mailte mir nach dem letzten
Kommentar: "Lieber Mt, klingt spannend, was du da so ankündigst, aber gibt's nicht
auch mal Rückschläge, Verwerfungen o.ä.? Quatsch mal ein bisschen aus dem Näh-
kästchen." Ja, guat, Kurt! Wird gemacht. Ich erzähl mal einen Schwank aus meiner Jugend.
Von letzter Woche (höhö!). Am letzten Wochenende habe ich bei einer Fastnachtssitzung
meinen diesjährigen musikalischen Kokoloresvortrag (ich darf sagen: erfolgreich) darge-
boten. Mir war den ganzen Tag schon nicht sonderlich gut. Und nach dem Vortrag bin ich
auch nicht mehr allzu alt dort geworden, obwohl es wirklich nett war. Ich bin heim und lag
direkt mit 39 Grad Fieber im Bett. Es hat mich richtig aus den Schuhen gehauen, wie ich
es schon lange nicht mehr erlebt habe. Gefühlt 50 Hörspiele später (mehr ging beim
Rumliegen und Gesundschwitzen nicht) war ich einigermaßen wieder hergestellt, doch
beruflich wie künstlerisch war einiges liegengeblieben. Rückschlag! Doch grad jetzt gilt
es meiner Meinung nach: Aus der Stille in die Wilde. Oder mit dem Schlaubergerspruch
der Woche: "Festina lente" - "Eile mit Weile" (nach Kaiser Augustus) ...
Und so geht's trotz ausgefallenem Studiotreff weiter mit der Vertonung der Hausfabel:
"Piep und Matz: Isch Disch lieb!" (Arbeitstitel) von Ingo Deris - die Lebens- und Liebes-
geschichte zweier Spatzen im Spannungsfeld der Integration. Für mich ein spannendes
Projekt, da es darum geht, mit wenigen Worten und Melodien ein Buch kindgerecht zu
beleben ... aber eben: Ganz langsam! So schreitet auch die "Junge Messe" voran - ganz
langsam! Ebenso die vielen Sperenzien, die mir für dieses Jahr noch durch den Kopf gehen
und wohl noch gehen werden ... Dabei sollten natürlich Familie, Freunde, Beruf nicht zu kurz
kommen. Und sich selbst zuliebe muss man stets darauf achten, nicht "narrisch" zu werden.
Es gilt das Motto: Alles hat seine Zeit (um biblisch zu sprechen) ;-)
In diesem Sinne wünsche ich allen gute Zeiten, d.h. nun eine herrliche Fastnachtsaustobzeit,
dann eine besinnliche Fastenzeit und danach eine österliche Festzeit! Ohne Hetzerei! Ohne
Gängelei! ... Lasst Euch Zeit zum Wildsein, genießt die Zeit zum Stillsein, nehmt Euch Zeit,
herauszufinden, wann was dran ist.
Gehabt Euch wohl - bis zum 17.02.!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (20.01.2013 - 12 Uhr)
02 - Von reichen und (w)armen Tagen


Frohen Fabian-Sebastian-Tag!
Ja, natürlich nicht nur an alle Fabiane und Sebastians da draußen, doch denen heute
an ihrem Namenstag in erster Linie – sowohl allen "Edlen“ (Fabian) als auch jedem
"Ehrwürdigen“ (Sebastian) alles Gute. Wem das zu hoch oder erhaben ist und/oder wer
es lieber etwas intimer mag, der sollte noch einen Tag warten (morgen, am 21.01.2013,
ist "Weltknuddeltag“) oder er sollte weitere Tage verstreichen lassen (am 23.01., also
Mittwoch, ist "Fuß-Massage-Tag“).
Wie meinen? ... Was das mit dem parva-verlag zu tun hat?
Nun einerseits ist dieser bemüht, mit seiner Musik Streicheleinheiten für die Seele zu schaffen
(Knuddel-Massage-Time!), andererseits setzt er sich thematisch nahezu "fabianische" Ziele:
über Gott und die Welt, für Große und Kleine. Und zu den bisherigen Werken (siehe / klicke:
"Programm") sind 2013 nach diesem Motto einige Erweiterungen und Aktionen geplant.

So entstehen derzeit (a) einige Lieder zum Werk eines befreundeten Autors - mehr werden
die Spatzen (Andeutuuuuung!) beim nächsten Mal von den Dächern pfeifen -; außerdem
wird in jeder freien Minute, von denen es leider in der Fastnachtszeit nicht so viele gibt,
(b) die "Junge Messe" auf CD gepresst und Papier gebannt - das BUCH mit IDEE-CD ist
wohl ab Juni 2013 zu bekommen. Bis dahin gibt auf jeden Fall noch (c) weitere Musikalische
Lesungen: so am 03.03.2013 in Wackernheim und (Obacht - Änderung!) am 24.03.2013 in
Budenheim. Weitere werden folgen. Für die zweite Jahreshälfte soll dann ...
Ach, nee. Das reicht wohl erst einmal.

Apropos "reich(t)“: Reich wird man damit nicht – oder doch?, wie ich letzt gefragt wurde.
Meine Antwort hierzu: Reich im Sinne von "finanziell wohlhabend" wird man nun wirklich nicht.
(Wie es in einem netten Witzchen heißt: Bis zu meiner ersten Million sind es noch etwa eine
Million und etwa 6.551 Euro - höhö). Doch reich im weiteren Sinne von "erfüllt" auf jeden Fall. Es
ist einfach immer wieder ein Erlebnis, einen Melodieteil oder Textfetzen, der einem z.B. an der
ALDI-Kasse eingefallen ist, einige Zeit später (egal, ob Wochen, Monate oder Jahre) reif , er-
wachsen und Emotionen verbreitend auf CD, bei Aufführungen oder bei den Musikalischen Lesungen
aus dem Munde vieler Menschen (ob klein, ob groß), begleitet von einer Gitarre, einer Band oder
einem Orchester zu hören und dadurch selbst neu zu erleben. Eins ist klar: Ohne die Hilfe vieler
Sympathisanten und Freunden geht das nicht ... und auch dieses Miteinander erfüllt :-)
Passend dazu sei noch ein Schlauberger-Spruch erlaubt: "Ubi amici, ibidem opes“ - grob übersetzt:
"Wenn man Freunde hat, so hat man auch Reichtum“ (Plautus, 254-185 v.Chr.).
Soweit für heute ... Na, dann kuschelt euch mal schön mit reich-lich vielen Freunden zusammen.
Es wird kalt - immerhin sagt eine alte Bauernregel: An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.
Ich wünsche ein schönes Miteinander, zum Beispiel mit einem reich-haltigen Frühstück – es muss auch heute, am 20. Todestag der großen Audrey Hepburn, auch nicht bei Tiffany's sein ;-)
In diesem Sinne GUTE ZEIT in reich-haltiger Freude, mit be-reich-ernden Freunden & mancher
St-reich-eleinheit. Bis in 14 Tagen (03.02.2013)!

Euer Mt


Zur Lage der Aktion (06.01.2013)
01 - Von kleinen und großen Zielen


Frohe Weihnachten!
Ja, natürlich auch frohes neues Jahr - aber noch mehr: Frohe Weihnachten.
Bloß weil viele Schüler bald wieder schwitzen müssen, Millionen Lichterketten von den
Fenstern verschwinden und eingemottet werden oder eine schwedische Möbelhauskette
Weihnachtsbäume zum Weitwurf anbietet, ist die heilige Zeit ja noch lange nicht vorbei.
Und in manchen Ländern ist auch heute erst Tag der Bescherung.
Heute, am Tag der drei Könige, die ihr Ziel nicht wirklich kannten,
doch dank Stern von Bethlehem es stets vor Augen hatten.
Ziel? Da sind wir wieder bei Neujahr. Auch da steckt man sich ein Ziel oder gleich mehrere.
Die Welt will den Klimawandel in den Griff kriegen,
Europa die Währungskrise, Deutschland seine Politik,
Rheinland-Pfalz die Wirtschaft, Mainz sein Gutenberg-Image,
die Kirche(n) ihre Verbindung zur (Gläubigen-) Basis,
... und der parva-verlag?
Zugegeben: Diese Reihe mit ihren hehren Zielen ist etwas übertrieben. Und besonders
bzgl. ihrer Rangfolge natürlich nicht ganz ernst gemeint. Dennoch halten wir fest:
Ziele sind wichtig (ganz gleich, wie klein, wie groß) - für jeden (ganz gleich, wie klein, wie groß).
Alle zwei Wochen will der parva-verlag nicht nur seine Ziele persönlich erläutern (die sind ja
auf der Homepage ersichtlich), sondern vor allem den Zwischenstand durchgeben und
ins (Welt-) Geschehen einordnen. Wozu die Mühe? Gibt's doch schon alles?
Mag sein, mag sein - doch wie erzählt der von mir hoch geschätzte und oft zitierte Denker
K.Mathis in einer seiner Geschichten so schön: Als ein Dichter gerade beginnt, an sich
und seinen Fähigkeiten zu zweifeln, und sich gar nicht mehr traut, irgendetwas zu schreiben,
da seiner Meinung nach doch schon alles besungen, beschrieben und behandelt wurde;
zu allen Themen. "Gibt es z.B. beim Thema Liebe irgendeine Sicht der Dinge, die noch nicht
verschriftlicht wurde?", fragt er und wirft die nächste niedergekriztelte Idee zerknäult in die Ecke.
Da tritt die Muse an ihn heran, nimmt ihn in den Arm und antwortet sanft: "Ja, ... deine."
... um dem ganzen nun noch die Krone der Schlaubergerei aufzusetzen, schiebe ich ein
lateinisches Zitat hinterher - als Durchhalteparole für alle Dichter dieser Welt, die sich oder
ihre Ziele immer wieder anzweifeln - und hier schließt sich der Kreis zum parva-verlag:
"Omnium rerum principia parva sunt" - "Die Anfänge aller Dinge sind klein" (Cicero, 106-43 v.Chr.)

In diesem Sinne sende ich nun weder liebe Grüße, noch wünsche ich alles Gute oder schreibe tschüss.
Vielmehr wünsche ich (allen Königswanderern, Sternreisenden und Zielgängern) "Gute Reise"!

Euer Mt parva-verlag

Mathias Gall   ∗   copyright © parva-verlag / Mainz 2016